Yoga auf hoher See - Endlich wieder als Yogalehrerin an Bord der MS Europa 2

Meine aktuelle Reise auf der MS Europa 2 rund um die Kanaren Oder: Reisen im Zeitalter von Corona und Co.

Hallo meine lieben Yogis!

Ich freue mich, dass ihr mich wieder begleitet auf meiner aktuellen Reise als Yogalehrerin auf der MS Europa 2! Es ist so schön, endlich mal wieder an Bord sein zu dürfen! Ganz besonders, nachdem die letzte Reise doch tatsächlich schon wieder ein ganzes Jahr her ist! Auch wenn diesmal alles anders ist… Corona eben!

Aber mehr dazu später 😉

Zunächst einmal habe ich mit Erschrecken feststellen müssen, wie ruhig es sowohl hier auf meinem Blog als auch auf den Sozialen Medien bei mir geworden ist…. Und auch euch ist das sicherlich nicht entgangen. Das war absolut nicht geplant und auch kein böser Wille. Es ist einfach passiert. Und schwupps, war ein halbes Jahr rum. Zeit rennt….

In einer Zeit, in der fast das komplette Marketing eines Unternehmens über die sozialen Medien läuft, natürlich ein Desaster. Aber viel gravierender als das: so schade und unfair euch gegenüber! Von daher erst einmal ein dickes ENSCHULDIGUG dafür!!!! 🙈

Was war aber nun der Grund/die Gründe hierfür?

Tja, was soll ich sagen…?!!?! Einerseits bin ich per se – wie ihr wisst – nicht so der große Poster und online unterwegs, sondern lieber in Fleisch und Blut an eurer Seite! Zum anderen war dies vor allem Corona-bedingt.

Jetzt möchte man meinen: Mensch… während Corona ist doch gerade die Wichtigkeit von Online in unermessliche Höhen gewachsen. Und ja, ihr habt Recht!

Aber auf der anderen Seite hat diese ganze neue Situation rund um Corona und Co. auch extrem verunsichert. Vor allem mich als selbständige Yogalehrerin mit eigenem, neuen Yoga-Studio und mich als Mensch – als Planerin, immer super strukturiert, vorausschauend und bestmöglich organisiert. Das alles war plötzlich nicht mehr möglich. Man musste von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und von Monat zu Monat planen und vor allem leben. Keiner wusste was kommt. Wie geht es weiter? Was passiert? Und hinzu kamen die Existenzängste…, vor allem nach den Investitionen in mein neues Studio.

Das alles – und noch viel mehr – hat dazu geführt, dass die tolle bunte Welt von Social Media etc. plötzlich so unwichtig erschien wie noch nie und alle zusätzlichen Projekte, Ideen und Posts erst einmal auf Eis gelegt wurden von mir. Mehr oder weniger sogar unbewusst.

Aber das soll nun vorbei sein!

Diese Reise ist der Auftakt!

Wieder mehr Aktivitäten online, neue Ideen, interessante Beiträge, bei euch sein und euch mitnehmen, auch wenn – oder gerade weil - das in Person nicht möglich ist! 💪

Was ich also damit sagen will: Ich bin zurück und freue mich daher umso mehr, euch wieder auf diese spannende und außergewöhnliche Reise in dieser besonderen und außergewöhnlichen Zeit mitnehmen zu dürfen! 😀

Angefangen hat diese Reise quasi damit, dass ich leider die letzte geplante Reise im Oktober 2020 absagen musste. Auch Corona-bedingt und weil es sich zu diesem Zeitpunkt einfach nicht richtig und stimmig für mich angefühlt hat. Und in dem Moment, als ich dachte ich würde erst einmal lange nicht mehr die Gelegenheit dazu bekommen meine zwei Leidenschaften (Reisen & Yoga) miteinander zu verbinden, erreichte mich eine Anfrage von Hapag Lloyd, in der sie mich fragten, ob ich die erste „richtige“ im Sinne von explizite Yoga-Reise an Bord der MS Europa 2 begleiten würde. Verrückt … und Wahnsinn… und was für eine Ehre bei all der Auswahl an guten Lehrern, die bereits für Hapag Lloyd auf den Schiffen unterwegs waren! Und auch wenn dies wahnsinnig ungeplant und auch verhältnismäßig kurzfristig kam, stand für mich außer Frage, dass ich zusage! Nicht nur wegen der Wertschätzung mir gegenüber und meiner Person, sondern auch, weil die Aussicht auf eine Reise nach diesem Jahr nur zu Hause sich einfach ganz wundervoll anfühlte.

