Yoga auf hoher See - von Miami nach Progreso - Weihnachten & Silvester 2019/2020

Hallo meine lieben Yogis!

Wie gewohnt und versprochen, begrüße ich euch hiermit zu meinem Blog über meine aktuelle Reise als Yogalehrerin auf der MS Europa 2, die mich dieses Mal über Weihnachten und Silvester in die Karibik geführt hat. Eines vorab: Man kann sich durchaus schlechtere Plätze auf der Welt zum Arbeiten vorstellen 😉

 

Und da bin ich nun, in der Karibischen See und auf dem Weg von Miami zu unserem ersten Stopp North West Point Beach/Bahamas. Es ist 7:00 Uhr morgens und ich gebe tatsächlich gleich schon mein erster Personal Training.

 

Aber lasst uns von vorne beginnen: Wie immer waren die Tage vor meiner Abreise und besonders der letzte Tag sehr trubelig bei mir. Ich hatte noch viele Termine und auch der Bürokram wollte noch erledigt werden, so dass ich beruhigt in die Reise starten konnte. Dies hatte zur Folge, dass ich wieder Mal auf den letzten Drücker erst zum Packen kam - aber die die mich kennen wissen ja, dass das leider normal bei mir ist… 🙈 Nun ja, diesmal lief wenigstens mit dem Packen alles soweit gut, außer, dass wir am Samstag morgen vor Abflug nochmal umpacken mussten um die Gewichtsgrenzen einzuhalten. Aber auch das kenne wir ja, und hat diesmal auch weniger meine Nerven (und vor allem die meines Mannes… ) belastet als sonst. Und auch am Flughafen lief alles relativ reibungslos, bis auf dass man sich erst nicht sicher war, ob unser „Special Meal“ (vegan/vegetarisch) auch da sein würde, auf Grund des Streikes der LSG, was aber dann doch der Fall war. Und nach knapp 10 Stunden Flug, mit leider final doch nur einer Mahlzeit für mich (die zweite war leider ein Sandwich = Gluten = leider nichts für mich) und einer Banane stattdessen, landeten wir auch „schon“ in Miami.

 

Ich wusste gar nicht, dass der Flughafen so groß ist… und vor allem so viele Flieger und Menschen dort landen… Wahnsinn! Dementsprechend lange dauerte es dann auch bei der Passkontrolle und da half auch leider mein Arbeitsvisum nichts… 😢 Aber der Vorteil ist, dass man dann zumindest nicht mehr auf sein Gepäck warten muss, da dieses bestimmt schon seine zehnte Runde auf dem Laufband gedreht hatte, bis wir dann endlich mal dort ankamen! 😂 Dann ging es ab in den Bus und in 15 Minuten waren wir auch schon am Schiff! Also echt reibungslos alles diesmal. Bis dato… Dann wurden wir auf dem Schiff wie immer herzlich begrüßt und es war toll, das ein oder andere bekannte Gesicht bei der Besatzung schon jetzt wieder zu sehen! Ich wurde dann über die Crew-Liste (wegen USA und Visum und so…) eingecheckt und Alex ganz regulär als Gast. Hierbei gab es schon ein wenig Verwirrung bezüglich der Kabinennummer, was noch lustig werden sollte. Aber wir haben uns nichts weiter dabei gedacht zu diesem Zeitpunkt und sind direkt (ohne Aperitif und schnick schnack) in unser Zimmer gegangen, um auf die Koffer zu warten und auszupacken. Denn ich wollte relativ zeitig zum Abendessen, da ich mittlerweile einen mega Hunger hatte auf Grund der ausgefallenen oder zumindest sehr spartanischen zweiten Mahlzeit im Flieger… 😋

 

Nach dem Essen wollten wir dann nochmal kurz aufs Zimmer, bevor die obligatorische Seenotrettungsübung für alle Passagiere um 22 Uhr stattfinden sollte (was ja dann bei uns schon 4 Uhr nachts war… 😱) und dann standen wir plötzlich vor verschlossener Tür! Ja, richtig gelesen: unsere Zimmer/Kabinen-Tür ließ sich nicht mehr öffnen… Wir also runter gelaufen zur Rezeption, die ein wenig verwirrt war (es ging auch nochmal um die Zimmernummern 761 und 768) aber dann nach Neu-Kodierung meiner Karte meinten, es solle nun alles funktionieren. Also wieder rauf zu unserer Suite um dort festzustellen: geht wieder nicht… Und man muss dazu sagen, die Wege auf dem Schiff sind nun wirklich nicht die kürzesten. Also bin ich (diesmal alleine) wieder runter an die Rezeption um mein Problem zu schildern (mittlerweile dachten die Kollegen wahrscheinlich ich hab sie nicht mehr alle), um dann – nach vielem hin und her was ich euch ersparen möchte – rauszufinden: WIR SIND IN DER FALSCHEN KABINE! Und das natürlich wie bereits geschrieben NACH Auspacken der Koffer!!!! Deshalb hieß es dann Umziehen! 😮 Ein Glück hatten wir liebe Hilfe vom Housekeeping, was die Sache etwas einfacher machte und ein Vorteil hatte es: wir hatten nun keine Zeit mehr müde zu sein vor der Seenotrettung. Aber als dann auch diese beendet war, fielen wir fix und fertig um immerhin 5:00 Uhr morgens (deutsche Zeit) ins Bett.

