MS Europa 2 / von Colombo nach Bali / Teil 2

Teil2: phuket - singapur

tag 7

 

Guten Morgen meine lieben Yogis und herzlich Willkommen zum 2. Teil meines Reiseblogs von Bord der MS Europa 2!

 

Am 7. Tag dieser wunderbaren Reise stand nun nach 3 Tagen auf See endlich mal wieder ein Landgang an und dieser führte uns ungeplant nach Phuket (einer Insel an der Westküste Thailands), da hier ein medizinischer Notfall von Bord gebracht werden musste und der Weg zu unserem ursprünglichen Ziel Ko Lanta zu weit gewesen wäre.

 

Landgangtag bedeutet hier an Bord für uns „Künstler“ Urlaubstag, da das Programm viel abgespeckter stattfindet, weil viele Gäste natürlich von Bord und auf Ausflüge gehen.

 

Meiner startete mal wieder auf meiner Terrasse mit einer wunderbar mobilisierenden Stunde auf meiner geliebten Matte! (Ist ein Leben ohne Yoga überhaupt lebenswert???? Ich glaube nicht! 😉)

 

Da meine Kollegin, mit der ich geplant hatte an Land zu gehen, einen Ausflug begleitet hat, der bis mittags dauerte, nutzte ich den Vormittag um ein wenig zu schreiben und zu lesen und es mir in der Sansibar am Heck des Schiffes gemütlich zu machen. Es macht hier an Bord auch einfach Spaß mal nur rum zu sitzen, den Schatten zu genießen und die eventuell (wenn man Glück hat) leichte Meeres-Prise auf der Haut zu spüren und ein wenig die anderen Gäste zu beobachten und ganz nebenbei noch ein bissl was zu arbeiten 😊

 

Nach dem Mittagessen ging es dann auch für mich von Bord und zwar mit dem Tenderboot (das benutzt man immer dann, wenn das Kreuzfahrtschiff nicht direkt an Land anlegen kann) in die Stadt Patong Beach auf Phuket. Und ich kann euch sagen: Ich hab ja schon viel erwartet… also nichts Gutes… aber das was ich erlebt und gesehen habe, war sogar NOCH SCHLIMMER! Wie kann man an einem solchen Ort Urlaub machen? Ich hab gesagt, man müsste mir schon Geld zahlen, dass ich hier Zeit verbringen würde… zumindest in diesem Teil der Insel... Furchtbar! Totaler Touri-Wahnsinn & Ballermann auf Thai. Überall ist Dreck, es stinkt, man wird auf der Straße alle 2 Meter angequatscht ob man entweder eine Thai Massage buchen möchte (und manche sehen mir doch ziemlich nach „Happy End“ aus) oder ein Taxi bzw. Tuk Tuk braucht. Die Läden verkaufen Ramsch oder sind total überteuert und zusätzlich dazu steht auch noch die Mörderhitze in den Gassen. Also Fazit meinerseits: einmal erlebt… muss nicht nochmal sein!

 

Nach unserem kleinen Rundgang und einem Kaffee bei Starbucks (wenigstens der Kaffee war lecker… nur das W-Lan funktionierte leider mehr schlecht als recht) ging es mit dem Tenderboot wieder zurück auf unser tolles Schiff und direkt rein in die Sportklamotten, um noch ein bisschen Bewegung zu bekommen, bevor es wieder zu großen „Schlemmen“ geht. Diesmal stand Kraft-Training auf meinem Plan und ich muss echt sagen: Dieser Fitness-Raum ist so unfassbar gut ausgestattet. Hier fehlt es wirklich an nichts! Es gibt sogar EMS und Spinning Bikes… Super! 😊

 

Nach dem Abendessen ging es dann diesmal das erste Mal nicht ins Theater, sondern nur noch an die Bar auf einen kurzen Absacker, bevor ich (mal wieder) todmüde in meine Kissen sank.

Ich hab das schönste an Patong Beach für euch mal zusammen gefasst ;-)

tag 8

 

Nach einer erneuten Zeitumstellung, bei der uns eine Stunde geklaut wurde (übrigens die dritte mittlerweile…) startete ich ein bissl verknautscht in den Tag obwohl ich mal wieder bestens geschlafen hatte.

