Von Auckland Neuseeland nach Melbourne Australien - Yoga auf hoher See - Teil 3

Willkommen zurĂŒck liebe Yogis zum dritten und letzten Teil meines Reiseberichts!

Und falls ihr euch fragt, ob es denn so weiter ging mit dem Wetter und den Seekrankheiten, dann kann ich euch sagen: Es wurde noch schlimmer!!!!

Nach einer fast schlaflosen Nacht, startete zumindest mein (See-)Tag relativ gut und ohne Übelkeit und ich war froh, denn es stand Kurs auf dem Plan. Nach dem Aufstehen fĂŒhlte ich mich relativ wohl und war froh, was in den Magen zu bekommen. Ganz im Gegensatz zu meinem lieben Mann, dem es zusehends schlechter ging und der sich gar nicht mehr aus dem Bett bewegen wollte, außer um ins Bad zu rennen und sich zu ĂŒbergeben
 đŸ˜ąđŸ˜„

Und das Schlimmste daran war, dass einfach nichts half
 Keine Tabletten, kein Tee, nichts zu essen
 alles kam auf direktem Wege wieder raus. Furchtbar!

Und dann wurde der Sturm noch schlimmer, und die Wellen noch höher und es gipfelte Nachmittags darin, dass alles festgebunden werden musste und sogar die FahrstĂŒhle aus SicherheitsgrĂŒnden abgeschaltet werden musste
 So hab ich das noch nie erlebt! Programmpunkte wurden abgesagt und es herrschte sozusagen „höchste Alarmstufe“ an Bord. đŸ˜±

Mir persönlich ging es zum GlĂŒck soweit ganz gut, bis auf ein Dauergrummeln in der Magengegend. Und auch meine Kunden hielten tapfer durch. Aber sehr sehr vielen Leuten ging es sehr sehr schlecht
 Und das im Urlaub. So schrecklich. Aber was will man machen. Damit muss man wohl bei einer Schiffsreise immer rechnen. Und als I-TĂŒpfelchen waren wir auch noch komplett abgeschnitten von der Außenwelt, da auch das Internet an Bord nicht mehr funktionierte! Wie in einem schlechten Film kann ich euch sagen!

Da ich es auch auf der Kabine nicht aushalten konnte (unsere Kabine war sehr weit vorne im Schiff, so dass das Auf und Ab extrem zu spĂŒren war), entschied ich mich mit meinen Klassik-Kollegen zum Abendessen zu gehen. Ich glaube ich habe schon lange nicht mehr so viel (glutenfreies) Brot/Brötchen gegessen wie an diesem Tag, da das das einzige war, was dem Magen einigermaßen hilft. Aber es ging wirklich sehr vielen Leuten echt bescheiden. Selbst die HĂ€rtesten waren diesmal betroffen. Ausnahmesituation!!! đŸ˜”

Und auch das Abendessen war ein Spektakel, denn im Europa Restaurant, wo wir an diesem Tag essen sollten, ging es heiß her. Da sich das Restaurant auf Deck 4 befindet, also sehr weit unten, war die volle Kraft des Meeres zu beobachten und die Wellen stiegen oft höher als die Fenster (bis zu 10 Metern), was zur Folge hatte, dass das Personal Schwerstarbeit beim Servieren hatte und gefĂŒhlt alle 5 Minuten ein lautes Krachen zu hören war und auch dementsprechend viel Geschirr zu Bruch ging
 Also Ausnahmezustand auf allen Ebenen kann man sagen. Trotzdem war das Essen wie immer super lecker und man kann die Leistung der KĂŒche und des Servicepersonals echt nur loben, auch in den extremsten Situationen noch so professionell zu agieren. Hut ab!

Nach dem Essen ging es fĂŒr mich direkt auf die Kabine, wo mein Magen gar nicht glĂŒcklich drĂŒber war. Aber ich legte mich direkt hin und fiel in einen unruhigen Schlaf.