 

Leider nur um dann mit Jetlag um 2:30 Uhr (also nach 3,5 Stunden Schlaf) wieder putzmunter zu sein… 🥴

 

Nach weiteren 2,5 Stunden hin und her Wälzen, bin ich dann aufgestanden. Erst mal eine Dusche, lecker Kaffee trinken und dann ab ins Gym. Und wer nun denkt, ich hätte dort auf Grund der frühen Uhrzeit meine Ruhe gehabt, der irrt sich gewaltig! Verrückt, was da schon los war am frühen Morgen dieses ersten Seetages. Wahnsinn! Das versprach eine sportliche Reise zu werden!

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück dann (ich liebe das Frühstück hier!) ging es zu einem Vortrag über die Bike-Ausflüge dieser Reise von meinem lieben Kollegen Hansi (der übrigens auch Yogalehrer ist) und danach mit ihm auf ein Kaffee-Date. So schön Menschen wieder zu treffen, die man von vergangenen Reisen kennt! 😊
Danach war der Tag noch relativ vollgepackt mit Terminen für mich: Künstler-Meeting, mein erster Vortrag dieser Reise, der trotz großer Aufregung meinerseits mal wieder richtig gut lief!
Es waren immerhin 31 interessierte Gäste anwesend und es wurden viele Fragen gestellt (was ja immer ein gutes Zeichen ist!)
Danach folgte mein erster Kurs dieser Reise mit dem Thema „Yoga Basics“!

 

Dieser sollte im Fitness Raum stattfinden, da auf dieser Reise das Studio (in dem ich sonst unterrichte) mit Deko-Material blockiert ist. Und ich hatte schon die Befürchtung, dass dies zu Trouble führen könnte, da der Raum nur halb so groß ist, wie das Studio… Und was soll ich sagen: Es kam leider wie befürchtet.
Kursbeginn war für 17 Uhr geplant und bereits um 16:37 Uhr (!) kamen die ersten Teilnehmer um sich einen Platz zu reservieren, mit der Folge, dass um 16:50 Uhr der Raum bereits knacke voll war und ich leider Teilnehmer wegschicken musste… 😥 Aber mit immerhin 25 Teilnehmern im Kursraum (der neue Rekord wie mir mein Fitness-Kollege Robert mitteilte) lagen ohnehin schon alle wie die Sardinen in der Büchse. Und wer mich kennt, der weiß, wenn ich sage es war eng, dann war es wirklich ENG! 😛

 

Aber der Kurs war trotzdem ein voller Erfolg und sowohl nach dem Vortrag als auch nach dem Kurs kamen bereits die ersten Personal Training Buchungen ins Haus geflattert! Was will man mehr!

 

Nach nochmal 20 Minuten Cardio für mich, hatte ich mir also mein Abendessen redlich verdient!

 

Wie immer fand an diesem zweiten Abend nun die Pool-Party statt, aber da die Nacht davor uns dann doch noch nachhing, ließen wir diese zugunsten unseres Schlafes ausfallen und gingen relativ zeitig ins Bett.

 

Der nächste Morgen startete dann direkt mit einem Personal Training Kunden um 8:00 Uhr (wie ganz am Anfang des Blocks erwähnt 😉) – zeitlich befinden wir uns also nun an genau der Stelle, als ich endlich mal dazu kam ein paar Zeilen zu schreiben.

 

Danach folgte Frühstück, ein weiteres Personal Training, ein bisschen Yoga für mich und meinen Mann 😏 und nach dem Mittagessen gab es dann endlich auch mal ein wenig Zeit zum Sitzen und genießen! Unseren ersten Stopp North West Point Beach / Great Inagua / Bahamas hatten wir mittlerweile auch erreicht, aber da dies "nur" ein Badestopp war, genossen wir statt dessen die Ruhe auf dem Schiff. Denn dafür sind wir ja schließlich auch hier… nicht nur zum Arbeiten 😉 Nach einem weiteren Personal Training Termin am Nachmittag und einem wie immer wunderbaren Abendessen, wollten wir nun das erste Mal wach bleiben um ins Theater zu gehen zu einer Kabarett-Aufführung, die mich wirklich interessierte. Leider machten wir den großen Fehler, „nur mal eben kurz“ auf die Kabine zu gehen, bevor wir dann ins Theater weiter gehen wollten… was wie sich rausstellte, der größte Fehler war. 😴 Einmal auf Kabine bedeutet, keine 10 Pferde bekommen mich da wieder raus! Und der Abend endete mal wieder im Bett bei dem mittlerweile zweiten Versuch endlich mal einen Film zu Ende zu schauen… Aber auch dies war „mission impossible“!

 

Das frühe Aufstehen und die Seeluft fordern einfach ihren Preis und hey… was soll’s… wir sind schließlich im „Urlaub“… und alles kann, nichts muss! 😁

 

Der nächste Tag war dann der 24.12. – Heilig Abend – und startete direkt um 8:00 Uhr mit einem Kurs zu dem tatsächlich, trotz der frühen Uhrzeit UND einer Zeitumstellung in der Nacht, in der uns eine Stunde geklaut wurde, 15 Teilnehmer erschienen, was mich sehr freute. Und das ist auch eine Gruppengröße, mit der man im Fitness Raum vernünftig arbeiten kann.

 

Darauf folgten Frühstück, diverse Personal Trainings, Mittagessen und das eigene Training (ja, endlich hab ich mal wieder Zeit was für mich zu tun! 😍) bevor wir uns schick machten, um in den Heiligen Abend zu starten.

