Neues Lieblings-Yoga-Hilfsmittel: Blöcke!

Hallo meine lieben Yogis!

 

Diesmal war es mir ein Anliegen, mal einen Blog-Beitrag für euch zu verfassen, der sich nicht um meine Reisen dreht, sondern um meine reguläre Yoga-Praxis hier zu Hause. Denn auch wenn die Reise schon wieder kurz bevorsteht, gibt es auch immer News rund um Yoga aus meinem Yoga-Alltag, an denen ich euch nun gerne öfter teilhaben lassen möchte! 😊

 

Wer regelmäßig meine Kurse in Ockstadt oder Bad Homburg besucht, konnte vielleicht feststellen, dass ich in letzter Zeit oft (bzw. öfter als in der Vergangenheit) mit Blöcken als Hilfsmittel arbeite. Das liegt daran, dass ich vor Kurzem meine Liebe zu diesen einfachen und dennoch so effektiven kleinen Helferlein für die Yogastunde entdeckt habe! 😉

 

Und nun ist es mir ein Anliegen euch an dieser neu entfachten Liebe teilhaben zu lassen, euch ein wenig die Arbeit mit Blöcken näher zu bringen und schmackhaft zu machen, um auch eure Praxis zu Hause eventuell wieder ein wenig aufzupeppen!

 

Ehrlich gesagt, ging es mir zu Beginn meiner Yogapraxis lange Zeit so, wie wahrscheinlich den meisten Yogis – zumindest mache ich diese Erfahrung immer wieder in den Kursen – dass man denkt: „Blöcke sind doch nur was für Anfänger“… „brauche ich nicht“… „was soll ich damit anfangen“… etc.

Aber weit gefehlt! Blöcke sind absolut nicht nur etwas für Anfänger, sondern sie können auch bei fortgeschrittenen Yogis die Praxis um ein Vielfaches bereichern und durch Variationen von Asanas die Yogapraxis immer wieder abwechslungsreich und herausfordernd gestalten.

Natürlich sind Blöcke nach wie vor allem für Yoga-Starter empfehlenswert, sei es als „Armverlängerung“ bei Vorwärtsbeugen oder z.B. im seitlichen Winkel. Sei es zum darauf Sitzen, so dass die Wirbelsäule leichter aufgerichtet werden kann oder als Stabilisierung in „wackeligen“ Asanas. Aber auch „Profis“ können wie gesagt von der gezielten Nutzung von Blöcken auf der Matte profitieren! Und hier gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, wovon ich euch ein paar gerne hier aufzeigen möchte, die ihr sehr einfach in eure Yogapraxis integrieren könnt, um entweder Asanas zu variieren, zu intensivieren oder einfach um besser und angenehmer in Dehnungen sinken zu können. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und hier sind wie gesagt nur ein paar wenige (meine favorisierten 😉) Ideen für euch!

 

Kurz zu den Blöcken an sich:

Es gibt nicht so wirklich viel zu beachten bei der Wahl der Blöcke. Die einzige Wahlmöglichkeit, die sich dir bietet ist die Wahl des Materials. Hier gibt es entweder Blöcke aus Kork oder aus Hartschaum, wobei ich die Variante aus Hartschaum präferiere, wofür es allerdings keinen besonderen Grund gibt. Einfach so! 😁 Außerdem gibt es noch die Wahl zwischen schmaleren und dickeren Blöcken, wobei ich mich hier auf keine grundsätzliche Präferenz festlegen möchte, da beide ihre Vor- und Nachteile haben. Deshalb habe ich z.B. im Bad Homburger Studio bei karmaworks YOGA&MORE (www.karma-works.de) auch beide Varianten für die Teilnehmer im Angebot.

Meine aktuellen Blöcke habe ich diesmal bei Gorilla Sports bestellt (www.gorillasports.de). Ein Shop für Fitness-Zubehör, der aber auch Yoga Equipment verkauft mit Sitz ganz in der Nähe (Ober-Ramstadt) für kurze Lieferwege 👍 Ich habe diesmal die etwas breitere Variante gewählt, da ich festgestellt habe, dass für mich die Breite gerade in bestimmten Asanas sich einfach angenehmer anfühlt. Aber das ist wie bereits gesagt echt Geschmackssache! 

Nun aber wie versprochen zu den Asanas! Was du nun mit deinen neuen „Babies“ so anfangen kannst:

 

Meditationssitz:

Einen besonders tollen Tipp habe ich vor kurzem von meiner lieben Kollegin Rebecca Vasquez erhalten, deren Stunden ich euch übrigens wärmstens empfehlen kann. Und auch von ihrem Yoga-Schmuck von Om Devi Design (www.om-devi-design.de) bin ich großer Fan und lade sie auch deshalb immer wieder gerne für Specials und den Tag der offenen Tür ins Bad Homburger Studio ein! ❤

Ihr kennt vielleicht die Variante im Schneider- oder Lotus-Sitz einen Block unter dem Gesäß zu platzieren, um aufrechter sitzen zu können. Das ist auch nach wie vor eine tolle Variante, vor allem für Yogi-Starter und Yogis mit „enger“ Hüfte oder stark verkürzter Beinrückseite, um sich besser aus dem Becken heraus aufrichten zu können. Aber hier nun noch die verbesserte Variante:

Ihr platziert den Block mit einer Ecke direkt unter euren Steißbein. Das fühlt sich zunächst vielleicht ein bisschen komisch an, aber wenn du erst mal die richtige Position für deinen Block gefunden hast, ist es herrlich. Diese Variante erleichtert dir das lange Sitzen in deiner Meditation oder bringt einfach mal wieder mehr Qualität in deinen Schneider- oder Lotussitz. Und darum geht es uns ja, mehr Qualität in die Asanas zu bringen! 😉

Mini-Warrior / Low Lunge:

Eine weitere Bereicherung und Intensivierung der Asana bieten euch die Blöcke im Mini-Warrior oder Low-Lunge (je nachdem, wie du es nennen möchtest).