(Kurzer Nachtrag: Es waren wirklich bis zu 10 Meter Wellen und WindstĂ€rke 10, so dass sogar der KapitĂ€n zugeben musste, dass er so was in 6 Jahren noch nicht erlebt hat! 😼)

Am nĂ€chsten Morgen stand wieder um 7:30 Uhr ein Kurs auf dem Plan, da wir den Tag auf See verbringen sollten. Ein GlĂŒck hatte sich die See ein wenig beruhigt, die Sonne schien wieder und auch Alex konnte das erste Mal wieder aufstehen, nachdem ich ihm am Vorabend ein Pflaster gegen Seekrankheit verpasst hatte, das mit netterweise eine Kundin gegeben hatte! Ich war so glĂŒcklich ihn endlich wieder halbwegs gesund zu sehen, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Man macht sich schon Sorgen, wenn so gar nichts mehr drin bleibt
 😌

So kam es, dass wir nach meinem Kurs endlich mal wieder gemeinsam zum FrĂŒhstĂŒck gehen konnten und das genoss ich sehr. Danach ging es fĂŒr mich weiter mit Personal Trainings, unterbrochen durch eine kurze Mittagspause und gefolgt von einem weiteren Kurs und einem Personal Training. Endlich lief der Hase! 😉

Feierabend war dann gegen 17:30 Uhr und ich konnte mich noch ein wenig entspannen und endlich mal wieder in Ruhe in einer Yoga-Zeitschrift blĂ€ttern bevor wir uns fertig machen mussten, um zum Abendessen zu gehen. Und pĂŒnktlich zur Genesung meines Mannes stand Pizza auf dem Plan. Welch Zufall!

Trotzdem merkte man sehr, dass viele GÀste (inklusive uns) noch geschwÀcht waren von den Strapazen der letzten Tage, denn obwohl nach dem Abendessen noch die Pool-Party auf dem Plan stand, die auf jeder Reise einmal stattfinden, sah man doch viele GÀste den direkten Weg zur Kabine einschlagen.

Und das taten auch wir, denn auch ich war sehr mĂŒde von den unruhigen und kurzen NĂ€chten davor und ich freute mich auf eine ruhige Nacht, da wir bereits am spĂ€ten Abend den Anker vor Tasmanien geworfen hatten, um eine Pool-Party gewĂ€hrleisten zu können! 😍 Endlich mal wieder ein ruhiges Schiff nach diesen zweieinhalb qualvollen Tagen!!!

FĂŒr den nĂ€chsten Tag stand endlich wieder Land auf dem Plan! 😁 Und zwar Hobart /Tasmanien!

Obwohl wir wie gesagt bereits vor Anker lagen und am nĂ€chsten Morgen „nur“ noch in den Hafen einlaufen sollten, endete meine Nacht leider frĂŒher als geplant
 nĂ€mlich als um 5:30 Uhr der Anker eingezogen wurde. So was von laut in unserer Kabine kann ich euch sagen
 😒

Da war an schlafen nicht mehr zu denken. Da aber sowieso fĂŒr 7:45 Uhr die „Einreise“ in Australien anstand, zu der ALLE Passagiere pro Deck aufgerufen wurden und sich ins Hafenterminal begeben mussten, entschieden wir, das FrĂŒhstĂŒck ausfallen zu lassen um uns direkt nach der Einreise auf unseren Erkundungsweg zu begeben.

Geplant war: Auto mieten, zum "Tahune Baumwipfelpfad" fahren, diesen erkunden und auf dem RĂŒckweg zu schauen, wo uns der Weg noch so hinfĂŒhrt! Doch es sollte – wie so oft bei uns – mal wieder ganz anders kommen als geplant 😜

Der Weg zu AVIS war schnell gefunden. Doch dort angekommen mussten wir erfahren, dass alle Autos ausgebucht waren. Und auch bei den beiden weiteren Autovermietungen war ohne vorherige Reservierung nichts mehr zu holen
 High-Season – alles restlos ausgebucht! Na supi!