 

Aber mal ehrlich: bei ca. 28 Grad Außentemperatur und strahlendem Sonnenschein mag sich nicht so wirklich Weihnachtsstimmung einstellen… Zumindest bei uns! Was habt ihr da so für Erfahrungen gemacht? Würde mich mal interessieren! 🙂

 

Aber dann sollte dieser besondere Abend doch noch ganz wunderbar werden!

Es ging los mit einem Auftritt von Cassandra Steen im Theater mit einem wunderbaren Mix aus klassischen und modernen Weihnachtsliedern. Danach Champagner-Empfang im Foyer (und ja, selbst ich hab mir mal ein Gläschen gegönnt), wo wir dann einen PT-Kunden von mir und seinen Mann getroffen haben. Danach ging es ins Restaurant zum leckeren Abendessen und im Anschluss waren wir noch mit den 2 Herren in der Sansibar verabredet um den Abend ausklingen zu lassen. Also alles in allem ein rundum gelungener Heiliger Abend (wenn auch sehr ungewohnt bei diesen Temperaturen 😉)

 

Der nächste Tag startete dann etwas müde aber glücklich (nach der ersten „normalen“ Nacht) mit einem Personal Training und einem entspannten Frühstück bevor wir dann das erste Mal an Land gehen wollten und zwar auf die kleine Karibik-Insel St. Barth aka die Insel der Schönen und Reichen… und super-Reichen!

 

Mit dem Tenderboot wurden wir über ziemlich starken Wellengang zur Pier gebracht, was ja an sich schon immer ein Event ist. Ein bisschen wie Achterbahn fahren 😊 Leider hatten vor Ort viele Läden geschlossen, da ja Weihnachten war und so gab es leider nicht allzu viel zu sehen. Trotzdem ist das Städtchen wirklich schön und wenn man auf Markenbekleidung etc. steht bestimmt auch ein Shopping-Paradies. Wir begnügten uns stattdessen mit einem ausgedehnten Spaziergang und einem kleinen Aufstieg auf einen Aussichtspunkt bevor wir uns dann wieder auf den Rückweg zum Schiff machten, da eigentlich noch ein Personal Training bei mir anstand, was aber dann leider abgesagt wurde.

 

Aber auch aus sowas macht man das beste und daher nutzte ich die zusätzliche Zeit um zu meinem lieben Trainerkollegen Robert in den Bauch-Express-Kurs zu gehen. Ich liebe es nämlich auch immer mal wieder „anders“ zu trainieren – dem Körper Neue zu bieten! 😉
Danach ging es dann zum Abendessen und mal wieder früh ins Bett um endlich mal den angefangenen Film zu Ende zu schauen, was wir bis dahin nicht geschafft hatten… Oh Mann…

 

Am nächsten Tag stand die Insel Antigua & Barbuda und St. John auf dem Plan und nach meinem eigenen Training, Frühstück und einem Personal Training Termin wollten wir auch natürlich hier wieder von Bord gehen!

 

Leider sollte sich dieser Stopp auf der Reise mal wieder als einer derjenigen heraus stellen, an dem man leider nicht wirklich was unternehmen konnte, es sei denn man hatte einen Ausflug gebucht oder vor Ort einen Transfer zu einem der (wie man sagt) wunderschönen Strände gebucht haben… Schade! Aber nach einem kurze Spaziergang durch die „Einkaufsstraße“ mit unfassbar aufdringlichen Verkäufern und die umliegenden sehr dreckigen und von Armut gezeichneten Straßen machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff um den Nachmittag an Bord zu genießen.

 

Und siehe da, nach meinem letzten Personal Training Termin an diesem Tag erwartete uns noch eine ganz liebe Einladung meiner Kunden und wir gingen an diesem Abend spontan ins Weltmeere Restaurant schick essen! Es ist schon immer wieder ein Event, auch wenn das Essen im Yacht Club vom Buffet an Qualität in nichts nachsteht, ist es doch was besonderes so schick bedient zu werden! 😍
Im Anschluss und als krönender Abschluss des Abends stand dann die erste Show der Breakdance Gruppe DDC auf dem Programm, die wir auf keinen Fall verpassen wollten! Und das wach halten war auch gar kein Problem, da wir tatsächlich bis um kurz vor 22 Uhr (da beginnen die Shows immer erst) im Restaurant saßen!

 

Und was soll ich sagen: Es hat sich absolut gelohnt! Tolle Kombi aus klassischer Musik und Breakdance. Absolut sehenswert! Also wenn ihr mal die Chance haben solltet: DDC! 😉

 

Nach einer kurzen Nacht startete dann der nächste Tag wieder mit einem Kurs um 8:00 Uhr, der diesmal an Deck stattfinden sollte. Ich also früh aufstanden um alles vorzubereiten. Alle Matten von Deck 5 (Fitness) auf Deck 9 geschleppt. Außerdem noch Handtücher und Wasser (Standard für die Gäste) nur dass es genau dann, wenn wir alle die Matten ausgerollt haben und anfangen wollen anfängt zu regnen… Oh Mann… Murphy’s Law sag ich da nur!

Also alles wieder zusammen gepackt, runter in den Kursraum und dort die Stunde unterrichtet. Man ist ja flexibel. 😛

 

Danach stand noch ein Personal Training auf dem Plan bevor auch wir mit dem Tender auf die heutige Insel gehen wollten. Unser Stopp heute: Norman Island, die berühmte "Treasure Island" mit einem BBQ am Strand.

