Von Auckland Neuseeland nach Melbourne Australien - Yoga auf hoher See - Teil 2

Willkommen zurĂŒck zu meinem Reiseblog als Yogalehrerin an Bord der MS Europa auf meinem Weg von Auckland Neuseeland nach Melbourne Australien!

 

Am nÀchsten Tag meiner Reise erwartete uns nach diesem einen wolkigen und leicht nieseligen Tag in Wellington nun wieder strahlender Sonnenschein und die Ziele Kaiteriteri sowie Nelson.

Ja, richtig gelesen! 2 Ziele an einem Tag 😉 Wobei Kaiteriteri nicht so wirklich ein Stopp fĂŒr uns war, da hier ausschließlich die GĂ€ste von Bord durften, die auch einen Ausflug gebucht hatten. FĂŒr uns hieß es dann: erst Landgang ab Nelson. Aber die zusĂ€tzliche freie Zeit an Bord konnte ich gut nutzen, um ein bisschen was zu arbeiten. Mails zu beantworten und fĂŒr euch weiter an meinem Blog zu schreiben 😊

Nachdem wir noch einen Happen zu Mittag an Bord genossen hatten (es gab Sushi!) gingen wir dann in Nelson von Bord um das StĂ€dtchen anzuschauen. Wir erwarteten schon nicht so sehr viel und auf der AusflugsbroschĂŒre wurde bereits darauf hingewiesen, dass die GeschĂ€fte gegen 16 Uhr schließen wĂŒrden. Aber das, was uns erwartete, war noch leider weniger als gedacht
 🙈

Das StĂ€dtchen war zwar ganz nett angelegt und auch die Kathedrale mit dem umliegenden kleinen Park war sehr schön, aber sonst gab es leider wirklich nichts. Und nicht nur, dass die GeschĂ€fte geschlossen hatten obwohl es erst halb 3 war, sondern sogar die CafĂ©s waren nahezu alle geschlossen oder gerade am schließen. Deshalb entschlossen wir uns nach einem kleinen Spaziergang wieder fĂŒr den Weg zurĂŒck zum Schiff und genossen lieber noch einen Kaffee in einer Bar am Hafen.

Abends ging es dann mit unseren lieben Kollegen von den Streichern zunĂ€chst zu einem schönen und wie immer leckeren Abendessen, bevor Alex und ich die Show meines KĂŒnstler-Kollegens dem prĂ€mierten Magier Wolfgang Moser aus Wien besuchten.

Darauf hatte ich mich schon den ganzen Tag gefreut! Bei Zauberei werde ich ja wieder zum Kind! đŸ€© Und wir wurden auch nicht enttĂ€uscht, sondern durften ein paar wirklich fantastische und unglaubliche Tricks bestaunen! Ich freue mich jetzt schon auf die zweite Show zum Ende der Reise!!!! Also mal wieder eine Empfehlung an euch: wenn ihr die Chance habt Wolfgang zu sehen, unbedingt wahrnehmen!

Leider endete der Abend fĂŒr mich diesmal mit starken Magenschmerzen und ich war froh nach der Show dann im Bett zu liegen!

Zum GlĂŒck verlief die nĂ€chtliche Überfahrt sehr ruhig und ich konnte die Nacht erstaunlich gut schlafen und mein Magen konnte sich erholen. Außerdem stand am nĂ€chsten Morgen ausnahmsweise mal kein Kurs auf dem Programm, so dass auch ich mal etwas lĂ€nger schlafen durfte. Herrlich!

Leider verpassten wir so die Einfahrt in den „Fjord“ nach Picton
 unserer heutigen Destination. Aber der Plan war schnell beschlossen, die Ausfahrt am Abend dann dafĂŒr an Deck zu genießen. Denn was man gar nicht so auf dem Schirm hat, wenn man an Neuseeland denkt, sind die vielen „Sounds“ wie sie hier heißen, die vergleichbar sind mit den Norwegischen Fjorden.

