On the Road - von Montreal bis Boston

Hallo ihr Lieben!

 

Es ist Freitag und tatsächlich ist schon wieder eine Woche dieses wunderbaren Urlaubes rum… Immer wieder unfassbar wie die Zeit rennt wenn man Dinge unternimmt, die einen glücklich machen, oder?!?

Heute ist der erste Tag ohne Sonne und mit leichtem Regen und wir befinden uns gerade auf dem Weg von Portland nach Boston, so dass ich die Fahrt nutze, um an meinem Blog zu arbeiten.

Die letzte Woche war so wahnsinnig toll und abwechslungsreich und ich habe daher einiges zu berichten und auch einige tolle Reise-, Essens- und Yoga-Tipps für euch gesammelt. Viel Spaß beim Lesen!

Die Reise begann also in Montreal in einem Hotel direkt am Flughafen nach einer furchtbaren Nacht, die bereits – auf Grund meines Jetlags – um 5:00 Uhr morgens endete. Zum Glück gibt es auf Hotelzimmern in den USA und Kanada (fast) immer Kaffeemaschinen, so dass diese direkt von mir angeworfen wurde. Nach dem Kaffee und der darauffolgenden Dusche fühlte man sich zumindest einigermaßen wieder wie ein Mensch.

Der Vorteil daran, wenn man mitten in der Nacht aufsteht und in die Stadt fährt, ist, dass kaum Verkehr herrscht, und dass trotz des stattfindenden Grand Prix… Nach anfänglicher Ratlosigkeit bezüglich unseres scheinbar kostenfreien Parkplatzes (mit dem wir wohl wirklich unfassbar Glück hatten 😊) ging es mit einem weiteren Kaffee in der Hand auf Entdeckungstour durch die noch fast menschenleere Stadt und den Hafen. Der Hunger trieb uns dann schließlich durch Zufall in ein wunderbares Frühstückslokal etwas außerhalb, das ich wirklich wärmstens empfehlen kann: Fabergé. Tolle Location, nette Bedienung, akzeptable Preise und die tollsten und leckersten Eierspezialitäten, die ich jemals gegessen habe!!!! Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Von Montreal aus ging es dann frisch gestärkt und mit maximal 100 km/h Tempolimit in Richtung Quebec City. Unerwarteter Weise fanden wir auf dem Weg durch Zufall einen super süßen kleinen Supermarkt irgendwo im Nirgendwo mit den günstigsten Preisen der gesamten Reise bisher und waren erstaunt über die Sauberkeit der kanadischen Rastplätze.

Kaum angekommen in unserem Hôtel Cofortel etwas außerhalb (am Flughafen) von Quebec machten wir uns direkt auf dem Weg in die Stadt. Parken ist hier kein Problem. Es gibt eine Parkgarage direkt im Zentrum für gerade mal 12 CAD pro Tag, was momentan umgerechnet ca. 8,- € entspricht. Man kann also nicht meckern!

Die Altstadt von Quebec City ist wirklich wirklich schön. Viele kleine Gässchen, viele Geschäfte und Shops... und leider auch sehr viele Menschen. (Kann aber auch daran gelegen haben, dass Wochenende war und zu dieser Zeit gerade ein Stadtfest stattgefunden hat). Außerdem ist das Schloss und die davorliegende Terrasse, sowie der wunderschön neu angelegte Alte Hafen absolut sehenswert. Nach über 18000 Schritten und 17 Etagen Höhenunterscheid für diesen Tag meldete sich der Magen und ein weiteres Mal gelangten wir über die tolle Recherche meines Mannes in ein wirklich empfehlenswertes kleines Sushi-Restaurant mit dem unscheinbaren Namen Sushibox, das rein äußerlich nicht gerade meine erste Wahl gewesen wäre, sich allerdings als Glücksgriff und Geheimtipp entpuppt hat. Und das, obwohl hier augenscheinlich kein einziger Japaner arbeitet… 😃

Nach einer weiteren kurzen Nacht nutze ich den nächsten Morgen um mir den hoteleigenen Fitness-Raum mal genauer anzuschauen und war überrascht. Zwar klein, aber absolut moderne Geräte, ein Kraft-Tower an dem ich mich auspowern konnte und auch noch genug Platz zum Ausrollen der Yogamatte! Was will man mehr...?!?!