 

Normalerweise lasse ich solche Veranstaltungen ja lieber aus und bevorzuge es an Bord zu bleiben, wo es dann wie ausgestorben ist und man seine Ruhe genießen kann… Aber diesmal gab es an Bord nicht so wirklich was zu essen und der Hunger hat gesiegt, so dass wir uns ins „Getümmel“ stürzten. Und das meine ich wörtlich! Denn schon die Anfahrt im Tender zum Strand machte mir Angst… 😲 Zu sehen war bereits aus der Ferne eine regelrechte Armada von orangenen Hapag Lloyd Sonnenschirmen und an Land erwarteten uns dann Massen von Menschen, gestopft an einen eigentlich viel zu kleinen Strand, gepaart mit einem riesigen BBQ-Buffet an dem sich Schlangen bildeten und eine Affenhitze… Also genau mein bzw. unser Ding! 😛

 

Na ja.. wir machten das beste draus. Erst mal warten bis die Schlangen am Buffet kleiner wurden und die Plätze im chatten mehr 😉 In der Zeit mit Kollegen und Gästen quatschen und sich des Lebens freuen, dann ein leckeres Mittagessen im Schatten (!) mit einer lieben Teilnehmerin und ihrem Mann genießen um dann gut gestärkt wieder zurück zum Schiff zu kehren. Danach stand noch ein Personal Training an und ich hatte Zeit selbst einen Kurs meines lieben Fitness-Kollegen zu besuchen bevor es Richtung Abendessen für uns ging und danach früh ins Bett. Denn so ein Tag am Strand, in der Sonne mit vielen Menschen bei gefühlt 100% Luftfeuchtigkeit macht echt platt…

Bevor wir dann am Montag, den 30.12. Key West erreichen sollten, standen 2 Seetage auf dem Plan, über die ich euch nicht wirklich viel Spektakuläres berichten kann. Ein Seetag sieht bei mir in etwa folgendermaßen aus: 6:00 Uhr klingelt der Wecker. Start in den tag mit einem Kurs, dann schnelles Frühstück, 2 bis 3 Personal Trainings, kurzes Mittagessen, 2 Personal Trainings, Kurs und Feierabend. Dann noch Abendessen und todmüde ins Bett… Ja, ich weiß, Urlaub sieht anders aus. Aber ihr wisst ja, ich bin zum Arbeiten hier. Nicht vergessen! 😉😛

 

Wobei tatsächlich der erste der beiden Tage leider nicht so gut verlief für mich diesmal… Ich hatte schon ziemlich zeitig am Tag mit Kopfschmerzen zu kämpfen (was ich sonst ja eigentlich fast nie habe, seit ich mich ernähre wie ich mich ernähre) und hinzu kam im Laufe des Tages eine furchtbare Übelkeit bedingt durch die Kopfschmerzen (denn wir hatten kaum Seegang, wovon es sonst gewesen sein könnte…) Ich dachte ich könnte es mit Tigerbalm in den Griff bekommen, aber es gipfelte leider am Ende meines letzten Kurses in einer regelrechten Migräne-Attacke und ich hatte schon Angst, mich noch im Kursraum übergeben zu müssen… Nicht schön! 😪

 

Also nichts mehr mit Kursbesuch für mich sondern nur noch auf die Kabine geschleppt, mich hingelegt, nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder eine Tablette nehmen müssen, von meinem Mann umsorgen lassen mit Ingwertee und einem kalten Waschlappen auf der Stirn, Augen zu und abwarten bis es besser wird!

 

Zum Glück konnte ich (zwar spät aber immerhin) noch zum Abendessen gehen und auch die Show von Kabarettist Chin Meyer noch sehen, auf die ich mich so gefreut hatte, nachdem wir seine erste Show leider auf Grund des Jetlags verschlafen hatten… Das war wirklich toll! Und zum Glück startete dann der nächste Seetag wieder gewohnt gesund und munter! 😊

 

Und dann verlief auch alles super an diesem Tag! DerMorgen-Kurs war gewohnt gut besucht, alle Personal Trainings kamen ohne Absage oder Verspätungen (was hier an Bord schon öfter mal vorkommt) und ich war gut drauf. Lediglich der Nachmittagskurs hatte leider sehr unter dem vorverlegten Konzert von Cassandra zu leiden, da dieses sich mit dem Kurs überschnitt und daher leider nur 4 Personen kamen. Aber dafür haben sich diese 4 umso mehr gefreut! Nachdem ich dann noch einen sehr coolen BodyArt Kurs bei meinem Kollegen Robert besucht hatte, ging es nach dem Abendessen heute mal wieder früh ins Bett, denn am nächsten Tag stand ja Key West auf dem Plan, worauf wir uns schon sehr freuten!!!

 

Der Tag startete zunächst mit einem Personal Training Termin bevor die Einreisekontrolle auf dem Plan stand. Hierfür mussten ALLE Passagiere und die Crew persönlich bei den US-Beamten „vorsprechen“ bevor wir ins Land einreisen durften. Was ein Aufwand! Aber das kante ich ja schon von meiner Afrika-Reise. Nur da ich auf dieser Reise als Crew geführt werde muss sein wegen USA und so… 🤓), mussten Alex und ich leider getrennt diesen Programm-Punkt absolvieren, da hier immer alles genau geplant und sortiert nach Deck von statten geht. Als letztes darf dann die Crew…

 

Danach ging es dann gemütlich frühstücken und dann raus in die wunderbare Sonne und rein ins Getümmel von Key West! Wobei das Getümmel sich am Morgen zum Glück echt noch in Grenzen gehalten hat und wir nach Verlassen des Schiffes in ein malerisches Städtchen starteten. Eigentlich wollten wir so viel machen… aber leider mussten wir um 16 Uhr schon wieder zurück auf dem Schiff sein und ich konnte leider nicht wie geplant ins Yoga in Key West und auch der Jetski-Trip, den wir von meinen Kunden geschenkt bekommen hatten, mussten wir skippen, weil wir so viel wie möglich vom Städtchen erkunden wollten, wenn wir schon mal da sind!