Also: gesagt – getan! Ich sagte die Reise rund um die Kanarischen Inseln zu und wir starteten in die Planung. Meine Ansprechpartnerin hatte schon tolle Ideen für die Reise gesammelt aber auch für meine Vorschläge und Anregungen blieb hier noch genug Raum. Also nochmal eine ganz neue Erfahrung so stark involviert sein zu dürfen! Und wieder einmal diese unendliche Dankbarkeit, das alles erleben zu dürfen! Unbezahlbar! 🧡

Alles lief super zu diesem Zeitpunkt. Mein lieber Mann sollte mich begleiten und zudem noch eine liebe Yoga-Lehrerin aus Berlin. Die Corona Zahlen sahen gut aus und wir freuten uns über alle Maßen auf die wunderbare Zeit an Bord dieses tollen Schiffes und auf die Kanaren mit ihrem milden Klima in dieser grauen Jahreszeit.

Doch just als man dachte, es könne nichts mehr diese Freude trüben, kam es doch – wie so oft im Leben – mal wieder ganz anders als geplant.

Die Corona-Zahlen stiegen wieder, Maßnahmen wurden verschärft, eine Quarantäne-Pflicht nach Reisen wurde eingeführt etc. Und wieder einmal wurde man für zu viel Planen bestraft, eines Besseren belehrt und musste Plan B finden. Andererseits auch wieder eine Chance zu wachsen, sich in Flexibilität nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig zu üben, und das Beste daraus zu machen. Für mich als Voraus-Planerin aber auch wieder eine große Herausforderung. Aber hey… Herausforderungen sind dafür da, sie anzunehmen, oder?!?! 😀

Um euch hier nicht mit der ganzen Story zu langweilen sei nur kurz gesagt, es waren hektische und planungsintensive Wochen vor der Reise, mit vielen kurzfristigen Änderungen, neuen Überlegungen, immer wieder Abwägen und Hinterfragen, ob das alles Sinn macht, bis hin zu der Entscheidung die Reise anzutreten. Allerdings ohne meinen Mann!

Und so kam es dann, dass ich tatsächlich am Montag, den 18.01.2021 in den Flieger nach Teneriffa stieg! ✈

Natürlich nicht ohne all die momentan notwendigen Maßnahmen im Vorfeld, die Corona so mit sich bringt. Hier ist der allumfassende Satz dazu: Reisen im Zeitalter von Corona ist TOTAL ANDERS als gewohnt und erfordert viel Vorbereitung im Vorfeld. Aber: es lohnt sich!

Was stand also an?

Natürlich einen PCR-Test machen, Einreise-Fragebogen ausfüllen, Sicherheitsmaßnahmen beachten und in die Planung einfließen lassen und und und.

Aber nicht umsonst wurde Hapag Lloyd für ihr absolut stimmiges Hygienekonzept von Fresenius ausgezeichnet und fährt als einer von wenigen Reedereien überhaupt noch. Ich glaube, man ist auf Grund diverser Fakten (Alle Passagier negativ getestet, Charterflug nur mit Gästen, max. 60% Belegung an Bord, Desinfektionen mehrfach am Tag, tägliches Fiebermessen, Abstandsregeln, etc.) nirgends sicherer als an Bord. Und das gibt ein gutes Gefühl zu Reisen!

