Von Auckland Neuseeland nach Melbourne Australien - Yoga auf hoher See - Teil 2

Willkommen zurück zu meinem Reiseblog als Yogalehrerin an Bord der MS Europa auf meinem Weg von Auckland Neuseeland nach Melbourne Australien!

 

Am nächsten Tag meiner Reise erwartete uns nach diesem einen wolkigen und leicht nieseligen Tag in Wellington nun wieder strahlender Sonnenschein und die Ziele Kaiteriteri sowie Nelson.

Ja, richtig gelesen! 2 Ziele an einem Tag 😉 Wobei Kaiteriteri nicht so wirklich ein Stopp für uns war, da hier ausschließlich die Gäste von Bord durften, die auch einen Ausflug gebucht hatten. Für uns hieß es dann: erst Landgang ab Nelson. Aber die zusätzliche freie Zeit an Bord konnte ich gut nutzen, um ein bisschen was zu arbeiten. Mails zu beantworten und für euch weiter an meinem Blog zu schreiben 😊

Nachdem wir noch einen Happen zu Mittag an Bord genossen hatten (es gab Sushi!) gingen wir dann in Nelson von Bord um das Städtchen anzuschauen. Wir erwarteten schon nicht so sehr viel und auf der Ausflugsbroschüre wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Geschäfte gegen 16 Uhr schließen würden. Aber das, was uns erwartete, war noch leider weniger als gedacht… 🙈

Das Städtchen war zwar ganz nett angelegt und auch die Kathedrale mit dem umliegenden kleinen Park war sehr schön, aber sonst gab es leider wirklich nichts. Und nicht nur, dass die Geschäfte geschlossen hatten obwohl es erst halb 3 war, sondern sogar die Cafés waren nahezu alle geschlossen oder gerade am schließen. Deshalb entschlossen wir uns nach einem kleinen Spaziergang wieder für den Weg zurück zum Schiff und genossen lieber noch einen Kaffee in einer Bar am Hafen.

Abends ging es dann mit unseren lieben Kollegen von den Streichern zunächst zu einem schönen und wie immer leckeren Abendessen, bevor Alex und ich die Show meines Künstler-Kollegens dem prämierten Magier Wolfgang Moser aus Wien besuchten.

Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut! Bei Zauberei werde ich ja wieder zum Kind! 🤩 Und wir wurden auch nicht enttäuscht, sondern durften ein paar wirklich fantastische und unglaubliche Tricks bestaunen! Ich freue mich jetzt schon auf die zweite Show zum Ende der Reise!!!! Also mal wieder eine Empfehlung an euch: wenn ihr die Chance habt Wolfgang zu sehen, unbedingt wahrnehmen!

Leider endete der Abend für mich diesmal mit starken Magenschmerzen und ich war froh nach der Show dann im Bett zu liegen!

Zum Glück verlief die nächtliche Überfahrt sehr ruhig und ich konnte die Nacht erstaunlich gut schlafen und mein Magen konnte sich erholen. Außerdem stand am nächsten Morgen ausnahmsweise mal kein Kurs auf dem Programm, so dass auch ich mal etwas länger schlafen durfte. Herrlich!

Leider verpassten wir so die Einfahrt in den „Fjord“ nach Picton… unserer heutigen Destination. Aber der Plan war schnell beschlossen, die Ausfahrt am Abend dann dafür an Deck zu genießen. Denn was man gar nicht so auf dem Schirm hat, wenn man an Neuseeland denkt, sind die vielen „Sounds“ wie sie hier heißen, die vergleichbar sind mit den Norwegischen Fjorden.