 

Und das haben wir dann auch wie gewohnt zu Fuß getan. Erster Stopp war der malerische Hafen, dann ging es in ein tolles veganes Café, was wir schon im Vorfeld raus gesucht hatten für eine gemütliche Kaffee-Pause. Lediglich die Orientierung fiel uns nicht so leicht, da wir ja kein Internet und dementsprechend kein Google Maps nutzen konnten. Und trotzdem wurden wir nach kurzer Verwirrung und nach Nachfragen bei den Locals fündig und freuten uns über leckeren Cappucchino mit Mandelmilch und hausgemachte Blackberry-Lemonade im „The Café“.

 

Von hier aus ging es weiter durch die Straße von Key West, abseits des Touristen Trubels (so wie wir das mögen) vorbei an wunderschönen Häuschen zu unserem zweiten Stopp dem „Sugar Apple Juice Bar and Veggie Deli“. Ein tolles kleines Take-Away mit anschließendem Organic Shop, in dem wir Energy Balls und Medjol Datteln für unsere weitere Reise geshoppt haben. Außerdem nahmen wir Sandwiches (Hummus und Smoked Tempeh) to go mit auf den weiteren Weg um diese dann als Picknick genießen zu können. Nach einem kurzen Chat mit einem einheimischen über die besten Plätze führte uns unser weiterer weg über die bekannte Duval Street (meiner Meinung nach nicht sehenswert weil viel zu touristisch) bis zum südlichsten Punkt der USA mit dem wohl berühmtesten Fotomotiv, der Boje! Hier haben wir großzügig auf ein Foto verzichtet, da eine unendliche Schlange an Menschen anstanden nur um Foto zu machen. Verrückt!
Stattdessen haben wir uns einen ruhigen Park gesucht, um unser Picknick zu uns zu nehmen und die Ruhe zu genießen. Keine Touristen… kein Trubel… nur wir… und Hansi (der Bikeguide) den wir tatsächlich genau dort getroffen haben 😂

 

Danach ging es frisch gestärkt weiter vorbei am Key West Lighthouse und dem Ernest Hemmingway House zum Friedhof, der uns als sehenswert empfohlen wurde, es dann aber letztendlich doch nicht war und dann wieder zurück Richtung Meer um dort nochmal eine kleine Pause an einem kleinen Kinder-Wasser-Spielplatz einzulegen um die Füße zu kühlen. Das tat echt gut, bevor wir dann den Rückweg zum Schiff antreten wollten.
Dieses war sogar schon vom Spielplatz aus zu sehen und wir freuten uns auf einen kurzen Rückweg nach immerhin schon 17000 Schritten, um dann kurz vorher festzustellen: Durchgang gesperrt! Was ein Ärger (vor allem bei meinem Mann, der ohnehin schon keine Lust mehr hatte!😑) und ein riesen Umweg. Aber auch sowas kennen wir ja schon und ist ja auch irgendwie mal wieder typisch WIR… irgendwo im Nirgendwo unterwegs! 😛

 

Danach hatten wir uns es redlich verdient, mit einem Kaffee auf unserer Terrasse die Füße hochzulegen um die wunderschöne Ausfahrt von Key West bei einem tollen Sonnenuntergang zu beobachten - was übrigens auch Tausende von Touristen in Key West jeden Nachmittag tun und was der Grund war warum wir schon so zeitig ablegen mussten: Um die Sicht nicht zu versperren!  

 

Aber für uns hat es gereicht und so konnte ich auch noch eine wunderschöne Session Yoga auf unserer Terrasse absolvieren (ich hatte ohnehin schon Halsschmerzen und keine Lust auf die Klimaanlage im Fitnessraum) bevor es dann zum Abendessen ging.

 

Und als krönender Abschluss dieses Tages wartete auch noch die zweite Show der DDC – Breakdance Gruppe, zu der wir mit meinen Kunden verabredet waren. Und was soll ich sagen: Es hat sich mal wieder absolut gelohnt, sich wach zu halten nach diesem aktiven Tag, denn die Show war nochmal um Längen besser als bereits die erste und absolut sehenswert!

 

Am Silvester-Tag stand nun wieder ein Seetag auf dem Plan, was für mich bedeutete: Kurse & Personal Trainings am laufenden Band. Und zusätzlich erwarteten mich heute erschwerte Bedingungen im Konferenzraum, in dem ich auf dieser Reise meine Personal Trainings unterrichte, denn die Weihnachtsdeko aus den Zimmern war bereits abgeräumt worden und ALLES im Konferenzraum gelagert. Zwar hatte ich noch genug Platz zum Trainieren, aber der wahnsinnige Duft nach Nelken, Zimt und Sternanis war doch eine wirkliche Herausforderung mit Gefahr einer Überdosis und einem „Weihnachts-High“… 🙈

 

Nach all den Terminen hieß es dann noch ein wenig Ausruhen (leider ging es meinem Hals und meiner Nase zusehends schlechter wegen der furchtbaren Klima-Anlagen-Luft überall) bevor wir uns dann schick gemacht haben für die Silvester-Party!

