MS Europa 2 / von Colombo nach Bali / Teil 1

Teil 1: Colombo - Phuket

Tag 1 & 2

 Aloha und Ahoi

  

Hallo meine lieben Yogis und sonnige Grüße von der MS Europa 2!!!

Ich kann es ehrlich gesagt immer noch nicht ganz fassen, dass das hier grade passiert… auch wenn jetzt schon eine knappe Woche rum ist. Ich darf meine Leidenschaft für Yoga auf einem der – wenn nicht sogar dem – tollsten Kreuzfahrtschiff ever weitergeben und bin so unendlich glücklich und dankbar!

Zunächst einmal: wie ihr seht bin ich gut – wenn auch schlagskaputt – hier angekommen und kann euch jetzt schon sagen: Dieses Schiff übertrifft sogar noch alle Erwartungen!

 

Aber jetzt mal von Anfang an 😉

 

Die Reise begann, wie immer bei mir, mit Packen auf den letzten Drücker - nachdem ich am Sonntag, den 25.02. noch spontan ein Abschieds-Yoga-Special bei mir zu Hause unterrichtet habe. Und typisch für mich begann hier auch schon das Drama: Übergewicht!!! (also nicht ich… sondern meine beiden Koffer!) und der erste Nervenzusammenbruch war schon vorprogrammiert!

Zum Glück habe ich es dann tatsächlich doch noch geschafft, mein Gepäck sowohl platztechnisch als auch gewichtsmäßig so zu verteilen, dass die nette Dame am Emirates Schalter zumindest mit einem zugedrückten Auge mein Gepäck eingecheckt hat. Puh! Glück gehabt.

Der erste Flug mit dem A380 lief dann eigentlich ganz gut. Guter Sitzplatz, nette Sitznachbarn und unerwartet gutes Essen (hatte vegan vorbestellt 😊) Nur das mit dem Schlafen lief mal wieder ganz und gar nicht gut trotz Baldriparan und Ohropax…. Ich weiß einfach nie wie ich mich platzieren soll um zumindest einigermaßen bequem die Augen zu machen zu können…. Also wenn mal jemand von euch einen guten Tipp für mich hat – immer her damit 😉

In Dubai wurde dann zwischengelandet und umgestiegen und das unerwarteterweise in einer richtig hektischen Aktion… Man sollte ja meinen, dass gut 1,5 Stunden ausreichend wären um bequem von einem Flieger in den nächsten zu kommen. Aber nicht so in Dubai am Flughafen!!!! Zunächst einmal wurden wir mit Bussen (!) aus dem A380 quer über den gesamten Flughafen gekarrt, was schon mal eine gute halbe Stunde dauerte. Dann kam die Sicherheitskontrolle, was meiner Meinung bei einem Connecting Flight so gar keinen Sinn macht. Aber egal… sie wissen bestimmt was sie tun 😉 Und dann kam ein kilometerlanger Marsch zum vorgesehenen Gate am A… der Welt. So gab es weder Zeit für Toilette, Kaffee, noch sonst was. Denn kaum war man angekommen, wurde auch schon wieder gebordet. Na ja…. Wir haben es irgendwie alle geschafft und zumindest gab es keine Zeit für Langeweile!

Im zweiten Flieger (einem A777) sah es dann schon etwas anders aus. Sowohl platztechnisch, als auch meine Nachbarn. Es war so super eng… und dann meinte die Dame neben mir auch noch, sie müsse sich nicht nur über ihren, sondern auch noch halbwegs über meinen Platz ausbreiten und schlafen… Ein Glück hatte ich wohlweislich den Gang zu meiner anderen Seite auf den ich mich dann teilweise ausbreiten konnte. Auch wenn man hier dann leider von Zeit zu Zeit von den Wagen der Crew gerammt wurde… Aber auch dieser Flug ging vorbei und wir kamen wohlbehalten am Flughafen Colombo (Sri Lanka) an.

Dann begann mein persönlicher Horrormoment jeder Flugreise: Das Warten am Gepäckband…. In der Hoffnung, dass alles gut geklappt hat und mein Gepäck wohlbehalten ankommt. Ich bin da ja echt bissl psycho! Jedes Mal rutscht mir wieder das Herz in die Hose, wenn ich mir nur vorstelle, mein Gepäck würde nicht dort ankommen, wo ich bin. Und bei jedem weiteren Koffer, der nicht meiner ist, wird es schlimmer.