Nach einem späten Frühstück gingen wir dann auch in Picton vom Schiff um das kleine Städtchen zu erkunden und waren diesmal begeistert. Uns erwartet eine tolle Hafenpromenade, eine schöne Marina, die zum Umherspazieren einlud und zwei kleine Einkaufsstraßen mit Cafés und Bars. Ein toller kleiner Ausflugsort, der wohl besonders als Ausgangspunkt für Hiker auf dem „Queen Charotte Track“ dient, aber auch gerade bei Backpackern sehr beliebt ist und daher auch einen besonderen (weil entspannten) Flair versprüht.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das Städtchen und entlang der Marina, traten wir auch schon den Rückweg zum Schiff an, um erstens noch etwas vom Lunch zu ergattern aber in erster Linie, weil es meinem Magen noch immer nicht so wirklich wohl war… Trotzdem genossen wir wie immer die durchweg fabelhafte Qualität der Speisen an Bord! Danach hieß es ein wenig zu arbeiten, bevor ich mich dann mit meinem Buch an Deck begeben habe, um die Aussicht während des Auslaufens aus diesem wunderbaren „Fjord“ zu genießen. Und das war wirklich wunderbar anzuschauen! 😍 So einen tollen Ausblick erlebt man selten und ich empfinde besonders die Ruhe während der Fahrt an Deck als unglaublich wohltuend und erdend!

Am Abend traten dann nach dem Abendessen das erste Mal meine lieben Kollegen von „The Tap Pack“ auf. Vier wahnsinnig nette und talentierte Jungs aus Australien, die eine tolle Show-Kombination aus Stepptanz und Gesang präsentieren angelehnt an das weltbekannte „Rat Pack“. Absolut sehenswert und super unterhaltsam! 👍 (Wenn nur die Shows nicht immer so super spät anfangen würden… )

Danach ging es für uns todmüde und auf direktem Wege ins Bett!

Am nächsten Morgen wurden wir mal wieder etwas unsanft mit dem Alarm-Ton für Durchsagen geweckt, da wohl an jedem Hafen die Durchsage getätigt werden MUSS, dass keine Lebensmittel und Pflanzen mit an Land genommen werden dürfen, bevor irgendjemand von Bord gehen darf… 🙈 Oh mann….

Na ja, einmal wach, kann man ja auch Yoga machen, bevor man frühstücken geht! 😉 Und auch wenn mein Magen tatsächlich immer noch ein wenig „unrund“ lief, ging es mir wie immer besser nach meiner Praxis und ich konnte auch das Frühstück wieder genießen!

Danach ging es an Land und mit dem Shuttle-Bus in die schöne Stadt Christchurch. Shuttlebus deshalb, weil wir in Lyttleton im Hafen lagen und man diesmal ca. 20 Minuten mit dem Bus in die Stadt fahren musste. Aber der Weg sollte sich lohnen. Uns erwartete eine tolle Stadt und allen voran zunächst einmal direkt an unserem Bus-Stopp der Botanische Garten der Stadt.

Eine wundervoll angelegte Parkanlage mit Kräuter- und Gemüsegarten, dem „New Zealand“ Garden (mit heimischen Pflanzen fast schon bisschen Urwald-mäßig), einem Rosengarten, Conservatories mit verschiedenen Schwerpunkten wie z.B. Kakteen oder fleischfressenden Pflanzen (!). Außerdem gab es ein tolles Café mitten im Park, wo man einen Kaffee im Schatten genießen konnte (die Sonne hier in Neuseeland darf man echt nicht unterschätzen!), zwar etwas teuer, aber dafür lecker und von einer örtlichen Kaffee-Rösterei 😊 Und zu guter letzt ist auch noch das Canterbury Museum angeschlossen, in dem man die Geschichte Neuseelands bestaunen kann.

Und auch neben dem Botanischen Garten hat die Stadt so einiges zu bieten. Da viele Gebäude beim letzten großen Erdbeben 2011 zerstört wurden bzw. nicht mehr bewohnbar sind, findet man neben leer stehenden alten Gebäuden, die gestützt werden müssen auch viele Neubauten und es bietet sich einem ein interessantes Stadtbild, das zum Bummeln einlädt. Außerdem fährt eine kleine bahn durch die Stadt (ähnlich einem Cable Car in San Francisco) und ein Kanal schlängelt sich durch die Innenstadt, den man sogar mit einer Gondoliere befahren kann! Sehr idyllisch.