Diejenigen unter euch, die mich kennen, wissen, wie chaotisch es immer bei mir zugeht vor Reisen und wie verrück ich mich gerne mache, was packen angeht etc. Aber ich muss sagen, trotz der besonderen Situation diesmal, lief alles erstaunlich glatt. Mit meinem Corona-Testing klappte alles problemlos und ohne viel Warterei. Die Registrierung für die Kanaren funktionierte reibungslos. Der Koffer war groß genug und diesmal hatte ich auch kein Übergepäck (mag aber auch daran liegen, dass ich ja nur 8 Tage weg bin😜). Ich kam pünktlich zu Hause los und im Flughafen (zumindest Halle B) war es so entspannt, wie nie. Innerhalb von 10 Minuten war ich problemlos eingecheckt und sozusagen „ready to go“.

Nach kurzer Verspätung des Fliegers (wie gesagt Charter und ausschließlich MS Europa 2 Gäste und Besatzung) konnte auch ich dann mal langsam entspannen, was sich immer erst dann bei mir einstellt, sobald ich im Flieger sitze.

Einziger Wehrmutstropfen: den ganzen Flug über Maske tragen…

Absolutes Highlight dank Corona: eine ganze 3er-Reihe für mich alleine! 😁

Ein Glück hatte ich für Essen bereits gesorgt und mir mein Essen mitgenommen, denn es gab leider nur Sandwiches (was für mich nicht geht wegen Gluten). Und dann war zu allem Überfluss mein „veganes Essen“ auch noch ein Sandwich mit FETAKÄSE (statt Gouda). Da sieht man mal wieder was für ein langer Weg es noch ist, bis die vegane Ernährung bei allen angekommen ist…. 🙈 Muss ja nicht jeder vegan werden… aber, dass Feta nicht vegan, weil aus Milch ist, das müsste man doch wissen. Na ja… wie gesagt… ich war ja zum Glück und wohlweislich gut versorgt!

18.01.2021 Teneriffa

Tatsächlich verging der Flug diesmal wie im Fluge und wir landeten in Teneriffa Süd relativ planmäßig. Nach der Kontrolle des negativen PCR-Test sowie dem Abholen des Gepäcks ( was auch rasend schnell ging) ging es dann durch ein gespenstisch leeres Terminal zum Bus und damit ab zum Schiff. Auch hier galt es diesmal – natürlich – besondere Corona-Maßnahmen zu beachten. Wieder Vorlage der Testbescheinigung, Check-in mit Desinfektion, Fieber messen, Abstand halten… aber irgendwie schon alles nicht mehr so befremdlich. Und auch der obligatorische Champagner-Empfang fiel Corona-bedingt aus und wir begaben uns direkt auf die Suiten. (Hier wurde dann natürlich der Empfang nachgeholt mit Häppchen und Champagner – aber nicht für mich 😉)

Dann stand für den ersten Tag „nur“ noch die obligatorische Seenotrettungsübung auf dem Plan (wie immer in voller Montur) sowie das Künstlermeeting mit allen Künstlern an Bord (gefühlt genau so viele Künstler wie Gäste 🙈). Hier war es schön, das ein oder andere bekannte Gesicht wieder zu sehen – wie auch bereits schon beim Personal – und irgendwie toll, dass trotz der schwachen Buchungszahlen dem Gast immer das Beste geboten wird, um den Aufenthalt so wunderbar wie möglich zu gestalten. Qualität eben!

Danach schnell ab ans Buffet, nachdem der Magen schon geknurrt hatte, da es ja mittlerweile in Deutschland 20:00 Uhr durch war, um mit meiner lieben Kollegin Hanka Sat Want (eine absolute Herzensempfehlung für euch!!! 🧡) aus Berlin lecker zu essen. Wie immer ein Genuss hier auf der Europa 2 und für jeden was dabei (auch für Veganer mit Gluten-Intolleranz wie mich 😉) Nach einem kurzen Spaziergang an Bord fiel ich dann todmüde ins Bett.

Sonne, Meer, Yoga, Schiff, Julia Yoga
Angekommen & endlich mal wieder Sonne!!!

19.01.2021 Teneriffa

Wie immer war die erste Nacht bei mir nicht wirklich erholsam… Leider! Aber das kenne ich ja – ihr vielleicht auch! Ungewohntes Bett, ungewohnte Umgebung, … Trotzdem klingelte der Wecker, da ich ja meinen ersten Kurs direkt morgens geben sollte.