Und die startete hier an Bord tatsächlich schon um 18 Uhr, weil um diese Uhrzeit ja in Deutschland bereits 24 Uhr war (wir waren zu diesem Zeitpunkt 6 Stunden zurück). Aber für uns startete der Abend um 20 Uhr mit Abendessen wie gewohnt im Yachtclub mit den Künstlerkollegen und gegen 21:30 Uhr zog es uns dann auch an die Poolbar, wo unser lieber Ben schon auflegte und das Hauptprogramm für die Silvester-Party steigen sollte.

 

Zunächst brauchte es ein wenig um in Stimmung zu kommen, weil man sich ja als „Künstler“ auch immer fragt, was darf man… was darf man nicht… man möchte eben nicht auffallen. Und es kam erschwerend hinzu, dass mich meine Erkältung nach wie vor quälte, so dass ich mich dazu entschied wenig bis gar nichts zu trinken. Und das an Silvester… 😥

 

Aber gegen kurz vor 24 Uhr stieg auch bei uns die Stimmung, wir prosteten uns und meinen Kunden und Teilnehmern um Mitternacht zu, führten tolle Gespräche, ich bekam tolle Komplimente (getreu dem Motto: Kinder und Betrunkene sagen die Wahrheit! 😉) und dann fingen wir auch an zu tanzen, da uns die Musik von Ben schon eher zum Tanzen motivierte als die Lieder der Bordband, obwohl auch das immer super schön ist, wenn man Live-Musik hören darf!

 

Glücklich und platt vom Tanzen fielen wir dann um 2 Uhr ins Bett und freuten uns in der Nacht zum Neujahrstag über eine geschenkte Stunde dank Zeitumstellung!!! 😁

 

Der nächste Morgen startete dann relativ entspannt mit einem ruhigeren Frühstück, da ich meinen ersten Personal Training Termin erst um 10:30 Uhr hatte, was ja an Neujahr auch schon eine Leistung ist! Danach noch einen Kundentermin und wir legten auch schon in New Orleans an. Der Stopp der Reise, auf den wir uns (neben Key West) am meisten gefreut hatten!

 

Leider ließ das Wetter etwas zu wünschen übrig und es war – im vergleich zu den letzten Tagen – sogar richtig „kalt“ mit ca. 16 Grad. Trotzdem konnte uns dies nicht davon abhalten bereits an diesem halben Tag die Stadt zu erkunden. „Dick“ eingemummelt (vor allem ich mit meiner Erkältung) ging es dann raus durch die direkt angrenzende Mall auf den Riverwalk bis vor ins French Quarter. Und da es sowohl Neujahr war als auch ein Football-Spiel (Sugarball = College-Footbal-Spiel Georgia Bulldogs & Baylor Bears) abends anstand, war die Stadt brechend voll. Es waren eine Menge Straßenkünstler unterwegs und man bekam direkt einen guten Eindruck davon, wie lebendig die Stadt ist. Es zog uns zunächst zum Jackson Square und der St. Louis Cathedral, dem Herzstück des French Quarter und dann weiter zum French Market mit seinen vielen Essens- und Getränke-Ständen und seinem anschließenden „Flohmarkt“ bevor uns der Kaffeedurst (und die Kälte) in ein tolles Café mit Namen „En vie Espressobar & Café“. Wenig Tourismus, sehr alternativ, tolles Angebot, leckerer Kaffee und ungesüßte Soja- und Mandelmilch. Also perfekt für uns! 😍 Und: das schnellste Internet bisher!

 

Nachdem wir uns aufgewärmt hatten zog es uns weiter durch das French Quarter, vorbei an malerischen Häuschen und durch gemütliche Straßen (weil noch ruhig um die Uhrzeit). Alles in allem wirklich toll anzusehen. Aber ich merkte bald, dass mich meine Erkältung doch mehr beeinträchtigte als gedacht (Silvester hatte meinem Hals den letzten Rest gegeben…), denn mir fiel das Laufen immer schwerer und ich fing immer mehr an zu frieren, was uns dazu veranlasste, den Rückweg zum Schiff einzuschlagen. Nach einem Bad in der heißen Wanne, ein wenig Ruhe auf der Kabine und einem kurzen Abendessen, ging es dann früh ins Bett, denn wie man weiß, hilft Schlaf am besten, wenn der Körper sich erholen muss!

 

Und so war es dann auch. Zum Glück! Nach endlich mal gut 8 Stunden Schlaf (das erste Mal auf dieser Reise) wachte ich am morgen endlich mal ohne Wecker auf und fühlte mich viel besser. Noch nicht topfit, aber immerhin so fit, dass ich Lust hatte für eine kleine Session auf die Matte zu gehen um zu mobilisieren und dehnen, was unheimlich gut tat, auch wenn meine Kraft noch nicht wirklich wieder vorhanden war.