Aber alles gut. Beide Koffer kamen an! Und mir ging es schlagartig wieder gut in der Magen-Gegend 😊

 

Mit dem Bus ging es dann in Richtung Colombo City, wo wir bei einer kleinen Stadt-Rundfahrt einen ersten Eindruck von Sri Lanka bekommen haben. Unser Reiseführer hat das wirklich toll gemacht, und ich war richtig begeistert, wie gut man hier teilweise deutsch spricht… und trotzdem konnte ich den Ausführungen einfach nicht folgen… Ich war so so so müde vom Flug und so kam es, dass mir im Bus die Augen ein ums andere Mal einfach zugefallen und ich einfach eingeschlafen bin. Wie peinlich!

 

Hier ein paar Eindrücke von dem, was ich mitbekommen habe:

 

Dann – endlich – nach 18 Stunden, kamen wir auf der MS Europa 2 an. Und der erste Eindruck war direkt super. Jeder Gast wurde bereits am Bus in Empfang genommen und bekam einen Mitarbeiter als „Paten“ zugewiesen, von dem man aufs Schiff begleitet wurde und welcher mit dem Handgepäck geholfen hat. Dann gab es direkt einen Champagner-Empfang (für mich nur Wasser … nach der Tortur wäre sonst direkt Ende gewesen…) mit Canapées und süßen Teilchen. Begleitet wurde das alles durch unseren bordeigenen Pianisten. Man war direkt mittendrin im Urlaubs-Feeling! Dann durften wir auch auf unsere Suiten einchecken und ich kann euch sagen: Ich bin immer noch hin und weg!!! Welch wunderbare und vor allem riesige Zimmer mit so vielen Extras, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll zu berichten….

Also: es gibt ein riesiges Bad, mit Dusche UND Badewanne (!), einen begehbaren Kleiderschrank, ein riesiges Bett (ganz für mich alleine), eine Sitzecke, eine Minibar (und das ganz kostenfrei), eine Nespresso Kaffeemaschine, und eine wunderbare Veranda mit Liegen und Stühlen und ausreichend Platz für meine Yogamatte!!!! Ich bin im 7. Himmel! Außerdem wartete sogar frisches Obst (das übrigens jeden Tag aufgefüllt wird) und eine ganze Flasche Champagner auf mich!

 

Nach dem Auspacken kam dann erste „offizielle“ Teil meiner Reise: unser Künstler-Meeting mit allen mitfahrenden Künstlern der Reise und der Entertainment-Leitung. Und ich war schon wieder begeistert, wie toll man direkt aufgenommen und empfangen wird, und was für tolle Menschen und Künstler diese Reise begleiten. Von Lektoren über Tee und Landeskunde, über eine Schlagzeugband bis hin zum Sterne-Koch. Alles dabei. Und das Beste, man darf sich auch als „Künstler“ selbst alles anschauen und davon profitieren!

Nach dem Meeting ging es dann zu unserem ersten gemeinsamen Abendessen, zu dem man direkt wieder mit einem Aperitif empfangen wurde (wie übrigens jeden Abend!). Und auch hier nahm die spürbare Qualität auf dem Schiff kein Ende. Super leckeres Essen, alles frisch und ganz viel veggie/vegan. Für mich gab es heute einen gemischten Salat zu Beginn und zum Hauptgang das Veggie-Gericht Nuss-Polenta mit gegrilltem Gemüse. Yummie!!! Eigentlich wäre hiernach nun wirklich Zeit fürs Bett gewesen…. Aber es wartete noch die obligatorische See-Not-Rettungs-Übung um 22 Uhr auf uns, bei der ich peinlicherweise direkt mal am falschen Sammelpunkt gewartet habe und „ausgerufen“ wurde…. Ich sag ja, mein Hirn war einfach zu müde…

Danach war aber dann wirklich Schluss für den ersten Tag (der ja eigentlich 2 Tage beinhaltete) und ich legte mich in mein super bequemes großes Bett und hab geschlafen wie ein Baby, und das, obwohl ich sonst immer Probleme mit dem Schlafen habe, besonders in den ersten Tagen einer Reise. Also einfach alles perfekt!

Tag 3

 

Nach einer - wie bereits erwähnt – wunderbar erholsamen Nacht, startete mein erster „richtiger“ Tag an Bord sogar schon vor meinem Wecker (um 6:30 Uhr), einem leckeren Kaffee aus meiner Kaffee-Maschine, und einer Yoga-Session auf meiner eigenen Veranda. Kann denn ein Tag überhaupt besser starten?!?! 😊 Ich denke nicht!

 

Danach war wieder Meeting-Time, bei dem alle offenen Fragen geklärt und das Programm besprochen wurde. Und dann durfte ich mein erstes Frühstück genießen mit frischem Smoothie, frischem Obst mit selbstgemachtem Granola und ebenso leckerem Tee! Der Traum geht weiter.