Aber zum GlĂŒck fragte ich in diesem Zuge, ob man denn auch anders zum Tahune Baumwipfelpfad kommen wĂŒrde und wir erfuhren, dass dieser geschlossen war, wegen der WaldbrĂ€nde der letzten Tage und Wochen. Mensch war das ein GlĂŒck kann ich euch sagen, dass wir kein Auto bekommen hatten, denn sonst wĂ€ren wir die 1,5 Stunden fĂŒr nichts dorthin gefahren, um dann vor verschlossenen TĂŒren zu stehen. Also hat das Schicksal es mal wieder gerichtet. Wie so oft 😉

Dementsprechend disponierten wir kurzfristig um (darin sind wir mittlerweile Meister!) und kauften in der Touristen-Info Tickets fĂŒr den Hop on – hop off Bus in Kombination mit dem "Mount Wellington", der sehr empfohlen wurde. Die Tickets kosteten zwar 65$ pro Person, aber wir wollten uns das mal gönnen, nach den Strapazen der letzten Tage. Lustigerweise fuhren die Busse in Hobart nicht wie man es kennt in einer kurzen Taktung, sondern immer nur einmal pro Stunde Stunde bzw. der Bus rauf auf den Berg sogar nur alle 1,5 Stunden
 Was zur Folge hatte, dass wir zunĂ€chst noch genug Zeit hatten einen Kaffee zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen. Eine Location nach unserem Geschmack war schnell und ganz in der NĂ€he der Touristeninfo gefunden. Das "CafĂ© on Morrison" mit sowohl Mandel- als auch Kokos- und Sojamilch und sogar laktosefreier Milch fĂŒr Alex im Angebot und einem tollen Sortiment an Energy-Balls ❀

Nach dem Kaffee ging es dann zum Bus und auf die steile Fahrt hinauf auf den Mount Wellington mit seinen gut 1000 Höhenmetern. Über eine kleine gewundene Straße (manchmal kaum mit Gegenverkehr befahrbar) und mit einigen Stopps zum Fotos machen brachte uns der Fahrer mit ganz vielen tollen Infos im GepĂ€ck innerhalb einer guten Stunde rauf auf den Berg. Da wir so wahnsinniges GlĂŒck mit dem Wetter hatten, wurden wir hier zwar mit einer steifen Brise empfangen aber dafĂŒr mit einem wunderschönen Ausblick ĂŒber Hobart und darĂŒber hinaus belohnt. Wirklich zauberhaft! Falls ihr mal vor Ort sein solltet ist dieser Ausflug unbedingt empfehlenswert. Aber auch wenn es in der Stadt sehr heiß sein sollte (wie bei uns knapp 30Grad) nehmt euch was zum Überziehen mit, denn auf dem Berg sind es meist 10 bis 15 Grad kĂ€lter als unten 😉

Leider war der Aufenthalt auf dem Berg relativ kurz und nach einer halben Stunde ging es schon wieder bergab mit dem Ziel Stadtmitte und Touristeninformation.

Wieder unten angekommen, waren wir nicht nur ganz schön mĂŒde von der Busfahrt (und dem Nichtstun heute) sondern auch gut hungrig und suchten uns per Google ĂŒber das kostenfreie Stadt-W-Lan ein nettes PlĂ€tzchen zum Lunch. Und auch hier wurden wir wieder fĂŒndig! Im „Vita - Real Food Store“ gab es fĂŒr uns tolle Salate (alle vegan und glutenfrei) und zum „Dessert“ noch einen veganen Cookie fĂŒr Alex und fĂŒr jeden einen kaltgepressten Obst-GemĂŒse-Saft. Perfektes und gesundes sowie leckeres Mittagessen, bevor wir dann auch schon auf die Stadtrundfahrt starteten. 😍

Ganz optimistisch setzte ich mich oben an die frische Luft im Doppeldecker, wĂ€hrend Alex sich nach unten flĂŒchtete – erstens wegen der Hitze (voller Sonnenschein und mittlerweile 32 Grad) und auch weil ihm die Medikamente noch etwas mit den Nebenwirkungen (Schwindel etc.) zu schaffen machten. Allerdings musste ich nach gut einem Drittel der Fahrt auch aufs untere Deck flĂŒchten, da es schlichtweg zu heiß wurde und ich Angst vor einem Sonnenstich hatte. Aber auch die anderen FahrgĂ€ste taten es mir nach und nach gleich. 😜