Für unsere Lunchpause wurden wir auch wieder fündig und zwar diesmal an einem Food-Truck namens „herba gourmet“ mit tollen und super-leckeren Speisen, die man allesamt auch glutenfrei und vegan bestellen konnte! Wie schön! 😍

Für Alex gab es ein Falafel-Sandwich glutenfrei mit extra Avocado und für mich Falafel mit hausgemachtem Dip, Kräuter-Rote-Beete-Salat und Avocado! So so lecker! Also falls es euch irgendwann mal nach Christchurch verschlägt (ich weiß… sehr unwahrscheinlich…) aber trotzdem: unbedingt hingehen!

Auf dem Rückweg zum Bus legten wir noch – wenn auch ungeplant – einen Stopp im Canterbury Museum am Eingang zum Botanischen Garten eingelegt. Warum ungeplant? Weil uns unser Shuttle-Bus einfach vor der Nase weggefahren ist! Und das auch noch 5 Minuten vor der geplanten Abfahrzeit… Na ja, zum Glück war es nicht der letzte des Tages! Und ein Zwischenfall muss ja auch immer bei uns sein. Wäre ja sonst langweilig! 😜

Nach einem gemütlichen Abendessen mit Jane und ihrem Mann ging es diesmal für uns zeitig ins Bett um mal etwas „ausschlafen“ zu können, und da wir über Nacht in Lyttleton blieben, war die Nacht auch sehr ruhig und angenehm!

Am nächsten Morgen klingelte dann wieder der Wecker früh, da für die Gäste um 7:30 Uhr Yoga auf dem Plan stand. Leider kamen wie gehabt sehr wenige Teilnehmer… aber mit den paar die kamen, durfte ich eine schöne Basics-Stunde verbringen. Danach hieß es dann Frühstücken gehen um dann das Schiff noch einmal zu verlassen und mit dem Shuttle nach Christchurch zu fahren. Vor Ort nahmen wir dann den „local bus“ um in ein kleines Wildlife Reserve zu fahren, das etwas außerhalb von Christchurch liegt. Um dorthin zu gelangen kann man zwar auch ein Taxi nehmen, jedoch ist der Bus die weitaus preisgünstigere Variante (und ja auch irgendwie cool, ein bisschen reelles Leben zu er-leben!). Leider war es auch die weitaus zeitintensivere, wie wir feststellen mussten… denn wir mussten einmal umsteigen und der zweite Bus fährt leider nur alle Stunde einmal (was wir natürlich nicht vorher wussten) was dann zur Folge hatte, dass wir eine halbe Stunde an der Bushaltestelle irgendwo im nirgendwo verbringen durften 😒 

Endlich angekommen, erwartete uns ein süßer kleiner Tierpark namens „Willowbanks“ mit Tieren zum Anfassen, Füttern und erleben. Wirklich schön angelegt und außerdem wird sich hier toll um Vögel gekümmert, die nicht mehr fliegen können und es wird der Fortbestand von bedrohten Tierarten z.B. des Kiwis sichergestellt. Und auch wenn der Eintritt mit 32 NZ$ pro Person nicht gerade günstig war, so hatte man dennoch das Gefühl, wenigstens etwas Sinnvolles zu unterstützen!

Ich war auf jeden fall begeistert, einmal in meinem Leben Aale zu füttern (wir kamen zufällig zur Fütterungszeit! 😍) und einmal Kiwis (zwar im Dunklen – aber immerhin) zu sehen! Schon allein dafür hat sich der Ausflug gelohnt. Und auch der restliche Park war zwar nicht besonders spektakulär, aber schön angelegt und wir genossen die gut 2 Stunden vor Ort in vollen Zügen! Für den Weg zurück war der Plan sich ein Taxi mit den Klassik-Kollegen (die wir spontan vor Ort getroffen haben) zu teilen. Als dieses leider nicht wie verabredet/bestellt erschienen ist, wurden wir als Entschädigung tatsächlich mit einem privaten Shuttle des Parks zurück in die Stadt gebracht. Super Service und super lieb und hilfsbereit von den Mitarbeitern!!!