Nach einem etwas enttäuschenden Angebot beim Frühstück (übrigens einziger Minuspunkt bei der Hotelwahl) ging es erneut in die Altstadt von Quebec um das Fort und den dazugehörigen Park zu erkunden. Auch hier kann man wieder nur sagen: sehr gepflegt und absolut sehenswert…. Nur zu heiß mit über 30°Grad! Puh! Deshalb haben wir uns gegen Mittag in eine Mall verzogen um bei Lululemon, meiner Meinung nach einer der besten Marken für Yoga- und Sportbekleidung shoppen zu gehen. Ein Paradies!!!! Ich war für ca. eine Stunde lang im siebten Himmel.... und die Prozente als Yogalehrer sowie die Vorteile durch den aktuellen Umrechnungskurs des CAD haben sich gelohnt! Nach der Shoppingtour ging es in das erste Yoga-Studio dieser Reise zu einer Stunde Acro-Fit, einer Art Acro-Yoga (Drop-in class ca. 22 CAD). Auch hier gibt es wieder nur Positives zu berichten und die kleine inhabergeführte Kette YogaFitness kann ich guten Gewissens weiterempfehlen. Schwerpunkt liegt hier ganz klar auf Hot-Yoga bzw. Bikram Yoga und unterrichtet wird auf Französisch (was unerwarteter Weise nur ein kleineres Problem darstellte 😉) aber die Lehrer sprechen auch alle englisch und helfen gerne. Nach einer schweißtreibenden Stunde und einem kleinen Picknick auf dem Bett ging es an diesem Abend zeitig ins Bett.

Am nächsten Morgen musste ich natürlich nochmals diesen wunderbaren Fitness-Raum nutzen bevor nach dem Frühstück weiter in Richtung Bar Harbor/Maine in den USA ging. Knapp 500 Kilometer, quer durch den Wald wo fast niemand fährt außer uns und vor allem: über die Grenze zu den USA. Ich weiß nicht was ich erwartet habe... aber nicht, dass wir so genau unter die Lupe genommen werden. Die ganze Prozedur dauerte ca. 30 Minuten und nicht nur das Auto wird kontrolliert, sondern auch wir als Person mussten Fragen beantworten, Fragebögen ausfüllen und zu guter Letzt auch noch für die ganze Geschichte zahlen….. Frechheit! Bleibt nur zu hoffen, dass es auf dem Weg zurück nach Kanada schneller geht!

Kaum auf der vorgelagerten Insel um Bar Harbor angekommen, nahm der Verkehr rapide zu. Baustellen wohin das Auge sieht und deshalb Stau… Stau… Stau…... und das nach bereits 5 Stunden im Auto. Furchtbar! Dafür war unser Hotel – das Acadia Inn überraschend schön. Zwar altbacken bis zum geht nicht mehr (Tapete aus den 50ern schätze ich) aber groß, sauber und super gelegen genau zwischen Städtchen und Nationalpark. Und dazu eines der wenigen überhaupt bezahlbaren Hotels in Bar Harbor. Leider hatten wir am ersten Abend das erste Mal etwas Pech mit der Auswahl unserer Dinner-Location… Teuer ist in Bar Harbor zwar jedes Restaurant….. aber wir haben auch noch eines mit wenig freundlichem Personal und kleinen Portionen erwischt… ☹ Nicht zu empfehlen: Cherrystone! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich jemals aus einem Restaurant hungrig gegangen wäre… Na ja, es gibt wohl für alles ein erstes Mal!

Leider gibt es im Acadia Inn (kleiner Minuspunkt) keinen Fitness Raum, so dass der Tag ohne Bewegung startete, was sich jedoch später als sehr sinnvoll erweisen sollte. Das Frühstück im Hotel ist für amerikanische Verhältnisse echt gut und die Frühstücksdame super nett. Danach ging es in den Acadia National Park zum Wandern. 25$ Eintritt pro Auto und nochmal 10$ für die Hiking Karte. Humane Preise also.

Und es hat sich sowas von gelohnt kann ich euch sagen! Wunderbare Natur, alles super sauber, toll ausgeschildert und abseits der populärsten Hotspots auch sehr ruhig. Wir haben uns für die Autoroute – den Park Loop – entschieden, da man so einen Großteil des Parks an einem Tag sehen kann. Es gibt an dieser Route überall Parkplätze zum Anhalten, von denen aus man kleinere Hiking Trails begehen kann.

Direkt der erste Trail des Tages sollte dann auch der anstrengendste werden. Bei gut 30°Celsius über 70 Etagen erklommen und unfassbar geschwitzt, aber der Ausblick war es wert! Ein bisschen Yoga-Spielerei zwischendurch durfte natürlich auch nicht fehlen!

Nach einer unbedingt notwendigen Dusche ging es erneut ins Städtchen, wo wir abgesehen von tollen kleinen Läden auch unfassbar nette Gespräche erleben durften. Empfehlenswert hier: A Little Mad (Island Shop and Gallery) mit Produkten kleiner (lokaler) Designer und wahnsinnig netten Besitzern & Fiore Olive Oils and Vinegars (frische Olivenöle und Balsamico Essige aus der ganzen Welt) mit der besten Beratung und einem der nettesten Besitzer, die ich jemals treffen durfte!