Nach einem spĂ€ten FrĂŒhstĂŒck gingen wir dann auch in Picton vom Schiff um das kleine StĂ€dtchen zu erkunden und waren diesmal begeistert. Uns erwartet eine tolle Hafenpromenade, eine schöne Marina, die zum Umherspazieren einlud und zwei kleine Einkaufsstraßen mit CafĂ©s und Bars. Ein toller kleiner Ausflugsort, der wohl besonders als Ausgangspunkt fĂŒr Hiker auf dem „Queen Charotte Track“ dient, aber auch gerade bei Backpackern sehr beliebt ist und daher auch einen besonderen (weil entspannten) Flair versprĂŒht.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das StĂ€dtchen und entlang der Marina, traten wir auch schon den RĂŒckweg zum Schiff an, um erstens noch etwas vom Lunch zu ergattern aber in erster Linie, weil es meinem Magen noch immer nicht so wirklich wohl war
 Trotzdem genossen wir wie immer die durchweg fabelhafte QualitĂ€t der Speisen an Bord! Danach hieß es ein wenig zu arbeiten, bevor ich mich dann mit meinem Buch an Deck begeben habe, um die Aussicht wĂ€hrend des Auslaufens aus diesem wunderbaren „Fjord“ zu genießen. Und das war wirklich wunderbar anzuschauen! 😍 So einen tollen Ausblick erlebt man selten und ich empfinde besonders die Ruhe wĂ€hrend der Fahrt an Deck als unglaublich wohltuend und erdend!

Am Abend traten dann nach dem Abendessen das erste Mal meine lieben Kollegen von „The Tap Pack“ auf. Vier wahnsinnig nette und talentierte Jungs aus Australien, die eine tolle Show-Kombination aus Stepptanz und Gesang prĂ€sentieren angelehnt an das weltbekannte „Rat Pack“. Absolut sehenswert und super unterhaltsam! 👍 (Wenn nur die Shows nicht immer so super spĂ€t anfangen wĂŒrden
 )

Danach ging es fĂŒr uns todmĂŒde und auf direktem Wege ins Bett!

Am nĂ€chsten Morgen wurden wir mal wieder etwas unsanft mit dem Alarm-Ton fĂŒr Durchsagen geweckt, da wohl an jedem Hafen die Durchsage getĂ€tigt werden MUSS, dass keine Lebensmittel und Pflanzen mit an Land genommen werden dĂŒrfen, bevor irgendjemand von Bord gehen darf
 🙈 Oh mann
.

Na ja, einmal wach, kann man ja auch Yoga machen, bevor man frĂŒhstĂŒcken geht! 😉 Und auch wenn mein Magen tatsĂ€chlich immer noch ein wenig „unrund“ lief, ging es mir wie immer besser nach meiner Praxis und ich konnte auch das FrĂŒhstĂŒck wieder genießen!

Danach ging es an Land und mit dem Shuttle-Bus in die schöne Stadt Christchurch. Shuttlebus deshalb, weil wir in Lyttleton im Hafen lagen und man diesmal ca. 20 Minuten mit dem Bus in die Stadt fahren musste. Aber der Weg sollte sich lohnen. Uns erwartete eine tolle Stadt und allen voran zunÀchst einmal direkt an unserem Bus-Stopp der Botanische Garten der Stadt.

Eine wundervoll angelegte Parkanlage mit KrĂ€uter- und GemĂŒsegarten, dem „New Zealand“ Garden (mit heimischen Pflanzen fast schon bisschen Urwald-mĂ€ĂŸig), einem Rosengarten, Conservatories mit verschiedenen Schwerpunkten wie z.B. Kakteen oder fleischfressenden Pflanzen (!). Außerdem gab es ein tolles CafĂ© mitten im Park, wo man einen Kaffee im Schatten genießen konnte (die Sonne hier in Neuseeland darf man echt nicht unterschĂ€tzen!), zwar etwas teuer, aber dafĂŒr lecker und von einer örtlichen Kaffee-Rösterei 😊 Und zu guter letzt ist auch noch das Canterbury Museum angeschlossen, in dem man die Geschichte Neuseelands bestaunen kann.

Und auch neben dem Botanischen Garten hat die Stadt so einiges zu bieten. Da viele GebĂ€ude beim letzten großen Erdbeben 2011 zerstört wurden bzw. nicht mehr bewohnbar sind, findet man neben leer stehenden alten GebĂ€uden, die gestĂŒtzt werden mĂŒssen auch viele Neubauten und es bietet sich einem ein interessantes Stadtbild, das zum Bummeln einlĂ€dt. Außerdem fĂ€hrt eine kleine bahn durch die Stadt (Ă€hnlich einem Cable Car in San Francisco) und ein Kanal schlĂ€ngelt sich durch die Innenstadt, den man sogar mit einer Gondoliere befahren kann! Sehr idyllisch.