Zurück in der Stadt gab es für uns noch einen kleinen Snack bei „Zen“, einem Sushi Restaurant mit wahnsinnig nettem Personal, das auch meine Wünsche bezüglich glutenfrei und ohne Zucker gerne berücksichtigten. So gab es für mich eine Miso-Suppe und Edamame und für Alex Maki-Rolls mit Lachs und Avocado! Perfekter Snack für Zwischendurch! (Leider musste ich danach feststellen, dass wohl Glutamat in der Misosuppe drin gewesen sein muss… 😢… nicht so schön…)

Nachdem mein Magen sich wieder etwas beruhigt hatte und ich ein wenig gearbeitet hatte, während mein lieber Mann ein kleines Schläfchen gehalten hat, machten wir uns schick. Denn heute stand mal wieder Erlebniskochen im Lido Café auf dem Plan und wir hatten uns deshalb mit meinen Streicher Kollegen verabredet statt dessen ins Europa Restaurant zu gehen. Davor waren wir aber zu einer privaten Führung auf der Brücke eingeladen, wo die liebe Beate (Sicherheitsoffizierin hier an Bord) uns ganz exklusiv ihren Arbeitsplatz gezeigt und alles für uns erklärt hat. Super spannend!

Danach ging es wie gesagt ins Europa Restaurant zu einem schicken gesetzten Dinner mit tollem Wein und - wie immer – super leckerem Essen! Für mich diesmal: Salat mit Mais, gegrilltem grünem Spargel und Granatapfel zur Vorspeise und Bohnenmus mit Kürbis und „Popkorn“ zum Hauptgang. Alex bestellte sich einen Salat Rivera mit Ziegenkäse als Starter, dann eine Linguine Salsiccia als Zwischengericht, gefolgt von einem Pflaumen-Zimt-Sorbet zum Neutralisieren. Als Hauptgang gab es dann Rinderfilet und getoppt wurde das Menü mit einem lauwarmen Schokoladenkuchen! So sind halt die Unterschiede 😜

Da heute „nur“ Kino auf dem Plan stand, entschieden wir uns auch heute den Abend entspannt auf unserer Kabine ausklingen zu lassen! Urlaub halt 😉

Am nächsten Morgen landeten wir in Dunedin an, unserem nächsten Stopp dieser Reise. Dunedin ist wohl eine der am besten erhaltenen Viktorianischen und Edwardianischen Städte der Südhalbkugel und wir waren gespannt was uns wohl erwarten sollte. Nach einer Stunde auf der Matte sowie unserem Frühstück und meinem ersten Dreh für das Bord-TV (kleines Interview über was ich eigentlich hier so mache 😜)

gingen wir dann an Land um mit dem Shuttle von unserem Liegeplatz in Port Chalmers nach Dunedin gebracht zu werden.

Bus Stopp war direkt am Octagon, dem Zentrum der Stadt, von wo aus wir unseren Weg zunächst mal Richtung Botanischen Garten wählten. Auf dem Weg dorthin über die Haupt-Einkaufsstraße fand ich einen tollen Laden namens „Chatime“ mit einer tollen Auswahl an „Milk-Teas“. Und das beste daran: Zubereitet werden alle Classic-Milk-Teas mit Coconut-Milk und ohne Zusatz von Zucker! 😍 Ich entschied mich für einen klassischen Oolong in der heißen Variante, da das Wetter mal ausnahmsweise nicht so perfekt war, wie die letzten Tage. Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, dass wir wahnsinnig Glück bislang hatten mit dem Wetter! Mal schauen wie es weiter so wird.