Leider blieb keine Zeit mehr irgendwo auszusteigen, da man ja dann immer hĂ€tte eine ganze Stunde auf den nĂ€chsten Bus warten mĂŒssen und ich musste ja um 17 Uhr schon wieder an Bord sein um Kurs zu geben
. Aber trotzdem war die Stadtrundfahrt sehr schön und vor allem sehr informativ. Ich hĂ€tte nie gedacht, dass Hobart so groß ist und so viel zu bieten hat.

ZurĂŒck an Bord stellte sich dann heraus, dass der Kurs leider ausfallen musste, da noch zu viele GĂ€ste an Land waren. Aber wir nutzten die spontane freie Zeit fĂŒr einen kleinen Plausch am Pool und ein wenig Relax-Time fĂŒr uns. Ist ja auch mal schön!

Am Abend entschieden wir uns fĂŒr ein gesetztes und schickes Dinner zu zweit im Europa Restaurant, da das Thema des heutigen Abends im Buffet-Restaurant („Steakhouse“) dann doch nicht so ganz meins war
 🙃

Und im Europa war es wie gewohnt einfach herrlich. Klassischer Service. Drei schöne kleine GĂ€nge mit Salat Nicoise fĂŒr uns beide zur Vorspeise, gefolgt von Tagliatelle mit Steinpilzen fĂŒr Alex und einem Tofu-Curry fĂŒr mich und getoppt mit Filetsteak fĂŒr Alex im Hauptgang und fĂŒr mich ein Gericht aus einer Variation von Auberginen und Feigen. Einfach nur gut! ❀ FĂŒr Alex wurde das alles noch vollendet mit CrĂ©pe Suzette!

Den Abend ließen wir dann im zweiten Konzert von Jane Comerford ausklingen, was mir noch besser gefiel als das erste, weil es diesmal Hits im Country-Stil gab und das einfach absolut Jane’s Ding ist. Und natĂŒrlich durfte auch ihr Hit „No no never“ hier nicht fehlen!

Am nĂ€chsten Morgen dann riss mich mein Wecker aus dem wahrscheinlich besten Schlaf, den ich je hier an Bord hatte und ich Ă€rgerte mich das erste Mal so richtig darĂŒber, nicht ausschlafen zu können, weil um 7:30 Uhr Kurs auf dem Programm stand
 😒 Und das alles fĂŒr ganze 2 Teilnehmer
. Oh mann! Na ja, was tut man nicht alles. War halt See-Tag = Arbeitstag 😜

Leider ging es Alex wieder schlechter, wie ich nach meinem Kurs erfahren sollte. Und das obwohl die See uns nun heute wirklich nicht so Ă€rgerte wie zuvor. Deshalb ging es auch fĂŒr ihn nach dem FrĂŒhstĂŒck direkt ans Pool-Deck fĂŒr Frischluft und fĂŒr mich an die Arbeit. Es standen insgesamt 3 PTs und noch ein Kurs auf dem Plan fĂŒr heute. Also war ich wieder gut beschĂ€ftigt, was mich natĂŒrlich sehr freute! 😊 Denn dafĂŒr bin ich ja da!

Zum GlĂŒck ging es Alex schnell wieder besser und wir konnten ein kleines Lunch zusammen genießen, bevor ich meine letzten Termine noch wahrnahm und dann sogar noch etwas Zeit hatte selbst auf die Matte zu hĂŒpfen!

Am Abend machten wir uns dann schick fĂŒr die Abschiedsgala und nach einem entspannten Abendessen im Lido CafĂ© ging es zunĂ€chst in die Piano Bar zu unserer Lieblings-Barkeeperin Karina auf einen „Absacker“ (ja, ich habe diesmal auch wieder ein wenig Alkohol getrunken, nachdem ich seit dem Sommer 2018 bzw. seit meiner Kur darauf verzichtet hatte 😉) und dann zur großen Abschiedsgala in die Europa Lounge.