Mit einer ohnehin geringen Erwartungshaltung was die Teilnehmerzahlen angeht bei einer so geringen Belegung des Schiffes, machte ich mich auf den Weg. Und tatsächlich kamen dann nur 2 Teilnehmer. Aber wir machten das Beste draus und es war tatsächlich eine so schöne Stunde und die Teilnehmer (ein Ehepaar) waren so happy, weil ich mich ganz um ihre individuellen Bedürfnisse als absolute Yoga-Beginner kümmern konnte. So schön! 😍 Alles passiert, wie es passieren soll!

Nach dieser wunderbaren Stunde, einem leckeren Frühstück mit den Künstler-Kollegen und einem Kaffee am Pooldeck bei strahlendem Sonnenschein, startete ich in einen entspannten Dienstag-Mittag auf meiner Veranda. Und wer mich kennt, der weiß, wie besonders das für mich ist. Ich gestehe, ich musste mich erst einmal daran gewöhnen auf dieser Reise zunächst einmal (das sollte sich ändern!) so wenige Termine zu haben wie noch nie, um die Zeiten wirklich genießen zu können. Auch ich bin schließlich nur ein Mensch – nicht der Über-Yogi 😂

Auch ich habe keinen Off-Schalter, wenn es ums Entspannen geht und doch war ja unter anderem dieser Punkt ein Grund der Reise. Auch wenn es hier natürlich nie ganz ohne Arbeit geht! 😇 Ich sag nur: selbst und ständig!  

Was macht man nun so, wenn man keine Termine hat? Man sitzt gemütlich auf der Veranda, arbeitet ein bisschen am Laptop, liest, geht schon wieder essen, macht selbst bisschen Yoga … Ganz schön verrückt!

Und dann wurde es spannend für mich: wird die Internetverbindung halten? Kann ich den Online-Kurs nach Hause streamen? 🤔 Man hatte mich hier vorgewarnt, dass es wahrscheinlich nicht funktionieren würde…

Aber was soll ich sagen: ES FUNKTIONIERTE TATSÄCHLICH!!!! 🎉🎉🎉 Ich kann euch sagen, ich war so so glücklich!!!! Alle meine lieben Yogis von Zuhause auf dem Bildschirm, ich davor, eine stabile Verbindung ohne Probleme und eine wunderbare Stunde! 😍 Bis dann tatsächlich kurz vor der Verabschiedung die Verbindung abgebrochen ist… Aber das war zu verschmerzen. Wirklich schön!

Mit diesem tollen Gefühl ging es nun in den Abend für mich zu einem entspannten Abendessen mit meiner lieben Kollegin Hanka und als krönenden Abschluss ins Theater wo heute die Vorstellung von Samuel Lenz, einem der jüngsten Mentalmagier (und das auch noch aus Frankfurt) überhaupt, stattfinden sollte.

Ich war gespannt! Und wir wurden nicht enttäuscht! Mit seinen gerade mal 23 Jahren kann er locker mit anderen Mentalmagiern, die ich schon gesehen habe mithalten.

Tolle Show! Trotz erschwerter Bedingungen, weil ich mir vorstellen kann, dass es nicht so leicht ist, vor einem so leeren Theater zu performen!

Restaurant, MS Europa 2, Künstler, Yogalehrer
Restaurant Weltmeere

20.01.2021 Lanzarote

Nach einer sehr entspannten Nacht startete ich dann munter in den nächsten Tag und eine neue Morgen-Stunde mit lieben Teilnehmern. Leider kamen erneut nur 2 Personen (da sich die Kurszeiten leider mit den Ausflugszeiten überschnitten), was für mich so ungewohnt ist auf diesem Schiff, aber dennoch toll, weil ich mich so gut um jeden kümmern kann! 😀 Ihr kennt das ja, je weniger Leute im Kurs desto intensiver die Betreuung und desto schöner für den Yogi! 😉🧡