 

Auf Grund von Regen in der Nacht musste ich mit meiner Matte mal wieder ins Gym ausweichen um meine morgendliche Stunde Yoga machen zu können. Aber zum Glück regnet es hier echt immer nur kurz aber heftig und spätestens im Laufe des nächsten Vormittags ist alles wieder trocken 😊

 

Nach meinem Frühstück, was wie immer sehr gesund und lecker war (es gibt jeden Morgen haufenweise frisches Obst, meist ein ayurvedisches warmes Frühstück und ich kann selbst hergestellten Soja-Joghurt bestellen!) nutze ich wieder den Vormittag um ein wenig produktiv zu sein (um die Uhrzeit arbeitet mein Hirn einfach noch besser als Nachmittags wenn die Hitze so drückt 😉) und am Pool ein wenig zu schreiben um meine Stunde Internet pro Tag so effektiv wie möglich zu nutzen. Und ich kann euch sagen: hier merkt man erst mal, wie viel Zeit man wirklich zu Hause eigentlich im Internet verbringt! Eine Stunde ist nichts!

 

Nach einem kleinen Mittags-Snack verlasse ich mit meiner Kollegin wieder das Schiff um das „Archipel“ (Ansammlung von Inseln) Lankawi zu erkunden. Diesmal liegen wir direkt am Pier und werden mit dem Shuttlebus in die Stadt gebracht. Leider reicht die Zeit nicht mehr um mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren und die „Sky Bridge“ zu besichtigen. Schade… denn diese wurde wärmstens von Knut empfohlen. Also falls ihr mal in der Gegend seid… 😉

 

Aber das Städtchen war auch sehr schön und wir haben die Zeit genossen um ein wenig zu schlendern, in den kleinen Lädchen zu bummeln und einen Kaffee bzw. Tee zu trinken. (Hier sucht man immer nach Cafés mit W-Lan um den „Mangel“ an Internet an Bord auszugleichen) Am späten Nachmittag ging es dann ordentlich erhitzt zurück zum Schiff und für mich stand noch einmal Kraft-Training auf dem Plan, bevor dann das wunderbare Abendessen wieder auf uns wartete. Und an diesem Abend ist dieses sogar besonders lobenswert zu erwähnen denn es gab: INDISCHE SPEZIALITÄTEN! Wahnsinnig lecker! Hier kann man der Küche echt nur sagen: Weiter so!

 

Diesmal wurde im Theater ein Film über die Unterwasserwelt gezeigt, der mich wirklich sehr interessiert hat und so führte uns der Weg nach diesem wunderbaren Abendessen ins Theater. Der Film war auch wirklich sehr interessant… nur leider hing uns die Hitze des Tages so nach, dass sowohl meine Kollegin als auch ich nach kurzer Zeit feststellen mussten, dass uns leider die Augen unkontrolliert zufallen und wir besser ins Bett gehen sollten bevor es peinlich wird 😊 

tag 9

 

Nach einer seltenen Nacht ohne weitere Zeitumstellung (mittlerweile sind wir 7 Stunden in der Zukunft) startete mein Morgen wie gewohnt auf meiner Matte und einem gesunden Frühstück im Anschluss. Hier möchte ich mal besonders die Tee-Auswahl an Bord erwähnen, bei der sogar ich als Kaffee-Liebhaber so langsam anfange fast nur noch Tee zu trinken, da man hier wirklich alles bekommt, vom frischen Ingwer-Tee über schwarzen Tee, grünen Tee und unzähligen weiteren Variationen. Echt super!