ZunĂ€chst wussten wir ja nicht so recht, was uns erwarten wĂŒrde, da es so etwas in der Art auf der MS Europa 2 nicht gibt. Aber ich muss sagen, es war wirklich toll und ein gelungener (vor-)letzter Abend! 👍

Es fing an mit einer Rede des KapitĂ€ns, der wirklich nicht „nur“ KapitĂ€n sondern auch Entertainer ist. Dann wurde eine Seekarte der Reise versteigert (fĂŒr stolze 5000,- € !) und danach hat uns der Besatzungs-Chor mit lustigen Seemannsliedern besungen. Das hört sich jetzt vielleicht etwas schrĂ€g an, war aber wirklich toll. Und zu guter Letzt ĂŒberraschte unser KapitĂ€n noch mit 2 Solos. Insgesamt ein wirklich schöner Abend und eine tolle Veranstaltung! 

Nach diesem schönen Abend schliefen wir seelig und gut bis mich am nĂ€chsten Morgen mein Wecker weckte, da ich unbedingt noch ein letztes Mal Yoga an Bord fĂŒr MICH machen wollte. Was ich dann auch ausgiebig zelebrierte, da wir sowieso erst um 10 Uhr in Melbourne anlegten und ich so noch ausreichend Zeit hatte, bevor wir uns ebenso ausgiebig noch am FrĂŒhstĂŒck stĂ€rkten, um dann zu unserer Erkundung dieser tollen Stadt aufzubrechen!

Los ging es mit dem Shuttle-Bus direkt vom Schiff ins City-Center. Die Fahrt dauerte ca. 30 Minuten und dann waren wir mitten drin in dieser Millionen-Metropole. Unser erster Weg: auf Empfehlung und unter der „Leitung“ meines lieben Kollegen Ranga Yogeshwar ging es direkt in die kleine „Hosier Lane“ um die tollsten Graffitis der Stadt zu bestaunen. Und wir wurden nicht enttĂ€uscht. So viel sehenswerte Kunst etwas versteckt und mitten in der City! Wow! đŸ€©

Danach sprangen wir - wie bereits geplant - in den Hopp on – hopp off Bus um so viel wie möglich von der Stadt zu sehen und auch

wissenswerte Informationen zu erhalten. Wenn man nur einen Tag in einer so großen Stadt zur VerfĂŒgung hat, finde ich das immer eine tolle Möglichkeit, auch wenn man sich dabei natĂŒrlich wie der „Ober-Touri“ fĂŒhlt 😜

Es gab 2 Loops zum Kombi-Preis von gerade mal 70$ fĂŒr uns beide zusammen. Was echt gĂŒnstig ist im Vergleich zu Hobart zum Beispiel (hier waren es mit dem Mount-Loop 130$!). Wir entschieden uns als erstes fĂŒr die City-Tour. Vorbei am Sea Life Aquarium, am Eureka Tower und dem Marvell Stadium bis zu unserem ersten geplant „Hopp off“ am „Victoria Market“. Leider mussten wir hier feststellen, dass dieser tolle und vor allem RIESEN-große Markt Montags & Mittwochs leider geschlossen hat. Und es war Mittwoch
 🙈

Trotzdem bekamen wir einen super leckeren Kaffee (fĂŒr Alex sogar mit laktosefreier Milch) und einen leckeren glutenfreien Energy-Riegel, der uns spĂ€ter noch „das Leben retten“ sollte 😉

Wir ließen uns nicht entmutigen und weil der nĂ€chste Stopp „nur“ raus zum Melbourne-Zoo gehen sollte, entschieden wir uns bis zum ĂŒbernĂ€chsten Stopp einen kleinen Spaziergang zu machen. Vorbei an der Uni (ich weiß auch nicht, ich fĂŒhle mich immer wohl in der NĂ€he von Unis 😉) durch zwei tolle Parks (ĂŒberhaupt ist Melbourne so schön grĂŒn) und dann wieder zurĂŒck in den Bus um die Runde vorbei am IMEX, Chinatown und der Cathedral Place zu beenden. Nach einem kurzen Zwischenstopp im ACMI (museum of film, videogames, digital culture and art) direkt am Federation Square und der dortigen Ausstellung wĂ€re es eigentlich mal Zeit gewesen fĂŒr ein spĂ€tes Lunch. Es war immerhin schon halb 4 đŸ˜± Aber da wir nichts Ansprechendes gefunden hatten, entschieden wir direkt in den zweiten Loop einzusteigen um in St. Kilda, dem Beach-Viertel von Melbourne unser GlĂŒck zu versuchen.