  

Dann genossen wir eines der wenigen ruhigen Frühstücke mal ohne Zeitdruck wegen Terminen meinerseits und machten uns dann auf den Weg in die Stadt, denn heute hatten wir einen ganzen Tag in New Orleans zu Verfügung!!! 🥰

Auf unserem Plan für heute: Hop on-hop off- Bus fahren und vor allem damit ins Garden District, was wirklich schön sein sollte. Gesagt, getan! Das Wetter war auch besser als erwartet (gemeldet war eigentlich Regen den ganzen Tag) und so ließ es sich munter los starten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Finden der Bus-Station und ein wenig Frust dadurch wurden wir dann doch noch fündig und starteten die Tour in der Canal Street, der Haupt-Einkaufsstraße von New Orleans. Von dort aus ging es weiter durch die City, den Central Business District, vorbei am World War II Museum (wusste gar nicht, dass es hier so etwas gibt) und dem Superdome in Richtung Garden District. Ich mag ja diese Touren echt gerne, auch wenn sie total touristisch sind (was ja eigentlich nicht so unser Ding ist) weil man hier einfach nochmal so viel über eine Stadt erfährt und zusätzlich noch relativ günstig (insgesamt 78 $ für uns beide zusammen) von A nach B kommt. 😉

 

Die Fahrt auf dem oberen Deck war zwar etwas zugig, aber trotzdem toll, weil an der frischen Luft und im Garden District stiegen wir dann auch das erste Mal aus um diesen zu Fuß ein wenig zu erkunden. Erster Stopp: Starbucks 😉 Für Toilettengang meinerseits und freies W-Lan, um einen schönen Organic-Laden für uns heraus zu suchen, was in dieser Gegend kein Problem sein sollte. Der Garden District ist nämlich sozusagen das hippe Villen-Viertel der Stadt auf der amerikanischen Seite (die Stadt wird durch die Canal Street in amerikanische und französische Seite aufgeteilt, wie ich im Bus gelernt habe! 🤓)
Und natürlich wurden wir fündig und landeten nach einem ordentlichen Spaziergang von ca. 45 Minuten bei „Green Fork & Straw“ einem tollen kleinen Laden mit Juices, Smoothies und Organic Food to go. Wir entschieden uns hier für jeweils einen Smoothie, da sie hier ganz tolle und ausgefallene Sorten im Angebot hatten. Für mich gab es einen „Giggle“ mit Espresso, Cold Brew Kaffee, Kirschen, Rohkakao, Banane, Hanfsamen und Nussmilch und für Alex einen „Chuckle“ mit Chai Tee, Banane, Dattel, Rohkakao und Cashewmilch. Alles frisch zubereitet selbstverständlich! 🥰

 

Und mit dieser wunderbaren Stärkung ging es dann auch wieder zurück Richtung Bus-Station um die Tour weiter zu führen. Diese führte uns dann noch ein Stück durch den Garden District und über die hübsche St. Charles Avenue, auf der wir viel über das bekannte Fest „Mardi Gras“ erfahren durften.

 

Mardi Gras ist sozusagen der Karneval in New Orleans, der sehr groß und lange gefeiert wird. Ein Brauch ist es, funkelnde Ketten an Zäune zu hängen und in die Bäume (z.B. auf der St. Charles Avenue) zu werfen, über die dann die große Parade führt.

 

Den Abschluss der Tour bildete noch das French Quarter mit dem Jackson Square und der Cathedrale sowie eine Fahrt auf der Baisin Street vorbei am Hauptfriedhof bevor wir den Bus dann am Casino wieder verließen. Alles in allem kann man sagen, dass die Fahrt echt schön und wie gewünscht sehr informativ war und wir froh waren diese gemacht zu haben, auch wenn man unsere erste Guide etwas schwer verstehen konnte und es auf dem Bus etwas zugig war 😉 Danach machten wir uns auf den Weg zurück zum Schiff, allerdings mussten wir vorher nochmal dringend auf die Toilette, und unser Weg führte uns daher in das eisgekühlte Casino. Warum ich euch das erzähle? Weil es so lustig war, denn mein Mann (der ja immerhin mittlerweile schon 40 Jahre alt ist) sich allen ernstes ausweisen musste, dass er schon 21 Jahre alt ist! Geil, oder?!?! 🤣 Jungen Hüpfer hab ich mir da geschnappt!

 

Zurück auf dem Schiff gab es dann noch ein wenig Sport für mich (da mein Kunde leider absagen musste), ein entspanntes Abendessen und eine frühe Nachtruhe. 

 

Nachdem ich endlich mal so richtig ausgeschlafen hatte am nächsten Tag, nutzte ich auch diesen letzten Morgen in New Orleans und ohne Termine dazu ein wenig Yoga für mich zu praktizieren, da wir entschieden hatten nicht mehr von Bord zu gehen. Es hätte sich ohnehin nicht gelohnt, da wir bereits um 12 Uhr wieder ablegen sollten um uns auf den letzten Teil der Reise zu begeben. Daher startete der Tag zunächst entspannt, bevor es für mich wieder an die Arbeit ging, denn auch heute standen nochmal einige Personal Trainings an. Aber es verlief alles gut und nach Feierabend waren wir noch einmal im Restaurant Weltmeere zu einem schicken Dinner mit meinen lieben Kunden aus Hamburg verabredet.


Und trotz leider sehr viel Durcheinander im Service an diesem Abend und langen Wartezeiten (in denen ich nach diesem arbeitsreichen tag fast verhungert wäre…) war es wieder Mal super schön und ich musste mal wieder feststellen, dass diese Begegnungen meine Reisen erst wirklich wertvoll machen! 🥰

 

Und obwohl an diesem Abend nochmal eine letzte Poolparty stattfinden sollte, entschieden wir uns nach dem Essen (es war immerhin schon 23 Uhr mittlerweile) ins Bett zu gehen, um am nächsten Tag fit zu sein. Denn der letzte Tag der Reise war nochmal ein Seetag und damit ein voller Arbeitstag für mich mit immerhin 2 Kursen und 6 Personal Training Terminen… 😱 Alle nochmal fit machen für den anstrengenden Abreisetag!