 

Und überhaupt kann man festhalten: Der Grund-Preis auf der MS Europa 2 ist zwar echt hoch, aber man hat hier an Bord so viel inklusive, was gar nicht erwähnt wird, dass es sich echt rechnet. Jeder Kaffee, jeder Tee, Kaltgetränke tagsüber am Pool und das ganze Essen sowieso… alles inklusive. Sogar frische Smoothies, frische Kokosnuss und Eiskaffee werden am Pool serviert und man kann quasi rund um die Uhr essen, vom Early Bird an der Poolbar ab 6 Uhr bis zum Mitternachts-Snack in der Sansibar ist alles im Preis inkludiert. Echt der Hammer! Da relativiert sich der Preis wieder, wenn man mal bedenkt, dass man auf anderen Kreuzfahrten jeden Drink extra zahlen muss 😉

Unsere all-abendlichen "Betthupferl":

 

Auf jeden Fall war der Plan heute: Georgetown und vor allem den größten chinesisch-buddhistischen Tempel der Stadt besichtigen: den „Kek-Lok Si“

 

Statt einen teuren Ausflug zu buchen (und da sind die hier an Bord echt noch human… aber es läppert sich halt) entschieden wir uns (wir sind in dem Fall insgesamt 3 Personen) dies auf eigene Faust zu tun. Also verließen wir gegen 10 Uhr das Schiff um uns ein Taxi zu suchen, welches uns die 9 Kilometer rauf auf den Berg zum Tempel fährt, ohne uns dabei abzuzocken. Hier kann ich euch echt nur raten, sich etwas vom Schiffsterminal zu entfernen um humane Preise zu erhalten und außerdem die roten Taxen an Land zu nehmen, da diese ein Taxameter haben. So konnten wir uns einen mehr als fairen Preis von 90 „Ringgit“ aushandeln für den Weg hin und zurück inklusive Wartezeit. Das entspricht in etwa 22 Euro, was echt super ist, wenn man bedenkt, dass wir insgesamt 3 Stunden unterwegs waren! 😊

 

Und vielleicht habt ihr meine Fotos auf Instagram und/oder Facebook schon gesehen. Falls nicht, dieser Tempel ist der absolute Wahnsinn und das „must see“ auf einer Reise nach Malaysia / George Town. Sobald man durch das Eingangstor fährt, hat einen dieser Tempel direkt. Man spürt sehr schnell eine Ruhe und einen Frieden, der von diesem Ort ausgeht und das trotz der Touristen hier vor Ort (wobei das sich wirklich sehr verlaufen hat in dieser riesigen Anlage). Und es war einfach wunderschön. Die Farben… die Musik… die vielen Statuen… und alles so toll angelegt, dass man gar nicht mehr weg mochte. Außerdem kann man mit Seilbahnen (für gerade mal umgerechnet 1,50 € pro Person) noch zur riesigen Bronze-Statue auf der einen und einer Pagode mit tollen Ausblick auf die Stadt zur anderen Seite hochfahren. Also alles in allem ein wundervoller Ort mit ganz viel zu bestaunen, so dass die mit unserem Taxifahrer vereinbarten 1,5-2 Stunden Aufenthalt verflogen wie nichts und ich sehr traurig war, wieder gehen zu müssen.

 

Nachdem wir um Hafen dann einen super erfrischenden Drink in einem sehr gut gekühlten Café mit W-Lan zu uns genommen hatten – es gab frisch gepressten Orangen-Karotten-Saft und einem Houjicha-Latte (gerösteter grüner Tee laut meiner Kollegin der Tee-Expertin 😉) - begann unser Weg durch die Stadt und führte uns zu einem alten Hotel im Kolonial-Stil dem Eastern Oriental Hotel, zu einer Moschee, zu einem Hindu-Tempel (der leider geschlossen hatte) und vorbei am Straßenleben von Malaysia mit seinen vielen Garküchen und Straßenhändlern. Die Stadt ist wirklich toll zum Schlendern und bestaunen… wenn es bloß nicht so furchtbar heiß wäre, dass man im Prinzip von Schatten zu Schatten springt, um nicht komplett zu verbrennen. Unser letzter Stopp führte uns dann in ein kleines süßes indisches Tee-Café, in dem ich einen der bisher besten Tees getrunken habe. Der Name war in dem Fall Gesetz „Healthy Tee“ – ein kleines Glas mit Honig, aufgebrühtem Masala-Gewürz und Zitronensaft. Gut scharf, aber köstlich! Und man fühlte sich direkt ein wenig „gesünder“ und vor allem fitter. Und das für umgerechnet 50 Cent! 😊 Überhaupt war dieser Tag mit all seinen Erlebnissen so günstig und ich habe gerade mal ca. 12 Euro ausgegeben. Da kann man wirklich sagen, wie günstig man in Asien urlauben kann wenn man abseits der Touri-Pfade unterwegs ist!