FĂŒr unsere Lunchpause wurden wir auch wieder fĂŒndig und zwar diesmal an einem Food-Truck namens „herba gourmet“ mit tollen und super-leckeren Speisen, die man allesamt auch glutenfrei und vegan bestellen konnte! Wie schön! 😍

FĂŒr Alex gab es ein Falafel-Sandwich glutenfrei mit extra Avocado und fĂŒr mich Falafel mit hausgemachtem Dip, KrĂ€uter-Rote-Beete-Salat und Avocado! So so lecker! Also falls es euch irgendwann mal nach Christchurch verschlĂ€gt (ich weiß
 sehr unwahrscheinlich
) aber trotzdem: unbedingt hingehen!

Auf dem RĂŒckweg zum Bus legten wir noch – wenn auch ungeplant – einen Stopp im Canterbury Museum am Eingang zum Botanischen Garten eingelegt. Warum ungeplant? Weil uns unser Shuttle-Bus einfach vor der Nase weggefahren ist! Und das auch noch 5 Minuten vor der geplanten Abfahrzeit
 Na ja, zum GlĂŒck war es nicht der letzte des Tages! Und ein Zwischenfall muss ja auch immer bei uns sein. WĂ€re ja sonst langweilig! 😜

Nach einem gemĂŒtlichen Abendessen mit Jane und ihrem Mann ging es diesmal fĂŒr uns zeitig ins Bett um mal etwas „ausschlafen“ zu können, und da wir ĂŒber Nacht in Lyttleton blieben, war die Nacht auch sehr ruhig und angenehm!

Am nĂ€chsten Morgen klingelte dann wieder der Wecker frĂŒh, da fĂŒr die GĂ€ste um 7:30 Uhr Yoga auf dem Plan stand. Leider kamen wie gehabt sehr wenige Teilnehmer
 aber mit den paar die kamen, durfte ich eine schöne Basics-Stunde verbringen. Danach hieß es dann FrĂŒhstĂŒcken gehen um dann das Schiff noch einmal zu verlassen und mit dem Shuttle nach Christchurch zu fahren. Vor Ort nahmen wir dann den „local bus“ um in ein kleines Wildlife Reserve zu fahren, das etwas außerhalb von Christchurch liegt. Um dorthin zu gelangen kann man zwar auch ein Taxi nehmen, jedoch ist der Bus die weitaus preisgĂŒnstigere Variante (und ja auch irgendwie cool, ein bisschen reelles Leben zu er-leben!). Leider war es auch die weitaus zeitintensivere, wie wir feststellen mussten
 denn wir mussten einmal umsteigen und der zweite Bus fĂ€hrt leider nur alle Stunde einmal (was wir natĂŒrlich nicht vorher wussten) was dann zur Folge hatte, dass wir eine halbe Stunde an der Bushaltestelle irgendwo im nirgendwo verbringen durften 😒 

Endlich angekommen, erwartete uns ein sĂŒĂŸer kleiner Tierpark namens „Willowbanks“ mit Tieren zum Anfassen, FĂŒttern und erleben. Wirklich schön angelegt und außerdem wird sich hier toll um Vögel gekĂŒmmert, die nicht mehr fliegen können und es wird der Fortbestand von bedrohten Tierarten z.B. des Kiwis sichergestellt. Und auch wenn der Eintritt mit 32 NZ$ pro Person nicht gerade gĂŒnstig war, so hatte man dennoch das GefĂŒhl, wenigstens etwas Sinnvolles zu unterstĂŒtzen!

Ich war auf jeden fall begeistert, einmal in meinem Leben Aale zu fĂŒttern (wir kamen zufĂ€llig zur FĂŒtterungszeit! 😍) und einmal Kiwis (zwar im Dunklen – aber immerhin) zu sehen! Schon allein dafĂŒr hat sich der Ausflug gelohnt. Und auch der restliche Park war zwar nicht besonders spektakulĂ€r, aber schön angelegt und wir genossen die gut 2 Stunden vor Ort in vollen ZĂŒgen! FĂŒr den Weg zurĂŒck war der Plan sich ein Taxi mit den Klassik-Kollegen (die wir spontan vor Ort getroffen haben) zu teilen. Als dieses leider nicht wie verabredet/bestellt erschienen ist, wurden wir als EntschĂ€digung tatsĂ€chlich mit einem privaten Shuttle des Parks zurĂŒck in die Stadt gebracht. Super Service und super lieb und hilfsbereit von den Mitarbeitern!!!