Leider dauerte der Weg dorthin lĂ€nger als gedacht/geplant, da die Stadt so voll gestopft war mit Autos und einfach kein Vorankommen mit dem Bus möglich war. Aber auch diese Route war sehr sehenswert und informativ und endlich angekommen wurden wir fĂŒndig! Und es sollte sich wieder als kleines Juwel herausstellen 💕

Ein cooles kleines veganes Restaurant, wieder total unscheinbar, fast wÀren wir sogar vorbei gelaufen
 (Fast) alle Gerichte glutenfrei oder zumindest als glutenfreie Option und vor allem alles vegan und hausgemacht. Food-Heaven! Das "GOOD LOVE" in St. Kilda / Melbourne!!!

Leider fuhr nach unserem spĂ€ten Lunch / frĂŒhem Dinner kein Bus mehr. Deshalb entschieden wir uns (oder besser gesagt ich hab’s entschieden 😜) die 6 Kilometer zurĂŒck zum Schiff zu laufen. Und es war wirklich toll. Bei strahlendem Sonnenschein, aber nicht mehr so brĂŒtend heiß, da es schon nach 18 Uhr war, liefen wir die wunderbar angelegte Strandpromenade von St. Kilda bis zurĂŒck an die Pier. Wir legten kleine Pausen ein, um Beach-Volleyballer zu beobachten und die Paraglider zu beneiden und wir genossen diesen letzten richtigen Tag/Abend unserer Reise in vollen ZĂŒgen! 💕

ZurĂŒck an Bord waren wir dann um 20 Uhr und ließen das Abendessen ausfallen. Nach einer erfrischenden Dusche war ein letztes Treffen mit der Sicherheitsoffizierin Beate in der Bar geplant und wir nutzten außerdem den Abend um schon mal dem ein oder anderen „TschĂŒss“ zu sagen. Das ist dann immer der traurigste Moment einer solchen Reise, da es wirklich höchst unwahrscheinlich ist, sich nochmal wieder zu sehen
 😱

Aber diesmal war es mit einem lachenden und einem weinenden Auge verbunden, da sowohl Alex als auch ich uns wirklich langsam auf zu Hause und unser „Home Sweet Home“ freuten, wo wir uns einfach wohl fĂŒhlen und ja auch unser kleiner Charly schon sehnsĂŒchtig jedes Mal wieder auf uns wartet đŸ±

Danach hieß es Packen! Und ich kann nur immer wieder sagen: Ich hasse es!!!! Na ja
 zu zweit war es wenigstens diesmal geteiltes Leid.

Am nĂ€chsten Morgen dann wurden wir durch die Durchsagen ab 6:15 Uhr geweckt, die nacheinander die Gruppen zum Auschecken aufforderten. Wir hatten allerdings Zeit bis 9:30 Uhr um uns in Ruhe fertig zu machen, zu frĂŒhstĂŒcken, nochmal allen TschĂŒss zu sagen und dann auszuchecken, bevor uns der Bus nochmal ins Stadtzentrum zum Federation Square bringen sollte, wo wir dann noch knapp 2 Stunden zur freien VerfĂŒgung hatten, bevor es ab an den Flughafen ging.

Leider kann man diese Zeit nicht so wirklich mehr genießen, oder zumindest Alex und ich konnten es nicht, denn war super heiß schon am

Morgen und angekommen in der Stadt zeigte das Thermometer bereits 32 Grad


Deshalb entschieden wir uns fĂŒr einen kleinen Spaziergag am Ufer des Flusses durch Melbourne dem Yarra River, um es uns dann mit einem leckeren "Boost Juice" (sollte sich raus stellen, dass das eine Kette ist 😉) im Schatten gemĂŒtlich zu machen! 😎 Gegen Mittag stiegen wir dann wieder in den Shuttlebus und wurden gemeinsam mit fast allen anderen KĂŒnstlern an den Flughafen gebracht!