Danach folge ein tolles Frühstück mit Kollegen (man hat mir tatsächlich Rührtofu extra zubereitet 🤩) und ich wäre ja nicht ich, wenn ich wirklich mal NICHTS tun würde. Ihr kennt mich! Es gab also einiges zu organisieren und auch 2 Therapie-Patienten durften ich helfen, was mir – nicht nur zu Hause, sondern auch an Bord – ja immer besonders am Herzen liegt! Denn hier wird die Wirkung von Yoga besonders deutlich und es ist einfach ein tolles Gefühl wenn man Schmerzen lindern kann und so wieder mehr Lebens-Qualität entsteht. Unbezahlbar!

Und dann wurde es wieder spannend!

Nachdem den ganzen Tag mit dem Internet schon etwas nicht so ganz rund lief, stieg die Spannung für meinem nächsten Online-Kurs über Zoom….Und wirklich: ich versuchte minutenlang eine Verbindung herzustellen, die immer wieder abbrach…. War schon ganz traurig den Kurs absagen zu müssen und wollte gerade „aufgeben“ als um Punkt 19:00 Uhr dann plötzlich die Verbindung stand und ich all meine Yogis sowohl sehen, als auch hören konnte!!!! 🎉🎉🎉 Yeah!!!!

Und noch was: die Verbindung hielt sogar diesmal bis über die Verabschiedung hinweg, so dass auch dieser Tag mit einer wunderschönen Klasse mit meinen Yogis zu Hause – zumindest arbeitstechnisch – endete.

Nach einem wohlverdienten, wie immer köstlichen, diesmal sehr ausgedehnten Abendessen im Kreise meiner Kollegen fiel ich dann glücklich und zufrieden in mein Bett!

Meer, Schiffsreise, Kanaren, Yoga-Reise
So schön und ruhig!

21.01.2021 Fuerteventura

Eine erneut etwas unruhige Nacht sollte den Tag beenden, was aber nicht weiter schlimm war, denn es sollte ein positiver Tag werden! 😀

Nach meinem morgendlichen Kurs und einem kurzen Frühstück ging es weiter mit einem ziemlich vollen Tag. Aber alles lief super! Kennt ihr das? Manchmal hat man eigentlich nicht wirklich viel zu tun und trotzdem ist man gestresst, weil irgendetwas nicht funktioniert… und dann gibt es wieder Tage, die sind eigentlich richtig voll aber dadurch, dass alles im Fluss ist, fühlt man sich trotzdem super. So ein Tag war dieser Donnerstag! 🤩 Und sogar der Online Kurs sowie mein erster Online Personal Training Termin vom Schiff aus verliefen – nach kurzen technischen Problemchen - wie geplant und die Verbindung blieb stabil! Was will man mehr?!?!

Gekrönt wurde dieser Abend mit einem Abendessen mit meiner lieben Kollegin- diesmal im Restaurant Elements - und ich freute mich sehr, dass ich dieses nun einmal besuchen durfte, was auf Grund der Belegungszahlen sonst uns Künstlern leider vorenthalten ist. Denn im Elements wird asiatische Küche serviert (jedes a la carte Restaurant hat ja seine eigene Ausrichtung!) und ich liebe asiatisches Essen!!! ❤

Und was soll ich sagen: Das Essen war grandios! Selten so gut gegessen. Lediglich der Hauptgang war dann leider viel zu üppig, so dass wir davon etwas zurück gehen lassen mussten, was immer sehr schade ist!

Geendet haben wir den Abend dann bei einem Live-Konzert unseres Künstlerkollegens Rolf Stahlhofen. Ein Wahnsinns-Künstler, der schon mit so vielen bekannten Bands und anderen Künstlern auf der Bühne gestanden hat. Kaum zu glauben, dass es so was Tolles hier an Bord geboten wird.

Leider merkte ich bereits an diesem Abend im Theater, dass irgendetwas nicht stimmte bei mir… 🤔 schob es aber noch auf das üppige Abendessen und machte mich etwas früher als die anderen Mädels auf dem Weg ins Bett. 