Dann ging es zu meiner ersten Yoga-Stunde bei Destination Health, einem kleinen aber feinen Yoga-Studio direkt mitten in Bar Harbor. Hatha Yoga 90 Minuten bei David, was nach der Hiking Tour genau das Richtige war. Sehr spirituell, sehr ruhig, viel Dehnen, viel Chanten….. ganz anders als sonst meine persönliche Yoga-Praxis aussieht, aber wirklich schön und entspannend. Danach ging es auf Empfehlung ins Side Street Café zum Dinner, in dem wir dann tatsächlich nicht nur bezahlbares, sondern auch leckeres Essen in einer vernünftigen Portionsgröße in Bar Harbor gefunden haben. Einziger Nachteil diesmal: Total vollgestopft ins Bett zu gehen...…

Am nächsten Morgen fiel das Frühstück im Hotel zugunsten einer Morning-Yoga-Session aus und es ging direkt noch einmal zu Destination Health zu einer wunderbaren Flow-Stunde bei Pheobe Andrews, einer wirklich tollen Yogalehrerin. Danach gab es dann wohlverdientes Frühstück bei Thrive Juice Bar & Kitchen, einer wirklich tollen kleinen Location mit Healthy Food und Drinks genau nach meinem Geschmack. Meine Wahl: Hot-Quinoa-Breakfast Bowl und einen frisch gepressten Saft. Yummie!!!!

Dann ging es ab nach Portland zu unserem ersten AirBnB dieser Reise bei Katherine, die uns mehr als herzlich empfangen hat. Wir fühlten uns direkt wohl in diesem kleinen süßen Haus mit ihr und ihren süßen Haustieren. Vor allem ihr Hund Frankie hatte es uns direkt angetan! Bis auf ein paar viele Tierhaare und einem sehr kuschelig kleinen Bett war es eine super Unterkunft außerhalb von Portland in einer ruhigen Wohngegend aber mit schneller Anbindung an die City.

Am Abend waren wir dann auf Katherines Empfehlung hin in einem tollen vegetarischen Restaurant essen, dem Green Elephant. Sehr gute Speiseauswahl (leicht asiatisch angehaucht) und annehmbare Preise für die Gegend. Also auch diesmal wieder: absolut empfehlenswert! So gut, dass wir beschlossen am nächsten Abend direkt noch einmal dort essen zu gehen!

Nach einem gemütlichen Frühstück "zu Hause“ mit Eiern und Joghurt ging es am nächsten Tag zunächst ans Cap Elizabeth in den Fort Williams Park und zum "Portland Headlight“ einem alten Leuchtturm und einem der Hauptausflugsziele in Portland. Der Park ist wirklich wunderschön angelegt und sehenswert. Am "Cliff Walk“ gibt es tolle Fotospots und es gibt sogar einen Foodtruck mit Lobster Rolls etc. den ich leider nicht beurteilen kann, da ich beim besten Willen nicht schon wieder etwas essen konnte.... Auch der Old Port von Portland machte heute einen wesentlich besseren Eindruck als am Abend davor, mit seinen kleinen Geschäften, vielen Bars und Restaurants. Nur die Parksituation ließ zu wünschen übrig. Entweder am Straßenrand für maximal 2 Stunden oder für 40$ pro Tag auf einem öffentlichen Parkplatz. Unverschämt!

Aber nach einigem Suchen haben wir doch tatsächlich einen kostenfreien Parkplatz etwas außerhalb gefunden. Ich sag nur: Wer suchet der findet!!!! 😊

Besondere Empfehlungen des heutigen Tages: super leckerer Kaffee im Arabica Coffee House. Und nicht zu vergessen - mein absolutes Highlight des Tages: 90 Minuten Yoga Flow bei Niraj Yoga (einer zufälligen Entdeckung dank einer Dame mit Yogamatte auf der Straße :-)) und der wunderbaren Melissa Lopez Landers (einer der beiden Inhaberinnen) und das für unfassbare 0$!!! Ja, ihr habt richtig gelesen: absolut kostenfrei, da die allererste Stunde immer kostenfrei ist bei Niraj Yoga. Ich konnte es kaum fassen!!! Und danach noch einmal ein superleckeres Abendessen im Green Elephant. Besser kann ein Urlaubs-Tag nach meinem Geschmack nun wirklich nicht enden!

So, das war’s erst mal aus einer Woche Kanada / USA….

 

Fazit der Woche:

1. Zeit einplanen bei der Grenzüberschreitung Kanada / USA

2. Acadia National Park ist unbedingt einen Besuch wert

3. Restaurant-Tipps von Locals sind die Besten!

4. Yoga verbindet - egal welcher Nationalität man angehört

5. Airbnb ist toll! 😊

 

Freut euch mit mir auf die zweite Urlaubswoche unter dem Motto: Zwischen Boston und Toronto.... das Beste zwischen Küste und Wasserfällen!