 

 

Aber auch dieser Tag lief bis auf ein paar Kleinigkeiten gut, so dass ich am Ende des Tages glücklich und zufrieden war, meine finale Abrechnung machen konnte um dann in einen schönen (Feier-)Abend mit meinem Mann zu gehen, bevor das Drama des Packens wieder auf uns wartete… 😣 Und ich kann es nur nochmal betonen: Ich hasse packen! Vor allem wenn man auf Gewicht, Gewichtsverteilung etc. achten muss, die Koffer wieder um 24 Uhr spätestens vor der Tür stehen müssen und man genau bedenken muss, was man am nächsten Morgen noch braucht um dann ohnehin an Land nochmal umpacken zu müssen, da man ja noch die Waschsachen benötigt. Spitze sag ich euch. Aber auch diese Aufgabe haben wir gemeistert und fielen gegen 23:30 Uhr ins Bett, denn mein Wecker sollte immerhin um 5:15 Uhr klingeln, da ich als Crew bereits um 6:15 Uhr zur Einreisekontrolle erscheinen sollte… 😭

Ein super Start in einen Tag, der ohnehin unendlich werden würde, da allein 6 Stunden Aufenthalt im Flughafen Mexico Stadt auf dem Plan standen. Da kann man sich nun wirklich was Schöneres vorstellen. Danach ging es dann wieder aufs Zimmer, den Rest einpacken und warten, bis auch Alex aufgerufen wurde (denn wir werden auf dieser Reise ständig getrennt) um dann endlich etwas frühstücken gehen zu können.

 

Nach einem entspannten Frühstück und vielen Good Byes und Auf Weidersehen mit Kollegen vom Schiff und Kunden ging es dann runter vom Schiff und in die Busse zum Flughafen Merida. Zum Glück dauerte die Fahrt lediglich eine Dreiviertel-Stunde und auch die Prozedur am Flughafen war easy, denn die Koffer wurden sogar für uns eingecheckt und wir mussten uns um nichts kümmern, da es ein Charter-Flug war. Das nenne ich mal Luxus!

 

Dann ging es mit etwas Verspätung ca. 2 Stunden mit dem Flieger nach Mexico City. Und auch hier lief für unsere Verhältnisse wieder alles wahnsinnig glatt. Sitzplätze nebeneinander, Fensterplatz UND Notausgang, also Beinfreiheit! 😁 Gutes Karma würde ich sagen!

 

Nur am Flughafen Mexico City wurde es dann zunächst ein wenig trubelig, denn wir gingen nicht mit den restlichen Gästen zusammen ins Marriott Hotel zum Essen, sondern mussten individuell einchecken und uns verpflegen. Doch nach anfänglichem Herumirren lief es dann doch alles super. Ein ruhiger Lufthansa-Check-in (weil noch sehr früh) und super leckeres Essen für einen Flughafen (Wrap und Buddha Bowl) zu absolut erschwinglichen Preisen (ca. 15 $) und RIESIGE Portionen. (Leider fehlt ein Bild weil wir solchen Hunger hatten… 🙈🙊) Also alles richtig gemacht und gar nicht mehr ärgerlich, dass wir nicht mitessen durften!

 

 

Und dann wurde es doch noch (wie eigentlich immer bei uns) aufregend und ein wenig trubelig.


Denn es sollte sich heruas stellen, dass unser Flug restlos überbucht war (ich ziehe das irgendwie magisch an... 😋) und man bot uns an, dass wir am nächsten Tag nach einer Nacht im Flughafenhotel dann nach hause fliegen könnten. Da aber sowohl Alex Dienstags wieder arbeiten sollte und auch in meinem Kalender schon wieder Termine standen, war es uns diesmal trotz vielem hin und her am Schalter nicht möglich umzubuchen und wir bestanden darauf wie geplant zu fliegen. Irgendwie aufregend war es aber trotzdem und wenn wir noch frei gehabt hätten, wären wir sogar geblieben und hätten uns über die Compensation und einen weiteren Tag "Sommer" gefreut!
Aber so ging es nun gegen 21 Uhr in den Flieger mit Richtung Frankfurt, der dann auch nach einem kleinen technischen Defekt (Stromausfall im ganzen Flieger - gruselig kann ich euch sagen) final mit etwas Verspätung startete und nach ca. 10 Stunden Flug kamen wir dann platt aber glücklich am Flughafen Frankfurt an.

Mein Fazit dieser Reise:
Irgendwie ist Weihnachten und Silvester in der Wärme nicht so ganz mein Ding und ich würde es nicht "freiwillig" buchen, auch wenn die Silvester-Party ja doch irgendwie ganz lustig und schön war. Und ich musste mal wieder feststellen, dass die Menschen und Begegnungen an Bord das wirklich Wertvolle an diesen Einsätzen sind, für die ich wahnsinnig dankbar bin. Ich weiß es immer wieder zu schätzen, meinen Beruf und Reisen miteinander verknüpfen zu können und meine Leidenschaft für Yoga auch auf See weitergeben zu dürfen! 💕
Deshalb freue ich mich schon auf meinen nächsten Einsatz für Hapag LLoyd auf der MS Europa 2 und bin gespannt, wo mich dieser hinführen wird auch wenn bislang noch kein genauer Termin feststeht.
Bis dahin bin ich mehr als dankbar für mein wunderbares Leben zu Hause, die lieben Menschen um mich herum, wo auch immer sie verstreut sind und den Weg, den ich mit euch gehen darf! ❤🕉

Namasté
Eure Julia