 

Gestärkt ging es dann mit den Tenderbooten an Land und mit 2 „Kollegen“ erkundete ich Galle, ein wirklich idyllisches Städtchen auf Sri Lanka, bevor es dann – zum Glück erst nach der Rückkehr aufs Schiff – einen riesen Schutt gab. Aber auch das kann man an Bord wunderbare ertragen, indem man sich in der „Sansibar“ unter das Vordach setzt, die trotz Regen vorherrschende Wärme genießt und dem Regen zuschaut, während man seinen Reise-Blog pflegt 😉

 

In diesem Sinne: ihr wisst Bescheid wo ihr mich findet, wenn ich nach den 2,5 Wochen nicht mehr zurückkomme! 

 

Nach einer weiteren schönen Session auf meiner geliebten Matte (diesmal auf Grund des Wetter-Umschwungs im Fitness-Raum) hatte ich mir dann mein Abendessen für heute redlich verdient und wir trafen uns mit den anderen Künstlern zum Abendessen. Heute gab es Spinat-Creme-Suppe mit Zimtcroutons, Brotlasagne und zum Abschluss eine Käseplatte für mich! Und alles war wie bisher: unfassbar lecker!!!! Vor allem die riesige Auswahl an Käse-Spezialitäten hat mich heute beeindruckt!

 

Nach dem Abendessen stand die Pool-Party mit Kapitänsbegrüßung auf der Agenda. Mein ursprünglicher Plan hierzu sah folgendermaßen aus: Rede anhören, einen Drink nehmen und dann ins Bett gehen, weil müde. Die Realität war allerdings eine andere 😉 Champagner zum Auftakt, super Musik von unserer Live-Band und tanzen in der Mitte, kostenfreie alkoholische Getränke zur „Untermalung“, einen Gin-Tonic zum Abschluss (der wahrscheinlich bisschen viel war…) und nach dem letzten Song todmüde (und leicht beschwipst) ins Bett. Und ich dachte nur noch: Na, das kann ja was werden die nächsten 2 Wochen hier…..

tag 4

 Erstaunlicherweise habe ich wieder überragend geschlafen und bin trotz kurzer Nacht bestens erholt sogar vor meinem Wecker aufgewacht 😊 Dann gab es erst mal einen Espresso zum wach werden und es ging gut gelaunt wieder auf meine Matte. So startet es sich einfach toll in den Tag! Nach dem Frühstück stand dann ein Vortrag über Sri Lanka auf dem Plan, der sich als wirklich hörenswert herausgestellt hat. Wie ihr seht: Sogar für die Weiterbildung kann man hier auf dem Schiff noch was tun und es wird einfach nie langweilig!

 

Danach hab ich mir etwas Zeit für mich am Pool-Deck mit meinem Buch gegönnt, bevor es (wieder) Essen gab. Ihr merkt schon, Essen ist an Bord ein großes Thema 😉 Ich muss aufpassen, dass ich nicht kugelrund zurück nach Deutschland rolle! Zur Verdauung wurde ein wenig Blog geschrieben, bevor es dann zu meinem ersten „Auftritt“ ging. Ich bin echt so gespannt wie es wird! Wie viele Leute wohl kommen werden… wen ich da alles auf der Matte habe… ob alles kappt mit dem Gewackel hier an Bord. Spannend kann ich euch sagen!

 

Denn wer schon mal auf einem Schiff von euch war, der weiß: Es wackelt… und das ganz schön… und plötzlich steht man sogar im Krieger 1 ziemlich wackelig… von einbeinigen Asanas ganz zu schweigen 😉

 

Auf jeden Fall ging es zunächst mal auf die große Bühne im Theater zur Vorstellung unseres „In2Balance“-Teams und dann in den für mich vorgesehenen Raum zum yogieren. Und es war Wahnsinn! Die Tür ging auf und nicht mehr zu… und am Ende hatte ich 32 Leute auf der Matte und der Raum war gestopft voll. Ich war überwältigt! Allerdings – wie es eigentlich immer bei einer solchen Anzahl an Teilnehmern ist – war die Gruppe äußerst inhomogen. Vom Super-Sportler bis zum Yoga-Neuling – alles dabei. Was das Unterrichten nicht unbedingt einfacher macht, kann ich euch sagen…. Zudem gab es kaum Platz zum Durchgehen. Das Thema war „Go with the Flow“ und meine Yogis bewegten sich fleißig im Rhythmus des Atems. Bis auf ein paar Teilnehmer, für die es schlichtweg zu anstrengend war, lief alles bestens und ich beendete meine erste Stunde hier an Bord mit einem seeligen Lächeln auf dem Gesicht! 😊

 

Danach ging es verdient zu einem abermals wie gewohnt leckeren Abendessen um danach den Abend im Theater bei meinem ersten Klassik-Konzert meines Lebens mit den Berlin Ensemble Players ausklingen zu lassen. Ich sag ja: wunderbare Künstler und persönliche Weiterbildung! 