22.01.2021 Gran Canaria

Leider sollte es sich bewahrheiten, dass irgendetwas nicht stimmte….

Ich wachte auf mit wahnsinniger Übelkeit und Kreislauf-Beschwerden und dachte erst ich wäre seekrank geworden. Aber bei dem geringen Wellengang und nachdem es mir weiterhin schlecht ging auch nachdem wir angelegt hatten und das Schiff sich nicht mehr bewegte war mir klar, es musste etwas anderes sein. ☹

Also startete ich meinen Tag mit Tabletten, Tee und trockenem Brot, so dass ich wenigstens den morgendlichen Kurs unterrichten konnte.

Auch das Frühstück musste leider ausfallen und es gab stattdessen wieder trockenes Brot auf die Suite. Ein Glück gibt es hier glutenfreies Brot!!!!

Nachdem ich irgendwie meine Personal Training Termine überlebt hatte, führte mich mein Weg schnurstracks nur noch auf meine Kabine und lediglich unterbrochen durch eine kurze Wachphase, in der ich mir eine Brühe und wieder Brot bestellte, schlief ich tatsächlich von 16:30 Uhr bis zum nächsten Morgen nur noch. Was ein Tag… 😭😭😭

So etwas braucht man echt nicht! Vor allem nicht, wenn man ja eigentlich auch noch arbeiten muss….

Aber hey… „Life ist what happens while you are busy making other plans“ So ist es halt manchmal!

Sonnenaufgang, Atlantik, Ruhe, Meditation
Unbezahlbare Momente!

23.01.2021 La Gomera

Am nächsten Morgen zeigte sich dann zum Glück mal wieder, dass der Körper manchmal einfach nur Ruhe braucht und sich bestens selbst heilen kann. 💪

Von topfit war ich zwar noch weit entfernt, aber es ging mir schon so viel besser!

Dementsprechend stand einem tollen Tag mit vielen positiven Erlebnissen nichts mehr im Wege. Und den hatte ich dann auch! 😀

Nach einer tollen Morgen-Klasse traf ich „meine Mädels“ wieder zum Frühstück und ich kann euch sagen, dass Essen einfach am besten schmeckt, wenn man nach einem Tag Übelkeit endlich wieder „richtig“ essen kann!

Nach einem Plausch in der Sonne folgen wunderbare Einzelstunden mit meinen tollen Yogis hier an Bord und ein super leckeres Mittagessen inklusive Sushi heute! Das ist so toll, dass es auf jeder Reise einmal mittags ein Sushi-Buffet gibt!!! 😍 Und das natürlich auch mit veganen Varianten für mich!

Und dann war ich heute zum zweiten Male auch mit einem Nachmittagskurs dran, um das Thema Hüfte zu bearbeiten. Es war ein ganz toller Kurs, der nun – auf Grund der Uhrzeit - auch gut besucht war und nicht nur meine Yogis, sondern auch ich hatten eine gute Zeit auf der Matte. Nach einem weiteren Termin dann, schlossen wir als Mädelsgruppe den Abend bei dem heutigen BBQ gebührend ab. Schade war nur, dass wir nicht wie erhofft bei den Gästen am Pool sitzen durften (einfach auf Grund des wenigen Platzes in Kombi mit Abstandsregeln) und es daher nicht ganz so authentisch BBQ war… Aber dem leckeren Essen und einer guten Stimmung hat es nicht geschadet! 😉

Und auch wenn ich mir so so gerne noch das zweite Konzert von Rolf angehört hätte am Pool, merkte ich doch, dass ich noch platt vom Vortag war und verabschiedete mich in meine wohlverdiente Bettruhe! 😴

24.01.2021 La Palma & 25.01.2021 El Hierrro

Die nächsten beiden Tage verliefen nun sehr ähnlich. Nach meinem Kurs morgens folgten Einzel-Coachings, die bis zum späten Nachmittag dauerten und ich schloss meinen Tag gebührend ab mit einem wundervollen ausgedehnten Abendessen im Kreise meiner lieben Kollegen!