 

Zurück auf dem Schiff reichte meine Kraft heute nur noch für eine Stretching-Stunde, die sich besonders wohltuend nach dem ganzen Laufen anfühlte, bevor eine erfrischend Dusche, ein erneut delikates Abendessen und ein „Absacker“ in der Sansibar in Form eines Weinchens und bei Live-Musik (übrigens auch ganz groß geschrieben an Bord!) meinen Abend beendeten. Man merkt eben immer wieder, wie einen die Hitze in Kombination mit Bewegung einfach ermüdet 😉

tag 10

 

Der folgende Tag war mal wieder ein Seetag und startete für mich im Gym. Man merkt übrigens immer direkt, wenn Seetag ist. Dann sind viel mehr Leute am Sport machen als an den Landgangs-Tagen wenn alle raus wollen. Jeder hat am Seetag Bewegungsdrang 😉

 

Danach folgte das Frühstück, ein Vortrag meines Kollegen über Singapur (unser nächstes Ziel) und darauffolgend suchte ich mir mit meiner Kollegin im „Belvedere“, dem Kaffee- und Tee-Café an Bord mit angeschlossener Bibliothek ein gemütliches Plätzchen um ein wenig zu arbeiten. Dieses wunderbare Plätzchen an Bord kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Gut temperiert, schön ruhig mit Klaviermusik im Hintergrund und einfach eine entspannte Atmosphäre. Wunderbar erholsam trotz „Arbeit“ 😉

 

Am Nachmittag hieß es dann wieder unterrichten! Und ich hab mich so gefreut, wieder 26 fleißige Yogis auf der Matte begrüßen zu dürfen. Es macht einfach so viel Spaß in die glücklichen Gesichter am Ende der Stunde blicken zu dürfen und so tolles Feedback zu bekommen. Ich liebe meine Berufung! Und nach dem Abendessen und einem Absacker in der Bar ging es dann mal wieder todmüde ins Bett.

tag 11

 

Leider war die Nacht diesmal irgendwie unruhig und ich startete etwas unerholt in den folgenden Tag. Deshalb gab es erst mal den stärksten Espresso auf der Kabine bevor es auf die Matte ging. Nach dem Yoga sah dann die Welt zum Glück besser aus und es ging zum stärkenden Frühstück bevor es los gehen sollte durch die große Stadt SINGAPUR – unserer Destination für die nächsten beiden Tage. Leider fing es richtig stark an zu regnen, weshalb wir unser Frühstück spontan etwas verlängerten um dann erst gegen 10:30 Uhr von Bord zu gehen. Aber das mit dem Regen ist hier wohl „normal“ und es erklärt, warum alles so schön grün hier ist, trotz der Hitze.

 

Von Bord gegangen musste man erst mal durch die Immigration, die hier in Singapur sehr streng ist und gelangte danach direkt in ein Shopping Center, von welchem aus man auf eigene Faust bestens mit der Metro (hier dem MRT) auf Erkundungstour starten konnte. Das mit dem U-Bahn-Fahren ist in Singapur wirklich einfach und selbsterklärend und auch gar nicht teuer! Man bekommt eine Einzelfahrt schon für 1,70 S$ was ungefähr 1,10 € entspricht. Da kann man nicht meckern… 😊

 

Und was noch sofort auffällt, ist wie sauber und geordnet die Stadt ist. Wüsste man nicht, dass man sich in Asien befindet, könnte man auch in jeder anderen Großstadt der Welt sein. Alles ist sauber, aufgeräumt und die Menschen sehr gesittet. Alles in allem: Sehr angenehm. Und man fühlt sich hier so sicher, dass man auch gut als Frau alleine unterwegs sein könnte!