Tag 5

 

Nach einer erneut kurzen aber ruhigen Nacht (hier wird auch ständig die Uhr vorgestellt und klaut uns eine Stunde…) begann auch mein neuer Morgen wieder mit meinem Espresso und meiner Session auf der Matte.

 

Dann stand Frühstück und mein erster Personal Training Termin auf dem Plan. Und wer hätte das gedacht wie klein die Welt ist?!?! Meine Kundin kam aus Hessen und wohnt nun in der Nähe von Aschaffenburg. Es folgten Kaffee, Lunch ein bisschen Relaxen am Pool und dann: Mein zweiter Yoga-Kurs! Und wieder: 29 Teilnehmer auf der Matte. Wahnsinn! Ich hatte doch nicht alle vollends vertrieben 😉 Das Thema diesmal: Power up & Stretch out. Die Erkenntnis: nicht gut für eine solche Gruppe (weil zu anstrengend), das Fazit: ruhigere Kurse geben! Trotzdem hat es Spaß gemacht, die Rückmeldungen waren wieder positiv und die Gesichter meiner Yogis glücklich nach der Stunde. Was will man mehr?!?

 

Mittlerweile werde ich auch von den meisten Gästen an Bord erkannt. Was einerseits sehr schön ist, weil man immer freundlich begrüßt wird… andererseits ist man aber auch nie wirklich „unbeobachtet“. Eben ein Mitarbeiter und kein Gast. Aber das dachte ich mir zum Glück vorher schon.

 

Der Abend brachte ein weiteres überragendes Abendessen und ein Stück im Theater von Christine Schütze, die wir bei ihrem Klavier-Kabarett anschauen durften und danach fiel ich (wie eigentlich jeden Abend - ich denke es liegt an der Seeluft und an der Hitze!) in mein Bett.

tag 6

 

Der Start in den 3. Seetag sah wieder ähnlich aus. Espresso, Yoga, Frühstück. Diesmal kein Termin, dafür etwas „arbeiten“ am Pool. Aber irgendwie fühlt es sich einfach besser an hier in der Sonne statt zu Hause am Schreibtisch … ich weiß auch nicht! 😉 Und es ist lustig, wie man beim Schreiben merkt, wie die Tage so langsam ineinander verschwimmen, wie man gar nicht mehr weiß, wann man was erlebt hat, und welcher Tag eigentlich ist. So muss sich Urlaub anfühlen. Ich bin angekommen!

 

Und schon steht auch wieder „Bildung“ auf meinem persönlichen Plan. Ein Vortrag unseres Landeskundlers über die folgenden Ziele unserer Reise: Phuket (ungeplant, da ein medizinischer Notfall leider von Bord gebracht werden muss), die Insel Lankawi und Penang (beides Malaysia). Wieder super interessant...  und überhaupt ist Knut (wie unser Landeskundler heißt) echt ein Original. Ich glaube mittlerweile es gibt nichts was er dir nicht über ein Land erzählen kann. Mega spannend sich mit ihm zu unterhalten! Außerdem konnte man heute die Brücke besichtigen. Das war echt super interessant und sehenswert und unser Kapitän stand außerdem für Auskünfte und Fragen aller Art zur Verfügung :-) 

 

Und dann folgt auch schon mein 3. Kurs. Thema: Rücken! Diesmal „leider“ nur 15 Leute auf der Matte. Erstes Gefühl: Enttäuschung. Aber das hat sich ganz schnell gelegt, denn es lief viel besser. Viel mehr Zeit für Korrekturen und Hilfestellungen, viel ruhigere Atmosphäre und letztendlich der bislang schönste Kurs … auch für mich selbst! Ich bin glücklich und zufrieden mit mir und lasse den Abend mit meinen wunderbaren Kollegen zunächst bei unserem Dinner (diesmal sogar mit Kaviar!... allerdings passe ich dabei weil nicht so mein Ding) und im Anschluss mit einer super unterhaltsamen Show der Schlagzeug-Maffia ausklingen. Die Jungs haben echt eine klasse Show abgeliefert. Ein Mix aus Drums, Comedy und Theater. Echt sehenswert! Also wenn ihr den Namen mal irgendwo lest: unbedingt hingehen!

 

Ich bin so gespannt, was die nächsten Tage noch so bringen werden und hoffe ihr seid es auch! Freut euch also auf den 2. Teil meines Blogs und ich hoffe, ich konnte euch diese wunderbare Reise auf der MS Europa 2 etwas näher bringen!

 

Bis bald und Grüße „vom Sonnendeck“

 

Eure Julia