Dort hieß es dann erst mal: umpacken! (Bad-Sachen waren ja noch im HandgepĂ€ck, da die Koffer bereits um 24 Uhr vor die Suite gestellt

werden mussten, um den Sicherheitscheck der Australischen Behörden zu durchlaufen) Und dann „Self-Check-In“. Hier musste man wirklich diesmal ALLES selbst machen. Banderole drucken, Bordkarte drucken, Koffer auf’s Band etc. Zum GlĂŒck hat trotz 1 Kilo Übergewicht alles reibungslos geklappt und wir machten uns auf dem Weg zum Gate. Noch schnell einen leckeren Kaffee bevor wir dann boardeten und uns freuten, da mein Plan aufgegangen war!!! đŸ€© Eine 3er-Reihe fĂŒr uns beide alleine.

Kleiner Tipp hierfĂŒr (falls ihr den noch nicht kennt): In einer 3er-Reihe Fenster- und Gang-Platz reservieren. Da setzt sich meist keiner mehr

dazwischen, wenn das Flugzeug nicht komplett ausgebucht ist 😉

Außerdem freuten wir uns ĂŒber mehr Beinfreiheit als gewohnt auch in der Economy und ich kann sagen, auch Cathay Pacific ĂŒberzeugte mit guten Service und leckerem Essen!

Nach gut 9 Stunden nach Hong Kong hatten wir 3 Stunden Aufenthalt an einem eisgekĂŒhlten Flughafen (ich hab mir den Allerwertesten abgefroren bei der Klimaanlage) bevor es dann mit einem diesmal leider komplett ĂŒberfĂŒllten Flugzeug weiter ging. Ausgerechnet den lĂ€ngeren Flug von beiden (gut 12 Stunden) mussten wir eingepfercht in einer alten Maschine verbringen, was zur Folge hatte, dass mal wieder kein Schlaf möglich war und einem schon nach einer Stunde alles weh tat
 đŸ˜„đŸ˜„đŸ˜„ Deshalb waren wir heilfroh, als wir dann final um 6 Uhr morgens am 1. MĂ€rz in Frankfurt gelandet sind! Auch wenn wir mit Regen empfangen wurden, unfassbar mĂŒde und platt waren und uns alles weh tat, war es unbeschreiblich schön, nach Hause zu kommen! Und ich stelle immer wieder fest, so gerne ich auch unterwegs bin und die Welt bereise, so schön ist es ein Zuhause zu haben, in dem man sich geborgen und wohl fĂŒhlt und das mit einem geliebten Menschen an der Seite ❀

 

Mein Fazit dieser Reise:

- Einmal und nie wieder so lange fliegen (maximal ein Flug bis 12 Stunden ist ok... aber nicht 2!)

- Highlight der gesamten Reise war ganz klar Melbourne als Stadt

- Neuseeland erkunden macht nur Sinn im Camper oder als Backpacker, nicht vom Schiff aus

- Als Yogalehrerin gehe ich zukĂŒnftig nur noch auf die MS Europa 2 (da ist einfach mehr Nachfrage)

- nĂ€chstes Mal: Vorsorge fĂŒr Seekrankheit treffen

- Weniger GepĂ€ck nĂ€chstes Mal 😉 (Schwierigster Punkt!)

 

Mit diesem kleinen Fazit verabschiede ich mich an dieser Stelle von euch und hoffe ihr hattet ein wenig Freude beim Lesen! Ich freue mich schon darauf euch alle bald wieder auf der Matte zu sehen und wĂŒnsche euch einen guten Start in diesen Monat mit vielen tollen Erlebnissen und Momenten der Freude mit geliebten Menschen an eurer Seite, wo auch immer auf der Welt das sein mag!

 

Namasté

Eure Julia