Sie helfen dir in der Bewegung/Mobilisierung dabei den Rücken gerade zu halten und so orthopädisch gesünder zu arbeiten. Aber auch in der Dehnung an sich geben sie dir die Möglichkeit Variationen auszuprobieren.

Hier kann man z.B. in der Dehnung die Unterarme ablegen und so noch tiefer in die Dehnung des Hüftbeugers zu sinken. Durch die Unterstützung unter den Unterarmen, kannst du deinen Oberkörper weiter nach vorne schieben ohne den Rücken zu krümmen und damit auch hier wieder mehr Qualität für deine Asana heraus holen.

Taube:

Auch in der Taube können dir deine Blöcke einen wunderbaren Support geben, wenn du einen (oder auch beide) Blöcke dafür nutzt, um ganz individuell die Hüftseite zu unterstützen, zu der du gefühlt tendierst zu kippen.

Vielleicht hast du schon mal in deiner Taube festgestellt, dass sie sich irgendwie „schief“ anfühlt. Meist ist diese Wahrnehmung ganz intuitiv richtig und führt so direkt zu einer Verschiebung / Krümmung der Wirbelsäule, die wir ja eigentlich nicht begünstigen möchten, sondern ganz im Gegenteil: auch in der Taube sollte deine Wirbelsäule lang und gerade ausgerichtet sein.

Indem du also einen oder auch beide Blöcke unter genau die Hüfte legst (gerne mit einer Ecke, wenn der Block zu dick ist), die droht zur Seite zur Kippen, oder aber auch beide Hüftseiten unterstützt, wenn du zwar sehr parallel zum Boden ausgerichtet bist, aber deine Hüften noch einen sehr großen Abstand zum Boden haben, kannst du deine Taube für dich individuell optimieren, deinen Rücken und deine Wirbelsäule verlängern und die Dehnung dadurch besser spürbar werden lassen. 😉

Unterstützter Schulterstand:

Die, die mich - und meinen Unterricht - kennen, wissen, dass ich normalerweise keinen Schulterstand unterrichte, da einfach bei den meisten Yogis, die Schulteröffnung nicht ausreichend gegeben ist und damit der klassische Schulterstand einen zu hohen Druck auf die Halswirbelsäule ausüben würde.

Aber dennoch habe ich in letzter Zeit feststellen müssen, dass ich nicht komplett auf die positiven Aspekte eines Schulterstands auf Dauer verzichten möchte.

Und hier ist sie nun, die „gefahrenfreie“ Variante des Schulterstandes mit Unterstützung eines Blocks oder von zwei Blöcken! 😉

Ausgangspunkt ist die Schulterbrücke. Hier legst du dir einen Block hochkant oder wenn es zu „kippelig“ ist, zwei Blöcke übereinander genau unter dein Kreuzbein (die Stelle am Ende der Wirbelsäule, die sich anfühlt wie eine Platte) und gibst dann dein Gewicht an den Block/die Blöcke ab. Hier spürst du direkt schon mal die angenehme Druckmassage auf deinem Kreuzbein. Um auch noch die anderen positiven Wirkungen der Umkehrhaltung erleben zu dürfen, löst du nun deine Füße von der Matte und streckst beide Beine nach oben zu Decke. Die Beine müssen hierbei nicht komplett gestreckt sein. Bleib einfach dort für einige tiefe Atemzüge, lass das Blut wieder Richtung Herz fließen, entlaste somit deinen Kreislauf und genieße das wunderbare Gefühl von Herz über Kopf! 💕

Savasana:

Und auch für Savasana gibt es eine tolle Variante um komplett ohne Anspannung und Belastung eine wunderbare Herzöffnung genießen zu dürfen.

Dafür platzierst du einen der beiden Blöcke quer auf der Matte. Hier dürfen sich nun in der Rückenlage deine Schultern ablegen. Deinen zweiten Block platzierst du nun hochkant unter deinem Hinterkopf. Deine Beine kannst du entweder gestreckt ablegen oder in die Schmetterlings-Haltung bringen (beide Fußsohlen zusammen/Knie nach außen) je nachdem, was sich für dich gut anfühlt. Und dann darfst du wieder komplett Gewicht an die Blöcke abgeben, dich fallen lassen und dein Savasana mit dieser passiven und dennoch intensiven Herzöffnung genießen.

Am Ende deiner Endentspannung nimm dir Zeit die Blöcke zu entfernen und deinen Rücken nochmal komplett flach auf die Matte zu legen und hier noch für ein paar Atemzüge nachzuspüren bevor du dich aufrichtest. Das Gefühl ist einfach unbeschreiblich, wenn dein oberer Rücken dann komplett entspannt in die Matte sinken kann! 😍

So, das war’s von meiner neuen Liebe: Der Arbeit mit Blöcken.

Ich wünsche dir viel Spaß beim „Nachmachen“ und wenn du noch Blöcke brauchst kannst du Sie ja auch ganz unkompliziert bei Gorilla Sports auf der Homepage unter www.gorillasports.de/yoga-block bestellen.

 

Namasté und bis zum nächsten Blog-Beitrag

Eure Julia