ZurĂŒck in der Stadt gab es fĂŒr uns noch einen kleinen Snack bei „Zen“, einem Sushi Restaurant mit wahnsinnig nettem Personal, das auch meine WĂŒnsche bezĂŒglich glutenfrei und ohne Zucker gerne berĂŒcksichtigten. So gab es fĂŒr mich eine Miso-Suppe und Edamame und fĂŒr Alex Maki-Rolls mit Lachs und Avocado! Perfekter Snack fĂŒr Zwischendurch! (Leider musste ich danach feststellen, dass wohl Glutamat in der Misosuppe drin gewesen sein muss
 😱
 nicht so schön
)

Nachdem mein Magen sich wieder etwas beruhigt hatte und ich ein wenig gearbeitet hatte, wĂ€hrend mein lieber Mann ein kleines SchlĂ€fchen gehalten hat, machten wir uns schick. Denn heute stand mal wieder Erlebniskochen im Lido CafĂ© auf dem Plan und wir hatten uns deshalb mit meinen Streicher Kollegen verabredet statt dessen ins Europa Restaurant zu gehen. Davor waren wir aber zu einer privaten FĂŒhrung auf der BrĂŒcke eingeladen, wo die liebe Beate (Sicherheitsoffizierin hier an Bord) uns ganz exklusiv ihren Arbeitsplatz gezeigt und alles fĂŒr uns erklĂ€rt hat. Super spannend!

Danach ging es wie gesagt ins Europa Restaurant zu einem schicken gesetzten Dinner mit tollem Wein und - wie immer – super leckerem Essen! FĂŒr mich diesmal: Salat mit Mais, gegrilltem grĂŒnem Spargel und Granatapfel zur Vorspeise und Bohnenmus mit KĂŒrbis und „Popkorn“ zum Hauptgang. Alex bestellte sich einen Salat Rivera mit ZiegenkĂ€se als Starter, dann eine Linguine Salsiccia als Zwischengericht, gefolgt von einem Pflaumen-Zimt-Sorbet zum Neutralisieren. Als Hauptgang gab es dann Rinderfilet und getoppt wurde das MenĂŒ mit einem lauwarmen Schokoladenkuchen! So sind halt die Unterschiede 😜

Da heute „nur“ Kino auf dem Plan stand, entschieden wir uns auch heute den Abend entspannt auf unserer Kabine ausklingen zu lassen! Urlaub halt 😉

Am nĂ€chsten Morgen landeten wir in Dunedin an, unserem nĂ€chsten Stopp dieser Reise. Dunedin ist wohl eine der am besten erhaltenen Viktorianischen und Edwardianischen StĂ€dte der SĂŒdhalbkugel und wir waren gespannt was uns wohl erwarten sollte. Nach einer Stunde auf der Matte sowie unserem FrĂŒhstĂŒck und meinem ersten Dreh fĂŒr das Bord-TV (kleines Interview ĂŒber was ich eigentlich hier so mache 😜)

gingen wir dann an Land um mit dem Shuttle von unserem Liegeplatz in Port Chalmers nach Dunedin gebracht zu werden.

Bus Stopp war direkt am Octagon, dem Zentrum der Stadt, von wo aus wir unseren Weg zunĂ€chst mal Richtung Botanischen Garten wĂ€hlten. Auf dem Weg dorthin ĂŒber die Haupt-Einkaufsstraße fand ich einen tollen Laden namens „Chatime“ mit einer tollen Auswahl an „Milk-Teas“. Und das beste daran: Zubereitet werden alle Classic-Milk-Teas mit Coconut-Milk und ohne Zusatz von Zucker! 😍 Ich entschied mich fĂŒr einen klassischen Oolong in der heißen Variante, da das Wetter mal ausnahmsweise nicht so perfekt war, wie die letzten Tage. Aber im Großen und Ganzen muss man sagen, dass wir wahnsinnig GlĂŒck bislang hatten mit dem Wetter! Mal schauen wie es weiter so wird.