Was sehr traurig für mich war: Auf Grund der schlechten Internet-Verbindung und terminlichen Änderungen an Bord war es mir nicht möglich meine Online-Kurse nach Deutschland zu streamen und ich vermisste meine Yogis sehr… ☹ Dabei lief es am Anfang so gut. Aber in technischen Gegebenheiten steckt man halt manchmal nicht drin. Leider!

Nicht von Bord gehen zu können und die meiste Zeit zu arbeiten hört sich nun für euch vielleicht etwas schade an, aber schließlich bin ich ja auch deshalb auf der MS Europa und freue mich über die Maße, wenn die Nachfrage nach Yoga besteht und ich so vielen Menschen helfen darf! 😀 Denn es sind immer wieder die wundervollen Begegnungen, Gespräche und Verbindungen, die sich aus den Reisen ergeben, die für mich den absoluten Mehrwert ausmachen!

Der einzige Wehrmutstropfen ist nur meist, dass die Gäste nun mal in Deutschland nicht direkt „ums Eck“ wohnen. Aber auch diese räumlichen Distanzen kann man, durch Besuche oder – da sind wir ja nun dran gewöhnt in Zeiten von Corona – durch Online-Coachings überwinden 😉 Also alles fein!

Pool, MS Europa 2, Entspannung
Und sogar wunderbare Ruhe am Pooldeck

26.01.2021 Teneriffa / Abreise

Und dann war es schon soweit:

Nach einer wie gewohnt unruhigen letzten Nacht startete ich dann trotz allem mit bester Laune und energiegeladen in den Tag der Abreise. Ich hatte mir ausreichend Zeit eingeplant zu packen (diesmal hatte ich meinen Koffer nicht nachts vor die Tür gestellt) und meinen Kaffee zu trinken, bevor ich die letzten Gänge an Bord erledigte. Zimmer-Rechnung bezahlen, Equipment zurück bringen, noch ein paar administrative Sachen erledigen…. Auch hier wieder: es ist halt eine Geschäftsreise und kein Urlaub 😉

Aber wie gesagt, hatte ich hierfür ausreichend Zeit eingeplant um dann in Ruhe noch mit meiner Kollegin Hanka sowie den beiden Klassik-Mädels Lea & Esther Birringer (deren Konzert ich leider wegen Krankheit verpasst hatte) frühstücken zu gehen, bevor es für mich um 10:30 Uhr dann von Bord gehen sollte.

Es ist unglaublich, wie ruhig alles verläuft, wenn so wenige Gäste an Bord sind wie bei dieser Reise.  Ebenso die Fahrt zum Flughafen als auch der Check-in sowie alles weitere am Flughafen Teneriffa verlief über die Maße entspannt. Man muss auch die positiven Seiten dieser aktuellen Zeit sehen und würdigen können, vor allem wenn man dann auch noch den Luxus erlebt, erneut alleine in einer 3er-Reihe im Flieger sitzen und sich ausbreiten zu können! Positive Mindset! 👌

Mit wieder einmal ganz vielen schönen Erlebnissen, Begegnungen, neuen Ideen und dem Gefühl wieder ein Stückchen selbst gewachsen zu sein, landete ich dann am Dienstag, den 26.01.2021 abends in Frankfurt am Flughafen und kann final und zusammenfassend sagen:

Diese Reise – mit all ihren Besonderheiten und vermeintlichen Hürden – war ein voller Erfolg, die richtige Entscheidung und absolut wertvoll und ich freue mich schon darauf, wenn es wieder heißt: Auf auf zur nächsten Reise als Yogalehrerin auf der wunderbaren MS Europa 2! 😍   

Ausblick, Wasser, healthy food
Mittagessen in der Sonne mit Ausblick

P.S. Falls ihr euch wundert, warum es diesmal so wenige Bilder gibt... das liegt einfach daran, dass ich diesmal nicht von Bord gegangen bin und es demnach einfach nicht so viel Interessantes für euch zu sehen gab 😉

Yoga-Weisheit, Julia Gröninger Yoga
Wie wahr....