 

Wir machten uns direkt auf den Weg nach Chinatown um den Hindu-Tempel Sri Mariamman zu sehen (der diesmal zum Glück auch geöffnet hatte!) und schauten uns auch den Zahn-Tempel (einen buddhistischen Tempel) an, bevor es wieder stark zu regnen begann und wir in ein Café flüchteten. Hier merkte man leider dann doch wie teuer die Stadt ist im Gegensatz zu unseren bisherigen Destinationen. Für einen Cappuccino mit Sojamilch und eine Limonade bezahlten wir knapp 12 S$ (ca. 8,- €).... Leider hielt der Regen länger als erhofft und weil wir nicht so viel Zeit vertrödeln wollten, bahnten wir uns unseren Weg durch den Regen zu einer von Tripadvisor empfohlenen Markthalle mit wahnsinnig vielen Streetfood-Läden mit Namen Lau Pa Sat-Market. Für mich fast schon wieder bisschen arg viel Auswahl, so dass ich mich gar nicht entscheiden konnte… Aber letztendlich wurden wir doch noch fündig und teilten uns ein Reisgericht mit 3 verschiedenen Gemüse-Beilagen für gerade mal 4S$. Unschlagbar!

 

Gut gestärkt ging es durch glücklicherweise weniger gewordenen Regen weiter Richtung Marina Bay mit dem noblen Fullerton Hotel, dem „Merlion“ als Wahrzeichen Singapurs, dem Marina Bay Sands Hotel mit dem Sky Park auf dem Dach und den Gardens by the Bay (botanischen Gärten) mit den Supertrees. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und wir verschoben den Besuch der Aussichtsplattform – dem „Sky Park“ - auf dem Dach des Hotels in 200 Metern Höhe auf den nächsten Tag. Und auch die Illumination der metallenen Supertrees ließ ich ausfallen, zu Gunsten meines Schlafes, der an dem Abend sehr notwendig sein sollte. Aber man kann ja auch nicht immer alles mitnehmen – vor allem nicht in 2 Tagen…

tag 12

 

Am nächsten Morgen startete ich gut gelaunt und fit in den nächsten Tag und freute mich auf einen weiteren Besuch dieser tollen Stadt Singapur. Nach einer Krafteinheit auf der Matte und einem stärkenden Frühstück ging es an Land mit dem ersten Ziel des Tages, der Arab Street – dem arabischen Viertel der Stadt. Mit der Metro lief der Weg wieder super easy (obwohl man irgendwie wider Erwarten das Ticket nicht mit Kreditkarte zahlen konnte…) und heute erwartete uns ein wunderschöner Tag mit nur leichter Bewölkung und dem ein oder anderen (sehr) kurzen Schauer, den man aber sehr gut bei einem Tee- oder Kaffee-Break in einem der vielen Cafés ertragen konnte 😉

 

Erster Stopp: die Sultan-Moschee im arabischen Viertel. Super groß (fasst bis ca. 5000 Menschen haben wir uns sagen lassen) und wirklich sehenswert. Sie wurde im Jahr 2015 komplett neu renoviert und sieht vor allem von außen wunderschön aus. Überhaupt das ganze Viertel mit seinen kleinen Shops (vor allem Stoffe) und Cafés ist eine wirkliche Empfehlung wenn ihr mal in der Stadt seid und im Dong Po Colonial Café in der Kandahar Street bekommt man leckeren Tee und Kaffee für sehr kleines Geld und man kann sogar selbstgemachte Marmelade und Kekse kaufen. Sehr empfehlenswert!

 

Weiter ging es vorbei an vielen weiteren Restaurants und Cafés und später an beeindruckenden Bürogebäuden bis hin zum Singapur River mit der Raffles Figur und einem schönen Blick auf die Hochhaus-Skyline. Überhaupt ist die gesamte Architektur in Singapur sehr beeindruckend. Man sieht viele moderne Gebäude mit geschwungenen Fassaden, Dachterrassen, ganz viel Grün (nicht nur am Boden sondern auch auf den Terrassen der Gebäude) und auch beim einfachen Bummeln durch die Straßen wird einem nie langweilig.

 

Der Weg führte uns weiter, vorbei wieder am riesigen Fullerton Hotel mit seinen vielen dazu gehörigen Gebäuden, rund um die Marina Bay bis erneut am Marina Bay Shopping Center ankamen. Ziemlich kaputt vom vielen Laufen (die 10.000 Schritte waren schon lange geschafft) suchten wir nach einem kleinen aber gesunden Snack für Zwischendurch und wurden fündig! 😊 Super leckeres und praktisches Sushi TO GO. Ein übergroßes Maki-Dreieck (Onigiri) mit Fisch-Füllung zum „aus der Hand essen“ als Alternative zum „deutschen“ belegten Brötchen. Ich will so was in Deutschland!!!!