Nach etwas Sucherei war dann auch der Botanische Garten gefunden, der leider nicht mit dem in Christchurch mithalten kann… Danach wählten wir unseren Weg durch das College-Gelände des "University of Ontago", welches hier wirklich sehr sehr groß ist. Auf dem Rückweg zum Octagon machten wir noch Halt in einer Mall, um uns bei „Tank“ (einer Kette für frische Säfte und healthy paleo food) noch etwas zu essen zu holen, bevor es dann wieder Richtung Schiff ging. Final kann man sagen, dass auch hier wieder galt: Wenn man keinen Ausflug gebucht hatte, oder kein Golf spielt, ist Dunedin nicht wirklich sehenswert… leider….! 😌

Nachdem mein Kurs leider ausgefallen ist, da nicht ausreichend Anmeldungen zustande gekommen waren, nutzten wir die Zeit um noch ein wenig zu relaxen und ich konnte ein bisschen was weg arbeiten, bevor wir zum Abendessen ins Lido Café aufbrachen. Und nach dem Abendessen stand die zweite Show unserer Australischen Jungs – dem „The Tap Pack“ auf dem Plan, die ich unbedingt wieder sehen wollte. Und was soll ich sagen, das wach halten hat sich mal wieder gelohnt! Denn die zweite Show war noch besser als die erste. 👍 Tolle Gesangsleistung und noch besserer Stepptanz!

Am nächsten Morgen dann setzten wir den Anker vor Steward Island, einer der Inseln an der Südspitze Neuseelands und eigentlich malerisch anzuschauen… wäre da nicht der strömende Regen gewesen, der uns am Morgen begrüßte….

Aber der Regen hatte auch etwas Gutes: Nach meiner eigenen Praxis auf der Matte gingen wir zu einem späten Frühstück, bei dem uns dann tatsächlich ein Gäste-Paar ansprach, die aus Bad Nauheim kommen. Verrückt, oder?!?! Wie kleine die Welt doch ist. Und spontan haben die Dame und ihre mitreisende Freundin Personal Training bei mir gebucht. Endlich fühlte ich mich wieder „gebraucht“ hier an Bord und habe die Stunde mit den beiden sehr genossen!

Und auch die Sonne kam tatsächlich währenddessen wieder raus, so dass wir nach dem „arbeiten“ doch nochmal per Tender-Boot an Land gehen konnten! Und es hat sich gelohnt, kann ich euch berichten. Steward Island ist eine wundervolle kleine Insel, die kaum besiedelt ist, aber dafür ganz viel tolle Natur im Angebot hat. Auf Grund der begrenzten Zeit, war leider keine große Wanderung für uns drin… Daher entschieden wir uns statt mit dem Shuttle in die Stadt zu fahren, dorthin zu laufen, auch wenn die Straßen auf der Insel ganz schön steil sind! Ein kleiner Umweg führte uns zum Observation Rock mit einem grandiosen Ausblick über die Küste und auf unsere MS Europa vor Anker. Weiter ging es dann – genauso steil wie es hoch ging – auch wieder herunten bis in das kleine Städtchen Oban, in dem 350 der insgesamt 450 Einwohner von Steward Island leben. 😁

Hier gibt es neben einem Touristen Center unter anderem 3 kleine Cafés, ein Hotel, eine Backpacker Unterkunft ein kleines Museum und einen Supermarkt, in dem man wirklich ALLES kaufen kann. Um das Städtchen zu besichtigen benötigten wir ca. 15 Minuten und dann kehrten wir in eines der 3 Cafés ein. Wir wählten hier eines von zwei, die geöffnet hatten und das, was uns am besten gefiel, weil leicht alternativ und daher keine Gäste vom Schiff als Gäste 😉! Die „Kiwi French Crèperie“. Zwar bisschen teuer (16NZ$ für 2 Latte Macchiato … mit so wenig Konkurrenz kann man’s ja nehmen) aber total süß und vor allem mit Soja- und Mandelmilch im Angebot. Und siehe da, kaum saßen wir dort, kam die halbe Crew dazu! Wir sollten bald mal Provision für unsere Empfehlungen bekommen! 😇

So wurden wir auch unsere letzten Neuseeland-Dollar los und nachdem wir noch einen Happen zum späten Lunch im Supermarkt besorgt hatten (Reiskräcker und Hummus) traten wir den Rückweg zum Tender an. Diesmal über einen kleinen „Umweg“ über einen wundervollen Wanderweg quer durch den (Ur-)Wald. Super schön und überhaupt, wenn ihr mal auf die Insel kommt, solltet ihr unbedingt wandern gehen, denn es gibt so viele tolle und bestens ausgeschilderte Wanderwege von unter einer Stunde bis zu 11 Tagen!