Nach etwas Sucherei war dann auch der Botanische Garten gefunden, der leider nicht mit dem in Christchurch mithalten kann
 Danach wĂ€hlten wir unseren Weg durch das College-GelĂ€nde des "University of Ontago", welches hier wirklich sehr sehr groß ist. Auf dem RĂŒckweg zum Octagon machten wir noch Halt in einer Mall, um uns bei „Tank“ (einer Kette fĂŒr frische SĂ€fte und healthy paleo food) noch etwas zu essen zu holen, bevor es dann wieder Richtung Schiff ging. Final kann man sagen, dass auch hier wieder galt: Wenn man keinen Ausflug gebucht hatte, oder kein Golf spielt, ist Dunedin nicht wirklich sehenswert
 leider
.! 😌

Nachdem mein Kurs leider ausgefallen ist, da nicht ausreichend Anmeldungen zustande gekommen waren, nutzten wir die Zeit um noch ein wenig zu relaxen und ich konnte ein bisschen was weg arbeiten, bevor wir zum Abendessen ins Lido CafĂ© aufbrachen. Und nach dem Abendessen stand die zweite Show unserer Australischen Jungs – dem „The Tap Pack“ auf dem Plan, die ich unbedingt wieder sehen wollte. Und was soll ich sagen, das wach halten hat sich mal wieder gelohnt! Denn die zweite Show war noch besser als die erste. 👍 Tolle Gesangsleistung und noch besserer Stepptanz!

Am nĂ€chsten Morgen dann setzten wir den Anker vor Steward Island, einer der Inseln an der SĂŒdspitze Neuseelands und eigentlich malerisch anzuschauen
 wĂ€re da nicht der strömende Regen gewesen, der uns am Morgen begrĂŒĂŸte
.

Aber der Regen hatte auch etwas Gutes: Nach meiner eigenen Praxis auf der Matte gingen wir zu einem spĂ€ten FrĂŒhstĂŒck, bei dem uns dann tatsĂ€chlich ein GĂ€ste-Paar ansprach, die aus Bad Nauheim kommen. VerrĂŒckt, oder?!?! Wie kleine die Welt doch ist. Und spontan haben die Dame und ihre mitreisende Freundin Personal Training bei mir gebucht. Endlich fĂŒhlte ich mich wieder „gebraucht“ hier an Bord und habe die Stunde mit den beiden sehr genossen!

Und auch die Sonne kam tatsĂ€chlich wĂ€hrenddessen wieder raus, so dass wir nach dem „arbeiten“ doch nochmal per Tender-Boot an Land gehen konnten! Und es hat sich gelohnt, kann ich euch berichten. Steward Island ist eine wundervolle kleine Insel, die kaum besiedelt ist, aber dafĂŒr ganz viel tolle Natur im Angebot hat. Auf Grund der begrenzten Zeit, war leider keine große Wanderung fĂŒr uns drin
 Daher entschieden wir uns statt mit dem Shuttle in die Stadt zu fahren, dorthin zu laufen, auch wenn die Straßen auf der Insel ganz schön steil sind! Ein kleiner Umweg fĂŒhrte uns zum Observation Rock mit einem grandiosen Ausblick ĂŒber die KĂŒste und auf unsere MS Europa vor Anker. Weiter ging es dann – genauso steil wie es hoch ging – auch wieder herunten bis in das kleine StĂ€dtchen Oban, in dem 350 der insgesamt 450 Einwohner von Steward Island leben. 😁

Hier gibt es neben einem Touristen Center unter anderem 3 kleine CafĂ©s, ein Hotel, eine Backpacker Unterkunft ein kleines Museum und einen Supermarkt, in dem man wirklich ALLES kaufen kann. Um das StĂ€dtchen zu besichtigen benötigten wir ca. 15 Minuten und dann kehrten wir in eines der 3 CafĂ©s ein. Wir wĂ€hlten hier eines von zwei, die geöffnet hatten und das, was uns am besten gefiel, weil leicht alternativ und daher keine GĂ€ste vom Schiff als GĂ€ste 😉! Die „Kiwi French CrĂšperie“. Zwar bisschen teuer (16NZ$ fĂŒr 2 Latte Macchiato 
 mit so wenig Konkurrenz kann man’s ja nehmen) aber total sĂŒĂŸ und vor allem mit Soja- und Mandelmilch im Angebot. Und siehe da, kaum saßen wir dort, kam die halbe Crew dazu! Wir sollten bald mal Provision fĂŒr unsere Empfehlungen bekommen! 😇

So wurden wir auch unsere letzten Neuseeland-Dollar los und nachdem wir noch einen Happen zum spĂ€ten Lunch im Supermarkt besorgt hatten (ReiskrĂ€cker und Hummus) traten wir den RĂŒckweg zum Tender an. Diesmal ĂŒber einen kleinen „Umweg“ ĂŒber einen wundervollen Wanderweg quer durch den (Ur-)Wald. Super schön und ĂŒberhaupt, wenn ihr mal auf die Insel kommt, solltet ihr unbedingt wandern gehen, denn es gibt so viele tolle und bestens ausgeschilderte Wanderwege von unter einer Stunde bis zu 11 Tagen!