 

Gut gestärkt ging es dann auf einen zweiten Versuch ins Marina Bay Sands Hotel und diesmal spielte das Wetter mit, so dass wir auf die Aussichtsplattform fahren konnten. Hier ist zu empfehlen, nicht den Aufzug zur Besucher-Plattform zu nehmen, der 23 S$ kostet, man hierfür aber NUR zur Plattform kommt, sondern zum Reservation Desk in Tower 3 zu gehen und dort Tickets für die Fahrt zu den Bars zu buchen. Diese kosten zwar 20 S$ pro Person, man bekommt aber gleichzeitig einen Voucher für die Bars über denselben Betrag, den man dann verkonsumieren kann! Guter Deal! So ging es nun rauf in den 57. Stock und was uns oben erwartete war wirklich sehenswert: Ein wunderbarer Blick über die ganze Stadt und ein tolles Panorama (auch wenn der Himmel schon wieder ziemlich verhangen war…). Oben gibt es 2 Bars. Eine serviert nur Kaltgetränke und Speisen, die andere auch Heißgetränke und der Innenraum ist ausschließlich für Dining-Gäste vorgesehen.

 

Wir entschieden uns für die Bar MIT Heißgetränken und wollten gerade bestellen, als uns mitgeteilt wurde, dass der Außenbereich leider schließt auf Grund des Regens. Daher ging es für uns in die Bar in der wir dann die teuersten Getränke und die teuerste Portion Pommes unseres Lebens bestellten (10 S$ pro alkoholfreies Getränk und 16S$ für die Pommes – insgesamt umgerechnet ca. 25 €!!!). Aber bezahlt hatten wir ja sowieso… also konnte man auch mal so teures Zeug bestellen 😉

 

Schnell verging die Zeit bei einem so tollen Ausblick und wir machten uns auf den Weg zurück zum Schiff mit Zwischenstopp in der Mall direkt am Anleger. Hier gab es nämlich zum Glück endlich mal vernünftiges W-Lan (ganz im Gegensatz zu dem W-Lan an Bord) und ich konnte die Zeit bei einem Chai-Tee-Latte dazu nutzen den ersten Teil meines Reiseblogs ENDLICH auf den Weg zu bringen. Juhu!!!! 

 

Um 17:30 Uhr hieß es dann für alle Gäste wieder an Bord zu sein und wir verließen diese wunderbare Stadt Singapur mit Kurs auf Indonesien. Fazit: Singapur ist eine sichere und wunderbar aufgeräumte und saubere Stadt, in der ich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht zum letzten Mal gewesen sein werde! 😊

 

Nachdem wir an Land keine wirklich ansprechenden Dim Sum gefunden hatten, hielt nun das Abendessen glücklicherweise welche für uns bereit und auch der Rest des Essens war wie immer grandios. Vor allem haben es mir die selbstgemachten Pralinen angetan, die es jeden Abend auf dem Buffet gibt und die so wunderbar zu meinem Espresso passen! Hier muss man echt aufpassen, dass man nicht kugelrund von Bord rollt!!! 😊 Beendet wurde der Abend mit einem Auftritt unserer Bord-Band zum Thema Soul und nach einem Weinchen und mit dem Seegang ließ sich mal wieder prima schlafen und wir bekamen sogar diesmal eine Stunde auf Grund von Zeitumstellung geschenkt! Das ist doch mal was 😊

 

Nun steht „nur noch“ Indonesien und Bali auf dem Programm der Route und dann heißt es bald schon wieder Abschied nehmen…. Aber bis dahin werde ich euch noch über alles auf dem Laufenden halten und freue mich nun erst mal auf einen Tag auf See und damit auf eine weitere Yogastunde mit meinen treuen Yogis hier!

 

Ganz liebe Grüße und ich schicke euch allen ein wenig Sonne, denn davon haben wir hier nun wirklich mehr als genug 😉

 

Bis zum 3. Teil meiner Reise und viel Freude weiterhin beim Lesen!