Zurück auf dem Schiff unterrichtete ich noch einen Kurs und dann ging es ab zum Abendessen. Heute mal wieder ins Europa Restaurant, da ich mir das gewünscht hatte 😉 Das Essen war wie gewohnt fantastisch.

Leider konnte Alex es nicht wirklich genießen, da uns – nachdem wir abgelegt hatten – heute das erste Mal ein etwas heftigerer Seegang erwartete, der bei ihm zu Schweißausbrüchen und starker Übelkeit führte. Das Essen hielt er noch tapfer für mich durch (auch wenn er nicht komplett aufessen konnte) aber danach musste er sich auf der Kabine leider übergeben… 😥

Ich ließ dementsprechend den Abend dann auch auf der Kabine ausklingen und hatte zum Glück keine Probleme bis auf eine unruhige Nacht auf Grund der starken Schiffsbewegungen. Das macht mir dann auch immer zu schaffen, muss ich sagen. Aber das kenne ich ja noch von der letzten Reise! (Und außerdem hatte man uns ja schon vor der Tasmanischen See gewarnt!)

Am nächsten Morgen dann fuhren wir auf unserem Weg nach Tasmanien (der 3 Tage dauern sollte) ab 8 Uhr in den Thompson Sound ein und genossen daher wieder eine ruhige See und tolle Aussichten auf diesen tollen Fjord, der wie alle anderen Fjorde den vorzeitlichen Gletschern zu verdanken ist. Diese ruhige Zeit nutze ich für eine Stunde auf der Matte und ein ausgiebiges Frühstück, zu dem nun auch Alex wieder Appetit hatte!

Danach hieß es für mich arbeiten! 3 Personal Training und ein Kurs standen auf dem Plan mit ein klein wenig Zeit für Lunch. Zum Glück war es auch zum Mittagessen wieder ruhig, so dass Alex essen konnte, denn auf dem Weg zwischendurch konnte man schon spüren, was uns die nächsten Tage erwarten würde. Denn zwischen Thompson Sound und Breaksea & Dusky Sound ging es für ein paar Seemeilen über die offene See und es wurde mal wieder ganz schön schaukelig… was einem das Arbeiten nicht gerade erleichtert.

Dafür war die Fahrt durch diese beiden Sounds wieder umso ruhiger und schöner! Auch vom Ausblick her!

Und dann gegen 16 Uhr ging es wieder raus auf’s Meer und die Ruhe war vorbei. Alex wanderte auf direktem Wege wieder ins Bett und auch mein Magen mochte die Wellen diesmal so gar nicht, weshalb ich froh war, dass der Kurs ausfiel und ich einfach ein wenig Zeit auf Kabine verbringen konnte. Und dann traf es auch mich! Volle Breitseite! 🤢

Und ich musste mich tatsächlich das erste Mal übergeben. Aber zum Glück war es direkt danach besser mit der Übelkeit. Trotzdem entschied ich mich, auf der Kabine zu bleiben und ließ mir nur glutenfreies Brot und etwas Butter bringen, so dass mein Magen was zu tun hatte. Und nachdem ich noch etwas gelesen hatte, fiel ich auf Grund der wahnsinnigen Schiffsbewegungen in einen mehr als unruhigen Schlaf… 😵

Und so endet nun auch der zweite Teil meines Reiseberichts… diesmal leider nicht so rosig… aber auch das bringt eine Schiffsreise so mit sich und man hatte mich ja auch schon gewarnt, dass vor allem die Überfahrt auf der Tasmanischen See oft sehr „holprig“ ist. Und das kann ich nur zu 100% bestätigen! 😱