ZurĂŒck auf dem Schiff unterrichtete ich noch einen Kurs und dann ging es ab zum Abendessen. Heute mal wieder ins Europa Restaurant, da ich mir das gewĂŒnscht hatte 😉 Das Essen war wie gewohnt fantastisch.

Leider konnte Alex es nicht wirklich genießen, da uns – nachdem wir abgelegt hatten – heute das erste Mal ein etwas heftigerer Seegang erwartete, der bei ihm zu SchweißausbrĂŒchen und starker Übelkeit fĂŒhrte. Das Essen hielt er noch tapfer fĂŒr mich durch (auch wenn er nicht komplett aufessen konnte) aber danach musste er sich auf der Kabine leider ĂŒbergeben
 đŸ˜„

Ich ließ dementsprechend den Abend dann auch auf der Kabine ausklingen und hatte zum GlĂŒck keine Probleme bis auf eine unruhige Nacht auf Grund der starken Schiffsbewegungen. Das macht mir dann auch immer zu schaffen, muss ich sagen. Aber das kenne ich ja noch von der letzten Reise! (Und außerdem hatte man uns ja schon vor der Tasmanischen See gewarnt!)

Am nĂ€chsten Morgen dann fuhren wir auf unserem Weg nach Tasmanien (der 3 Tage dauern sollte) ab 8 Uhr in den Thompson Sound ein und genossen daher wieder eine ruhige See und tolle Aussichten auf diesen tollen Fjord, der wie alle anderen Fjorde den vorzeitlichen Gletschern zu verdanken ist. Diese ruhige Zeit nutze ich fĂŒr eine Stunde auf der Matte und ein ausgiebiges FrĂŒhstĂŒck, zu dem nun auch Alex wieder Appetit hatte!

Danach hieß es fĂŒr mich arbeiten! 3 Personal Training und ein Kurs standen auf dem Plan mit ein klein wenig Zeit fĂŒr Lunch. Zum GlĂŒck war es auch zum Mittagessen wieder ruhig, so dass Alex essen konnte, denn auf dem Weg zwischendurch konnte man schon spĂŒren, was uns die nĂ€chsten Tage erwarten wĂŒrde. Denn zwischen Thompson Sound und Breaksea & Dusky Sound ging es fĂŒr ein paar Seemeilen ĂŒber die offene See und es wurde mal wieder ganz schön schaukelig
 was einem das Arbeiten nicht gerade erleichtert.

DafĂŒr war die Fahrt durch diese beiden Sounds wieder umso ruhiger und schöner! Auch vom Ausblick her!

Und dann gegen 16 Uhr ging es wieder raus auf’s Meer und die Ruhe war vorbei. Alex wanderte auf direktem Wege wieder ins Bett und auch mein Magen mochte die Wellen diesmal so gar nicht, weshalb ich froh war, dass der Kurs ausfiel und ich einfach ein wenig Zeit auf Kabine verbringen konnte. Und dann traf es auch mich! Volle Breitseite! đŸ€ą

Und ich musste mich tatsĂ€chlich das erste Mal ĂŒbergeben. Aber zum GlĂŒck war es direkt danach besser mit der Übelkeit. Trotzdem entschied ich mich, auf der Kabine zu bleiben und ließ mir nur glutenfreies Brot und etwas Butter bringen, so dass mein Magen was zu tun hatte. Und nachdem ich noch etwas gelesen hatte, fiel ich auf Grund der wahnsinnigen Schiffsbewegungen in einen mehr als unruhigen Schlaf
 đŸ˜”

Und so endet nun auch der zweite Teil meines Reiseberichts
 diesmal leider nicht so rosig
 aber auch das bringt eine Schiffsreise so mit sich und man hatte mich ja auch schon gewarnt, dass vor allem die Überfahrt auf der Tasmanischen See oft sehr „holprig“ ist. Und das kann ich nur zu 100% bestĂ€tigen! đŸ˜±